Die ZSC Lions feiern den Finaleinzug

Aktualisiert

Die ZSC Lions feiern den Finaleinzug

Die ZSC Lions und Genf-Servette bestreiten den Playoff-Final der Saison 2007/08. 5:1 gewannen die Zürcher das sechste Spiel und stiessen damit den HC Davos vom Thron. Der ZSC spielt nunmehr zum fünften Mal innert acht Jahren um den Schweizer Eishockey-Meistertitel. Spiel 1 im Playoff-Final findet am Samstag in Genf statt.

Die Basis zum Kantersieg legten die Zürcher im Mitteldrittel: Innerhalb von 152 Sekunden stellten Jan Alston, Beat Forster und Peter Sejna mit seinem ersten Playoff-Treffer das Skore auf 4:1. Thibeau Monnets Tor zum 5:1 liess die Davoser Hoffnungen auf ein allfälliges Spiel 7 schnell schwinden.

ZSC-Topskorer Ryan Gardner brachte das Heimteam mit seinem 7. Playofftreffer in Führung. Der Ausgleich, den Andres Ambühl in der 25. Minute in Überzahl auf sehenswerte Weise erzielte, hatte während nur knapp fünf Minuten Bestand. Davos erholte sich nach der Zürcher "Torflut" nicht mehr und kapitulierte folglich

Zürcher Gala im Mitteldrittel

Die ZSC Lions haben sich erstmals seit drei Jahren wieder für den Playoff-Final qualifiziert. Im ausverkauften Hallenstadion nützten die Zürcher den zweiten Matchpuck gegen den entthronten Titelverteidiger Davos (5:1) und gewannen die Serie 4:2.

Damit treffen die Lions in ihrem fünften NLA-Endspiel, das am Samstag beginnt und bereits am Montag fortgesetzt wird, erstmals auf Genf-Servette. Die Genfer haben ihrerseits die Chance, als erstes Team seit Playoff-Einführung ihre Titelpremiere mit Siegen gegen Mannschaften auf den Qualifikationsrängen 7 (Rapperswil- Jona), 8 (Fribourg) und 6 (ZSC Lions) zu erringen. Die ZSC Lions und Genf-Servette treffen zum zweiten Mal in einer K.o.-Seire aufeinander. Vor zwei Jahren hatte sich Servette in der ersten Runde des Playouts in sechs Spielen durchgesetzt.

Den Einzug in die finale Ausmarchung verdienten sich die ZSC Lions, die ihrem Trainer Harold Kreis den Abgang nach Düsseldorf mit dessen zweitem Titel (nach 2006 mit Lugano) «entschädigen» könnten, mit einem Effort im zweiten Abschnitt. Innerhalb von 152 Sekunden beseitigten die ZSC Lions mit drei Toren aus fünf Schüssen alle Zweifel über eine allfällige «Belle» am Samstag in Davos. Dank Toren von Jan Alston, Beat Forster und Peter Sejna zogen sie entscheidend auf 4:1 (32.) davon.

Davos erholte sich von diesem Tiefschlag nicht mehr und kapitulierte folglich. Alston schloss in der 29. Minute eine sehenswerte Kombination nach einem Rebound ab. 57 Sekunden später untermauerte Beat Forster im Powerplay seine Abschlussstärke ein weiteres Mal. Das 3:1 mittels Hocheckschuss war bereits das 18. Saisontor des treffsichersten Schweizer Verteidigers. Jener Treffer schien, wie auch das 4:1 durch Peter Sejna, für HCD-Keeper Leonardo Genoni, nicht wirklich unhaltbar. Sejna wird es mit Sicherheit egal gewesen sein. Der Slowake, im Viertelfinal gegen die Kloten Flyers und bereits in der Qualifikation einer der besten Zürcher Spieler, konnte sich den ersten Treffer in der Serie gegen Davos gutschreiben lassen.

