Amokfahrt in Wisconsin – Kind stirbt im Spital – sechs weitere schweben in Lebensgefahr
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Amokfahrt in WisconsinKind stirbt im Spital – sechs weitere schweben in Lebensgefahr

Der mutmassliche Täter, der mit einem Geländewagen im US-Staat Wisconsin in eine Strassenparade raste, wurde des mehrfachen Mordes angeklagt. Die Kaution beträgt fünf Millionen Dollar.

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Ein Kind ist im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen: Die Menschen von Waukesha gedenken der Opfer. (23. November 2021)

Ein Kind ist im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen: Die Menschen von Waukesha gedenken der Opfer. (23. November 2021)

Getty Images via AFP/Jim Vondruska
Welches Motiv hatte er? Darrell Brooks auf einem Polizeifoto.

Welches Motiv hatte er? Darrell Brooks auf einem Polizeifoto.

AFP/Milwaukee County Sheriff's Office
Darrell Brooks hat eine lange Vorstrafenliste.

Darrell Brooks hat eine lange Vorstrafenliste.

Twitter/ProudArmyBrat

Darum gehts

  • Im US-Staat Wisconsin ist ein Mann mit einem Geländewagen in eine Weihnachtsparade gefahren.

  • Die Zahl der Toten steigt auf sechs, nachdem ein Kind seinen Verletzungen erlegen ist.

  • Der mutmassliche Täter, Darrell Brooks, wurde des mehrfachen Mordes angeklagt.

Der mutmassliche Täter, der mit einem Geländewagen in eine Weihnachtsparade in den USA gerast war, ist des fünffachen Mordes angeklagt worden. Das erklärte die Staatsanwaltschaft am Dienstag während einer Gerichtsanhörung in der Kleinstadt Waukesha im US-Bundesstaat Wisconsin. Weil inzwischen ein Kind seinen Verletzungen erlegen sei und es damit sechs Todesopfer gebe, werde die Anklage wohl noch erweitert werden. Zudem könnten wegen der rund 60 Verletzten, von denen einige noch in Lebensgefahr schwebten, weitere Anklagepunkte folgen, sagte eine Staatsanwältin.

Der für die Kaution zuständige Justizbeamte, Kevin Costello, legte die zu hinterlegende Summe für den Angeklagten Darrell Brooks angesichts von dessen Vorstrafen aus mehreren Bundesstaaten auf fünf Millionen Dollar fest. «Die Natur dieser Tat ist schockierend», sagte er zu dem Vorfall in Waukesha.

Bei dem Kind, das laut Staatsanwaltschaft am Dienstag im Krankenhaus starb, handelt es sich einer Spenden-Website der Familie zufolge um einen achtjährigen Knaben, dessen zwölfjähriger Bruder ebenfalls verletzt worden war. Dieser solle am Mittwoch aus dem Krankenhaus entlassen werden, hiess es dort.

Tatverdächtigen droht lebenslange Haft

Im Fall eines Schuldspruchs würde dem 39-jährigen Tatverdächtigen für jeden der fünf Anklagepunkte lebenslange Haft drohen. Nach dem Recht des Bundesstaats Wisconsin wird ihm «absichtliche Tötung ersten Grades» zur Last gelegt. Das entspräche im deutschen Recht am ehesten dem Tatbestand des Mordes.

Das zuständige Kinderkrankenhaus im nahegelegenen Milwaukee bestätigte den Tod des Knaben und erklärte, 13 Kinder würden derzeit noch behandelt. Sechs davon schwebten in Lebensgefahr. Zwei verletzte Kinder seien bereits am Montag entlassen worden.

Der mutmassliche Täter hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehrere Vorstrafen, war bereits inhaftiert und muss sich auch noch in anhängigen Verfahren vor der Justiz verantworten. Er war erst wenige Tage vor dem Zwischenfall wegen eines tätlichen Angriffs festgenommen worden und kurz darauf gegen 1000 US-Dollar Kaution freigekommen.

Motiv immer noch unklar

Aus welchem Grund der Geländewagen am Sonntag bei dem Weihnachtsumzug in die Menschenmenge gesteuert wurde, ist noch immer nicht bekannt. In der Anklageschrift werden zwei Polizeibeamte, die vor Ort waren, mit der Aussage zitiert, das Fahrverhalten des Täters lasse darauf schliessen, dass er absichtlich in die Menge gefahren sei.

Während der Waukesha Christmas Parade hatten Menschen im Zentrum der Stadt am Sonntagnachmittag beide Seiten der Strasse gesäumt. Die alljährliche Veranstaltung im Vorort der Gross-Stadt Milwaukee lockt traditionell Tanzgruppen, High-School-Bands, Politiker und Politikerinnen sowie zahlreiche Zuschauer und Zuschauerinnen an. Auch viele Familien mit Kindern besuchten die Parade am Sonntag und bestaunten Weihnachtsfiguren, Tänzer und Tänzerinnen sowie Musiker und Musikerinnen.

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(DPA/chk)

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