27.12.2016 16:36

Musikalischer RückblickDie zehn wichtigsten Alben des Jahres

2016 war ein Jahr zum Vergessen. Musikalisch ist trotzdem viel passiert – 20 Minuten kürt die stärksten Releases des Jahres.

von
Neil Werndli
1 / 10
Beyoncé – «Lemonade»Wer sich 2016 mit Popmusik befasst hat, kam nicht um «Lemonade» herum, nicht zuletzt wegen einer privaten Angelegenheit von Beyoncé, die medial ausgeschlachtet wurde: Parallel zum Album «Lemonade» kamen Gerüchte auf, die Texte handelten von einer handfesten Beziehungskrise mit Jay-Z. PR-Stunt hin oder her – «Lemonade» ist eine vielseitige Platte, die musikalisch über den Tellerrand hinausblickt und gesellschaftliche Probleme anspricht. Ausserdem gibt es einen Film zum Album, der «Lemonade» zu einem wohldurchdachten Gesamtkunstwerk macht.

Beyoncé – «Lemonade»Wer sich 2016 mit Popmusik befasst hat, kam nicht um «Lemonade» herum, nicht zuletzt wegen einer privaten Angelegenheit von Beyoncé, die medial ausgeschlachtet wurde: Parallel zum Album «Lemonade» kamen Gerüchte auf, die Texte handelten von einer handfesten Beziehungskrise mit Jay-Z. PR-Stunt hin oder her – «Lemonade» ist eine vielseitige Platte, die musikalisch über den Tellerrand hinausblickt und gesellschaftliche Probleme anspricht. Ausserdem gibt es einen Film zum Album, der «Lemonade» zu einem wohldurchdachten Gesamtkunstwerk macht.

zvg
David Bowie – «Blackstar»Am 10. Januar 2016 verstummte mit David Bowie eine der grössten Stimmen der vergangenen Jahrzehnte – nur zwei Tage zuvor war «Blackstar» erschienen. Der unerwartete Tod gab dem Album eine mystische Note, vor allem wegen Textzeilen, die als Vorahnung auf das nahende Ende interpretiert wurden. Der «Starman» zeigt sich in Songs wie «Lazarus» mit Bowie-typischen Bläsern und um mehrere Ecken chiffrierten Lyrics noch ein letztes Mal in Höchstform.

David Bowie – «Blackstar»Am 10. Januar 2016 verstummte mit David Bowie eine der grössten Stimmen der vergangenen Jahrzehnte – nur zwei Tage zuvor war «Blackstar» erschienen. Der unerwartete Tod gab dem Album eine mystische Note, vor allem wegen Textzeilen, die als Vorahnung auf das nahende Ende interpretiert wurden. Der «Starman» zeigt sich in Songs wie «Lazarus» mit Bowie-typischen Bläsern und um mehrere Ecken chiffrierten Lyrics noch ein letztes Mal in Höchstform.

zvg
Kanye West – «The Life of Pablo»Kaum ein Album stiftete dieses Jahr so viel Verwirrung wie «The Life of Pablo». Nachdem der Titel ungefähr ein Dutzend Mal geändert worden war, erschien es aus heiterem Himmel. Noch am selben Tag zog Kanye das Werk wieder zurück und schraubte weiter an den Songs rum. Wochenlang kursierten verschiedene Versionen, bis Kanye endlich zufrieden war und «The Life of Pablo» offiziell veröffentlicht wurde. Zum Song «Famous» entwickelte sich zudem eine Kontroverse wegen der «I made that bitch famous»-Zeile über Taylor Swift und auch das Video mit nackten Puppen von Promis und Politikern sorgte für rote Köpfe.

Kanye West – «The Life of Pablo»Kaum ein Album stiftete dieses Jahr so viel Verwirrung wie «The Life of Pablo». Nachdem der Titel ungefähr ein Dutzend Mal geändert worden war, erschien es aus heiterem Himmel. Noch am selben Tag zog Kanye das Werk wieder zurück und schraubte weiter an den Songs rum. Wochenlang kursierten verschiedene Versionen, bis Kanye endlich zufrieden war und «The Life of Pablo» offiziell veröffentlicht wurde. Zum Song «Famous» entwickelte sich zudem eine Kontroverse wegen der «I made that bitch famous»-Zeile über Taylor Swift und auch das Video mit nackten Puppen von Promis und Politikern sorgte für rote Köpfe.

zvg

Wenn die Welt vor die Hunde geht, ist etwas Alltagsflucht in die Popkultur Balsam für die Seele. Während der Jahresrückblick in vielen Bereichen eher düster ausfällt, waren es für Musiker doch noch ertragreiche zwölf Monate. 20 Minuten präsentiert – unabhängig von irgendwelchen Zahlen oder Charts-Platzierungen – die wichtigsten Alben des Jahres.

Im Jahr 2016 reicht es offenbar nicht mehr, einfach ein gutes Album rauszubringen. Die grossen Releases waren alle wahre Happenings – wir erinnern uns an Beyoncé, die um «Lemonade» eine ganze Beziehungskrise (mutmasslich) inszenierte. Oder Kanye West, dessen Epos «The Life of Pablo» sich auch nach dem Release noch weiterentwickelte, weil der Rapper immer wieder daran herumschraubte und neue Versionen veröffentlichte. Ebenso denkwürdig ist «Blackstar», das uns David Bowie noch wenige Tage vor seinem Tod schenkte, oder Radioheads Meisterwerk «A Moon Shaped Pool».

In der Bildstrecke sehen Sie die zehn Alben, die Sie noch dieses Jahr hören sollten.

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