Via Engiadina – Die wohl malerischste Weitwanderung der Schweiz
Durch duftende Wälder: Auf der Via Engiadina in fünf Etappen von Maloja bis Zernez wandern.

Durch duftende Wälder: Auf der Via Engiadina in fünf Etappen von Maloja bis Zernez wandern.

Schweiz Tourismus (Rob Lewis)
Publiziert

Via EngiadinaDie wohl malerischste Weitwanderung der Schweiz

Die Via Engiadina führt durch Arven- und Lärchenwälder, über kleine Bäche, weite Alpenwiesen – und von einer Holzstube zur nächsten. Das sind unsere Tipps.

von
Aurelia Schöb/Transhelvetica

Etappe 1 – Maloja bis Silvaplana

Der Fluss Fedecla rauscht vor dem Hotel Maria in Sils Richtung Silvaplanersee. Hinter einem liegt das idyllische Dorf Grevasalvas, wo einst «Heidi» verfilmt wurde, vor einem die Engadiner Seenlandschaft. Bereits mit dem ersten Schritt über die Türschwelle kitzelt einen der Duft von währschaften Cordon bleus in der Nase. Nach der ersten Etappe freuen sich müde Beine auf die weichen Federn in der Conrad’s Mountain Lodge in Silvaplana.

Erster Stopp: in der Stüva Marmoré im Hotel in Sils.

Erster Stopp: in der Stüva Marmoré im Hotel in Sils.

Dan Zaugg Hotel Maria

Etappe 2 – Silvaplana bis Celerina

Auch wenn das Gasthaus Trutz bei der Bergstation Suvretta-Randolins keine typische Stüva aufweist, auf der Via Engiadina führt kein Weg an ihm vorbei. Denn egal, ob von der Sonnenterrasse oder von innen, die Aussicht über die Oberengadiner Seenlandschaft könnte nicht besser sein. Und mit einem Kaiserschmarren auf der Zunge möchte man noch lange hier verweilen. Die zweite Etappe endet aber erst in Celerina, ein paar Höhenmeter gilt es noch zu überwinden. Wer im Hotel Arturo ankommt, lässt sich hier mit heimischen Spezialitäten verwöhnen.

Etappe 3 – Celerina bis Bever

Heute werden die Wanderschuhe frühmorgens geschnürt: Die längste Strecke liegt vor den Füssen. Nach einem schweisstreibenden Anstieg führt der Höhenweg zur Alp Muntatsch, wo hungrige Mäuler ein herzhaftes Stück Käse oder einen hausgemachten Apfelstrudel verdrücken. Am Dorfrand von Samedan zweigt der Weg zum verträumten Dörflein Bever ab. Die Chesa Salis verzaubert bereits von Weitem mit den reichen Verzierungen an der Hausfassade. In den lieblichen Zimmern lässt es sich wohlig nächtigen.

Der stilvolle Palazzo: Chesa Salis in Bever.

Der stilvolle Palazzo: Chesa Salis in Bever.

Schweiz Tourismus (Rob Lewis)

Etappe 4 – Bever bis Zuoz

Eigentlich sieht die Via Engadina in La Punt keine Pause vor, aber ein Abstecher lohnt sich dennoch. In der Krone tüftelt Andreas Martin an köstlichen Menüs mit Arvenholz. Neben den Tellern ist auch das Interieur eine Augenweide, einheimische Massivhölzer verbinden sich zu einem hübschen Kunstwerk. Nach der Wanderung durch duftende Wälder und ein malerisches Tobel endet die vierte Etappe in Zuoz. Im einstigen Heustall des Gasthauses Dorta lassen sich die leeren Bäuche genussvoll füllen.

Blick auf La Punt Chamues-ch: Etappe von Bever nach Zuoz.

Blick auf La Punt Chamues-ch: Etappe von Bever nach Zuoz.

Schweiz Tourismus (Rob Lewis)

Etappe 5 – Zuoz bis Zernez

Über Weiden windet sich der Pfad zur Acla Laret mit herrlicher Sicht aufs Oberengadin. Nicht ganz auf der Etappe gelegen, aber einen Abstecher wert ist das Veduta in Cinuoschel. In der heimeligen Stube riecht es nach feinen Capuns. Im Herbst tischt der Chef sein selbst erlegtes Wild auf und serviert auch gleich die Geschichte dazu. So haben Wanderfreunde nicht nur die nötige Energie für die letzten Kilometer, sondern auch gleich das Wissen, um in Nationalparknähe einen Hirsch zu erspähen oder zumindest röhren zu hören.

Wo ist dein Lieblingsort im Engadin?

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

0 Kommentare