Der HCD wehrte sich in seinem 71. Ernstkampf der Saison nach Kräften, diese schienen dem Titelverteidiger aber im zweiten Drittel auszugehen. Der Druck für die Bündner, die im Viertelfinal gegen Zug mit der spektakulären Wende (vom 0:3 zum 4:3) einen grossen Energieverschleiss hatten, war offenbar zu gross. Der Ausgleich, den Andres Ambühl in der 25. Minute in Überzahl auf sehenswerte Weise erzielte, hatte während nur knapp fünf Minuten Bestand. Die Davoser hatten zu Beginn versucht, der Partie den Stempel aufzudrücken, mussten sich dem stärkeren Willen und der Entschlossenheit der ZSC Lions aber rasch beugen. Von der Absicht, dem «Z» die Hölle heiss zu machen, wie es Reto von Arx in einem Zeitungsinterview angekündigt hatte, war der HCD weit entfernt.

Playoff-Halbfinal, 6. Spiel

ZSC Lions - Davos 5:1 (1:0,4:1,0:0)

Hallenstadion. - 10 700 Zuschauer (ausverkauft). - SR Kurmann, Arm/Küng.

Tore: 10. Gardner (Sejna) 1:0. 25. Ambühl (Marha, Taticek/Ausschluss Lukas Grauwiler) 1:1. 29. Alston (Pittis, Monnet) 2:1. 30. Forster (Pittis, Blindenbacher/Ausschluss Blatter) 3:1. 32. Sejna (Adrian Wichser) 4:1. 38. Monnet (Alston, Seger) 5:1.

Strafen: Je 4mal 2 Minuten.

PostFinance-Topskorer: Adrian Wichser; Reto von Arx.

ZSC Lions: Sulander; Blindenbacher, Suchy; Seger, Forster; Stoffel, Schnyder; Leeger; Gardner, Adrian Wichser, Sejna; Alston, Pittis, Monnet; Krutow, Gloor, Lachmatow; Bastl, Lukas Grauwiler, Murovic.

Davos: Genoni; Gianola, Niinimaa; Jan von Arx, Winkler; Furrer, Müller; Stoop, Blatter; Riesen, Reto von Arx, Daigle; Guggisberg, Marha, Ambühl; Leblanc, Rizzi, Dino Wieser; Helfenstein, Taticek, Bürgler.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Flüeler, Johner und Pavlikovsky (alle überzählig), Davos ohne Crameri (gesperrt), Maneluk und Marc Wieser (beide überzählig). - Pfosten-/Lattenschüsse: 33. Pittis, 57. Gloor. - 30. Timeout Davos. - Powerplay: ZSC Lions 1/4; Davos 1/4.

LIVE-TICKER

60. Das Spiel ist aus - die ZSC Lions stehen im Finale! Für Meister Davos ist die Saison zu Ende. Im sechsten Spiel der Halbfinalserie waren die ZSC Lions in allen Belangen überlegen und liessen Davos nicht den Hauch einer Chance.

57. Strafe nochmals gegen Seger, aber die beste Chance ergibt sich für die Lions, die einen Stangenschuss verkraften müssen...

56. Die Davoser sind bisher gute Verlierer, lassen sich zu keinen hässlichen Fouls hinreissen, nehmen das bevorstehene Saisonende mit Demut an.

50. Das Spiel ist entschieden, auch wenn noch zehn Minuten zu spielen sind. Die Davoser machen den Zürchern auch nicht mehr weh, vielleicht noch ein Ehrentor, wenn überhaupt. Die ZSC-Fans singen nur noch «Finale, Finale, Finale».

45. Aber die Bündner glauben selbst nicht mehr an eine Wende, das Spiel geht jetzt ziemlich flüssig und ohne grosse Unterbrüche vonstatten.

41. Anpfiff zum Schlussdrittel. Den Davoser hilft wohl nur ein schnelles Tor, die Zürcher werden das aber verhindern wollen.

40. Die Sirene ertönt. 5:1 nach 40 Minuten, das Mitteldrittel geht klar an die Zürcher, die auf den Ausgleich von Ambühl mit vier Toren innert 9 Minuten mehr als wuchtig antworteten. Die Lions dürften fürs Finale planen können, vorausgesetzt es passiert nicht noch ein kleines Wunder.

