Aktualisiert 07.08.2011 05:39

Nach Kurseinbrüchen

Die wichtigen Nationen sind nervös

Die Börsen spielen verrückt. Das beunruhigt die führenden Wirtschaftsnationen der Welt. Mit Telefonkonferenzen versuchen sie das Schlimmste abzuwenden. Die Nervosität steigt.

Frankreich und England wollen die Krise zusammen bewältigen. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy (links) und der britische Premierminister David Cameron ziehen am selben Strick.

Frankreich und England wollen die Krise zusammen bewältigen. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy (links) und der britische Premierminister David Cameron ziehen am selben Strick.

Unter dem Eindruck der dramatischen Kurseinbrüche an den Börsen bemühen sich die führenden Wirtschaftsnationen der Welt um eine Beruhigung der Lage.

Nach einer ganzen Reihe von Telefonaten führender Eurozonen- Politiker sprach Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, der derzeit Vorsitzender der G7 und der G-20 ist, am Samstagabend auch mit dem britischen Premierminister David Cameron.

Themen sei die Schuldenkrise in Europa und die Bonitätsherabstufung der USA gewesen, teilte ein britischer Regierungssprecher in London mit. Beide Politiker seien sich einig, zusammenzuarbeiten, die Situation genau zu beobachten und in den kommenden Tagen in Kontakt zu bleiben.

Die G7 will geplantes Treffen vorverlegen

Am Sonntag wird zudem mit einer Telefonkonferenz der Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industrienationen (G7) gerechnet. Im Anschluss werde es möglichweise eine Erklärung geben, verlautete aus japanischen Regierungskreisen.

Innerhalb der G7 wird diskutiert, das für Mitte September geplante Treffen der Finanzminister vorzuziehen. Auch eine Telefonkonferenz der Europäischen Zentralbank (EZB) wird am Sonntag erwartet.

Nach Angaben der brasilianischen Regierung wollten sich daneben die stellvertretenden Finanzminister der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer telefonisch zusammenschliessen.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.