Nadal ist zurück: Die Wiedergeburt des Sandkönigs
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Nadal ist zurückDie Wiedergeburt des Sandkönigs

Rafael Nadal scheint das frühe Aus in Madrid verdaut zu haben. Jetzt strebt er einen grossen Meilenstein an – genauso wie Novak Djokovic. Doch auch Roger Federer hat noch ein Wörtchen mitzureden.

von
fox

«Wiedergeburt», titelt die spanische «Marca» nach Rafael Nadals Finalsieg in Rom gegen Novak Djokovic und freut sich dann über die herausragenden Ergebnisse des Mallorquiners auf der «tierra de Rafa», dem Königreich von Nadal.

Die Zweifel nach dem schlechten Abschneidens in Madrid sind mit dem 35. Titel auf der roten Unterlage (insgesamt 49 Turniersiege) definitiv aus dem Weg geräumt. Nadal hat einmal mehr bewiesen, wer der beste Spieler auf Sand ist. Erstmals holt er sich 2012 die Titel in Monte Carlo, Barcelona und Rom ohne Satzverlust. Ein nächstes Novum möchte die neue Weltnummer 2 beim French Open ab der nächsten Woche erreichen: Mit einem Sieg wäre der Spanier der erste Spieler, welcher siebenmal in Roland Garros triumphiert hat. Nadal würde Björn Borg in dieser Rekordliste auf den zweiten Rang verdrängen.

Neben Nadal kann auch Novak Djokovic in Paris historisches erreichen. Gewinnt der Serbe, wäre er der erste Spieler seit Rod Laver 1969, der alle vier Grand-Slam-Titel gleichzeitig hält. Obwohl für den 25-Jährigen bisher bei den French Open spätestens im Halbfinal Endstation war, ist der Serbe ein heisser Titelkandidat.

Federers Duell mit der Geschichte

Nadal oder Djokovic: Einer von beiden dürfte beim French Open Geschichte schreiben. Aber da ist ja auch noch Roger Federer. Momentan wohl der einzige Spieler, der die Weltnummer 1 und 2 stoppen kann. Für den Schweizer geht es ebenfalls um ein Duell mit der Geschichte – allerdings erst in etwas längerer Sicht. Denn Federer kann beim French Open nicht die Weltnummer 1 werden. Aber der 30-Jährige kann sich in eine gute Ausgangslage bringen, um den Langzeitrekord von Pete Sampras mit 286 Wochen auf dem Tennis-Thron zu brechen.

Bei einem Turniersieg in Paris würde der Rückstand von aktuell 2010 Punkten auf Novak Djokovic im Falle eines Finalsiegs gegen den Serben auf 1690 Zähler schrumpfen. Trifft Federer schon im Halbfinal auf den Djoker wären es gar nur noch 1210 Punkte. Das würde dem Schweizer in der dann folgenden Rasensaison alle Türen öffnen. Denn dort muss er gegenüber Djokovic 1640 Zähler weniger verteidigen. Vielleicht gibts dann die nächste Wiedergeburt – diejenige von King Roger.

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