Katzenschreck-Fall: Die zehn schlimmsten Tinnitus-Auslöser
Aktualisiert

Katzenschreck-FallDie zehn schlimmsten Tinnitus-Auslöser

Ein Lehrer in Romanshorn erlitt durch einen Katzenschreck ein Knalltrauma und leidet seither an Tinnitus. Es ist nicht die einzige Lärmquelle, die das Gehör schädigen kann.

von
num

«Ein Katzenschreck hat mein Leben zerstört», sagt der Romanshorner Primarlehrer Markus Scheuner. Er erlitt ein Knalltrauma, ausgelöst durch einen Katzenschreck – ein Gerät, das mit Hochfrequenztönen Katzen verjagt.

Den starken Tinnitus bringt Scheuner seither nicht mehr weg. Wie tausende andere in der Schweiz. Treffen kann das nervtötende Geräusch im Ohr fast jeden. Einzelne Berufsgruppen sind aber stärker betroffen als andere.

Andreas Schapowal, Ohrenarzt und Präsident der Tinnitus-Liga Schweiz, sagt: «90 Prozent der Tinnitus-Fälle sind durch Schwerhörigkeit verursacht.» Diese kann Patienten aus Altersgründen oder durch genetische Vererbung treffen – und der Tinnitus ist häufig der lästige Begleiter.

Der Rest der Menschen, die an Tinnitus leiden, können diesen aus unterschiedlichsten Gründen eingefangen haben. Schapowal: «Vor allem betroffen sind Menschen, die berufsbedingt im Lärm arbeiten müssen.»

Aber treffen kann es auch Menschen, die ansonsten einen ruhigen Bürojob haben. Christian Rutishauser, Präsident des Verbands Hörakustik Schweiz, sagt: «Problematisch für viele, die nicht täglich Lärm ausgesetzt sind, ist eine dauerhafte Belastung des Gehörs. Da gehören Discos und Konzerte, aber auch MP3-Player zu den Spitzenreitern, was die Gefährdung betrifft.» Das Gehör brauche Erholung und Ruhepausen, sonst könne sich ein Tinnitus entwickeln.

Die zehn häufigsten Tinnitus-Quellen sehen Sie in unserer Diashow.

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