38. Tor für die Lions! Monnet schliesst einen schnellen Angriff der Zürcher zum 5:1 ab, das wars dann wohl für die Davoser.

35. Die Lions sind wieder komplett, der Drei-Tore-Vorsprung konnte gehalten werden.

34. Strafe gegen die Lions. Stoffel wandert für 2 Minuten. Können die Davoser nochmals antworten und zurückkommen?

33. Drei Lions ziehen gegen einen Davoser, aber Pittis trifft nur den Pfosten. Ziemlich leichtfertig vergeben diese Chance, wenn sich das nur mal nicht rächt...

32. Tor für die Lions! Bully gewonnnen, Sejna zieht gleich ab - 4:1, das wird jetzt schwierig für die Bündner.

30. Timeout von Del Curto. Diese zwei Tore gingen dem Coach zu schnell, da muss ein Wort gesprochen werden.

30. Tor für die Lions! Nach nur 16 Sekunden Überzahl bezwingt Forster auf Zuspiel von Pittis Genoni zum 3:1.

30. Strafe gegen Davos.

29. Tor für die Lions! Jan Alston ist zur Stelle und bringt seine Farben wieder in Front, Pittis bringt die Scheibe vors Tor, Alston ist da und schiesst zum 2:1 ein.

25. Strafe gegen Davos, Dino Wieser draussen. Die Bündner überstehen diese heikle Phase, am Schluss wurde es nochmal hektisch vor Genoni, aber mit Glück und Können verhindert er die erneute Zürcher Führung.

25. Tor für Davos! Ambühl nimmt den Hammer raus und bezwingt Sulander zum 1:1.

23. Strafe gegen die Lions, Grauwiler kassiert 2 Minuten. Die Davoser Formation steht, kommt aber nicht gefährlich zum Abschluss.

21. Das Mitteldrittel beginnt. Arno Del Curto und seine Mannen müssen einen Gang hochschalten.

20. 1. Drittelspause. Verdiente Führung der Lions, aber das Spiel geht noch 40 Minuten, noch ist nichts entschieden. Die Lions agierten eine Spur aggressiver und effektiver und kamen zu deutlich mehr Torchancen. Davos kann mit dem knappen Rückstand zufrieden sein, es hätte auch ärger kommen können.

20. Die Lions wieder in Vollbestand, auch das Davoserpowerplay war nichts, keine relevante Torchance herausgespielt.

17. Strafe gegen die Lions angezeigt, Seger kassiert die erste Zürcher Strafe, hält Von Arx regelwidrig zurück.

15. Die ZSC Lions machen jetzt gewaltig Druck auf das Tor der Davoser, die Führung ist verdient, die Zürcher sind momentan einen Tick wacher und schneller.

12. Jan Alston wird auf der linken Seite vergessen und kann alleine auf Genoni losziehen, vergibt aber.

10. Tor für die Lions! Sejna bedient Gardner in der Mitte, der mustergültig in den Winkel vollendet.

9. Die Davoser spielen in der Abwehr kompromisslos und geben keinen Zentimeter kampflos frei.

7. Davos wieder komplett, keine wirkliche Torchance für die Zürcher in Überzahl.

5. Erste Strafe des Spiels, ein Davoser muss raus wegen zuvieler Spieler auf dem Eis. Leblanc geht für die Bünder auf die Strafbank.

5. Die Fans im ausverkauften Hallenstadion sorgen für beste Stimmung auf den Rängen. Auf dem Eis will kein Team den ersten Fehler machen, die Zweikämpfe werden verbissen geführt.

4. Unerlaubter Befreiunsschlag von Wichser, Bully vor Sulander.

3. Das Tempo ist gleich zu Beginn sehr hoch, die ZSC Lions wollen Stärke demonstrieren.

1. Anpfiff zum Startdrittel. Jan Alston mit der ersten Chance des Spiels, Genoni ein erstes Mal im Focus.

Das Spiel beginnt in Kürze, bei Davos figuriert Robin Leblanc wieder im 3. Sturm, Marc Wieser muss zuschauen.

20minuten.ch berichtet ab 20.15 Uhr live von der Partie ZSC Lions - HC Davos.

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