Nun ists definitiv: Die YB-Meisterfeier findet am Pfingstsonntag statt
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Nun ists definitivDie YB-Meisterfeier findet am Pfingstsonntag statt

Die Young Boys dürfen ihren Meistertitel am Pfingstsonntag feiern, teilen Stadt und Kanton Bern mit. Sie fanden eine Lösung, die die Feier ermöglicht, obwohl der Pfingstsonntag als hoher Festtag gilt.

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ct
Die YB-Spieler feiern auf dem Balkon des Stadions, nach dem Super League Spiel zwischen dem BSC Young Boys Bern und dem FC Luzern, am Samstag, 28. April 2018 im Stade de Suisse in Bern.

Die YB-Spieler feiern auf dem Balkon des Stadions, nach dem Super League Spiel zwischen dem BSC Young Boys Bern und dem FC Luzern, am Samstag, 28. April 2018 im Stade de Suisse in Bern.

Keystone/Peter Klaunzer

Die Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern und die

Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie der Stadt Bern haben am Mittwochnachmittag mitgeteilt, dass der BSC YB seinen Meistertitel am Pfingstsonntag, 20. Mai, feiern kann. Dies sei der Wunschtermin gewesen, steht in der Medienmitteilung. Denn der letzte Match gegen GC findet auswärts am 19. Mai statt. Der Pokal wird den Young Boys aber schon am 13. Mai beim letzten Heimspiel übergeben.

Und am 27. Mai wird bereits der Cup-Final in Bern ausgetragen, weshalb das Pfingstwochenende ideal dazwischen liegt.

Lücke im Festtagsgesetz gefunden

Dass der Club und die Stadt die Feier auf das Pfingstwochenende legen darf, galt lange als unsicher, ja als schier unmöglich, wie 20 Minuten berichtete. Denn beim Pfingstsonntag handelt es sich um einen hohen Festtag im Sinne des Gesetzes über die Ruhe an öffentlichen Feiertagen. An hohen Festtagen sind Anlässe untersagt, die die Ruhe erheblich beeinträchtigen. Zudem sind grosse nicht-religiöse Veranstaltungen verboten.

Doch die Verantwortlichen haben einen Ausweg gefunden. Denn Als einzige Ausnahmemöglichkeit an hohen Festtagen sieht das Gesetz nämlich die Durchführung von «traditionsreichen» Anlässen vor. «Die Stadt Bern als zuständige Vollzugsbehörde des Feiertagsruhegesetzes hat die Meisterfeier des BSC YB als traditionsreichen Anlass eingestuft», steht in der Medienmitteilung. Und weiter: «Dies mit Blick darauf, dass die Schweizer Fussballliga seit über einem Jahrhundert besteht und eine Meisterfeier traditionell jeweils am Ende der Meisterschaft in der jeweiligen Stadt gefeiert wird.»

Spott auf Twitter

Der Stadt Bern als zuständige Vollzugsbehörde komme bei der Auslegung des Gesetzes ein Ermessensspielraum zu. Diesen hat sie nun ausgenutzt.

Das sorgt auch für Häme auf Twitter, wie folgender Tweet zeigt:

Feier auf Bundesplatz und im Stadion

«Es gibt mehrere Aspekte, die für den Pfingstsonntag gesprochen haben, etwa die ohnehin schon randvolle Agenda der Stadt Bern und weil die Feier vor dem Cupfinal stattfinden muss», sagt der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause.. Zudem habe man so auch genügend Zeit für die Organisation – besonders in Hinblick auf die Sicherheit.

Geplant ist eine Feier auf dem Bundesplatz, dann ein Umzug durch die Stadt und ein Finale im Stade de Suisse. Nause: «Für uns war aus Sicherheitssicht entscheidend, dass man räumlich auch dezentral verschiedene Attraktionspunkte hat. Dies, damit man die Menschenmassen, die wir erwarten, verteilen können.»

Laut Nause habe der Bundesplatz selber nämlich nur Kapazität von 25'000 bis 30'000 Menschen. Im Vorfeld wurde in den Medien spekuliert, dass bis zu 100'000 Menschen zur Feier kommen dürften. «Man muss einfach allen die Gelegenheit bieten, dass sie den Chübel und die Mannschaft während den ganzen Feierlichkeiten tatsächlich irgendwann einmal sehen können», so Nause. Veranstalter der Meisterfeier ist übrigens der Fussballclub, aber Nauses Sicherheitsdirektion tauscht sich als Bewilligungsbehörde schon seit einiger Zeit intensiv mit YB aus.

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