Junger Festredner: «Die Zuhörer sollen auf keinen Fall einschlafen»
Aktualisiert

Junger Festredner«Die Zuhörer sollen auf keinen Fall einschlafen»

Joel Ribary ist einer der jüngsten 1.-August-Redner im Kanton. Das Thalwiler Publikum soll für ihn Fahnen schwenken.

von
Maja Sommerhalder

<i>Hier sehen Sie einen Ausschnitt aus Joels Rede. (Video: 20 Minuten) </i>

«Am 1. August eine Rede zu halten, ist eine grosse Ehre – das erlebt man nur einmal», sagt Joel Ribary. Obwohl er in wenigen Tagen erst 16 wird, wurde der 3.-Sek-Schüler zum Redner der heutigen Thalwiler Bundesfeier auserkoren. «Das 1.-August-OK wollte den ­Jugendlichen eine Stimme geben und fragte in der Schule, wer dafür geeignet sein könnte.» Sein Lehrer habe ihn ­gefragt, da er gerne Vorträge halte.

Sofort sagte der ehemalige FCZ-Junior zu: «Ich rede gerne und arbeite in meiner Freizeit bei einem Jugend-Radio.» Trotz bester Voraussetzungen hat er jedoch während seiner ganzen Sommerferien an der Rede geschrieben und das Sprechen geübt. Sein stolzer Vater Pascal Ribary half ihm dabei: «Das Reden liegt in unserer Familie – schon meine Grossmutter war 1974 1.-August-Rednerin in Thalwil.»

Fast vierzig Jahre später hofft Joel Ribary nun auf viele junge Zuhörer: «Sie sollen auf keinen Fall einschlafen.» Deshalb lässt er sie auch Fahnen schwenken und fordert sie auf, sich zu duzen. Zudem wünscht er sich in der Rede, dass sich die Leute im Dorf wieder vermehrt grüssen und die Politiker für günstige Wohnungen sorgen: «Wir Jungen möchten gerne hier bleiben.»

Nach den Sommerferien wird Joel Ribary aber erst einmal jeden Tag nach Zürich pendeln. Er beginnt dort eine Lehre als Fachangestellter Gesundheit.

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