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Meister 2010Die wichtigen Eckpfeiler des SCB

Kein Zweifel: Der SC Bern hat das beste Kader in der Schweiz. Kein anderes Team hat vier derart ausgeglichene Linien. Doch aus dem Kollektiv ragen fünf Eckpfeiler heraus.

von
Peter Berger

Der Meistermacher: Larry Huras (54) feiert nach 2001 (ZSC Lions) und 2003 (Lugano) den dritten Meistertitel. Der Kana­dier brachte viel positives Denken ins Team. Seine Kritik machte die Spieler besser. Unter Vorgänger John Van Boxmeer war Kritik oft gleichzeitig eine Beleidigung, weshalb nachher das Band zwischen Coach und Spieler durchschnitten war.

Der Überflieger: Eigentlich ist es unglaublich – Roman Josi ist erst 19 Jahre alt. Aber der Berner war bereits der Denker und Lenker auf dem Eis. Der beste Offensiv-Verteidiger der Liga machte kaum Fehler. Der Draft der Nashville Predators verabschiedet sich mit dem ersten Meistertitel nach Übersee.

Der Newcomer: Gleich in seiner ersten NLA-Saison hat sich Tristan Scherwey einen Stammplatz erkämpft. Der erst 18-jährige Stürmer ist so etwas wie der Nachfolger von Yves Sarault, der beim letzten Meistertitel 2004 auch unerschrocken alles beiseiteräumte, was im Weg stand. Scherwey ist zwar nur 175 cm gross, aber seine Checks werden von den Gegnern gefürchtet.

Der Arbeiter: Der 33-jährige Jean-Pierre Vigier lebte als harter Arbeiter und Anti-Star den neuen Teamspirit vor. Der Kanadier und Co-Captain war der entscheidende Zuzug.

Der Rückhalt: Marco Bührer ist vielleicht nicht mehr der beste Torhüter der Liga. Aber er ist in den Playoffs nochmals zur Hochform aufgelaufen. Damit hat der 30-Jährige seinen Kritikern bewiesen, dass er auch nach 2004 noch ein Meistergoalie sein kann.

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