Aktualisiert

Mannschaft des JahresDie ZSC Lions und ihr Abend der Gegensätze

Während die ZSC Lions in Basel zur Mannschaft des Jahres gewählt wurden, zogen ihnen gleichzeitig die Rapperswil-Jona Lakers die Ohren lang.

von
Marcel Allemann

Es war für die Zürcher ein Samstagabend der krassen Gegensätze: An den CS Sports Awards wurden die ZSC Lions für ihre sensationellen Erfolge gefeiert. Die Mannschaft selbst hatte in Rapperswil-Jona dagegen nichts zu jubeln – sie verlor zur gleichen Zeit zum siebten Mal in den letzten acht Spielen. Die Krise beim Sieger der Champions Hockey League erreichte bei der 0:4-Niederlage gegen die Lakers einen weiteren Höhepunkt. Und es gab eine Szene, die die Zürcher Pleiten-, Pech- und Pannen-Show besonders treffend dokumentiert: In der 42. Minute fuhren sich Domenico Pittis und Patrik Bärtschi gegenseitig über den Haufen. Für Pittis endete dieser Vorfall mit schmerzhaften Prellungen. «Das ist wie bei Murphy's Law. Wenn schon, dann geht gleich alles schief», bilanziert CEO Peter Zahner, der am Samstag in Basel weilte und den erfreulichen Teil des ZSC-Abends miterlebte.

Zahner ist froh, dass die Nati-Pause den ZSC Lions nun Gelegenheit gibt, vor den beiden letzten Runden vor Weihnachten (22./23. Dezember) durchzuschnaufen: «Spieler mit viel Eiszeit wie Seger bekommen nun Gelegenheit, sich etwas zu regenerieren. Zudem können Gespräche geführt werden. Wir nehmen die Situation ernst, verfallen aber sicher nicht in Panik.»

Ungünstig ist der Zeitpunkt der Krise womöglich für Assistenztrainer Colin Muller. Denn die ZSC Lions sind derzeit auch im Headcoach-Auswahlverfahren für nächste Saison. Muller ist der Favorit und hätte es verdient, Sean Simpson zu beerben. Die Krise könnte die Führung jedoch auf die Idee bringen, neue Wege zu gehen. Aber Zahner gibt Entwarnung: «Das ist bei unserem Prozess der Trainerfindung nicht das Thema.»

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.