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Violine von StradivariDieb (42) stahl diese 5-Mio-Geige – 7 Jahre Haft

Mit vorgehaltener Waffe hatte Salah Salahadyn einen Konzertmeister gezwungen, eine Stradivari-Geige herauszugeben. Ein Gericht hat nun den 42-Jährigen verurteilt.

Der Diebstahl einer millionenschweren und fast 300 Jahre alten Stradivari-Geige war sein «Traumverbrechen» - jetzt kommt ein 42-jähriger genau dafür für sieben Jahr hinter Gitter. Zu dieser Strafe verurteilte ein Gericht im US-Staat Wisconsin am Montag den Angeklagten Salah Salahadyn als Drahtzieher des Raubs der historischen Violine, die auf einen Wert von fünf Millionen Dollar (rund 4,8 Millionen Franken) geschätzt wird.

Sein Komplize Universal K. Allah war bereits im Juli zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte nach Ansicht der Staatsanwaltschaft die Waffe besorgt, mit der die beiden im Januar den Konzertmeister des Symphonieorchesters von Milwaukee nach einem Auftritt mit vorgehaltener Waffe zur Herausgabe der wertvollen Geige zwangen.

Neun Tage verschwunden

Die Violine blieb anschliessend neun Tage lang verschwunden, die Polizei fand sie dann aber in einwandfreiem Zustand in eine Babydecke gehüllt in einem Koffer bei einem Bekannten von Salahadyn. Die Verdächtigen wurden festgenommen.

Einem Freund sagte der jetzt Verurteilte den Angaben zufolge einmal, eine solche Geige zu stehlen, sei sein «Traumverbrechen», weil sie einen hohen Wert habe und es so einfach sei, das Instrument einem Musiker auf der Strasse zu stehlen.

Besitzer ist anonym

Der Eigentümer der 1715 gebauten Violine ist anonym, er hatte sie dem Konzertmeister Frank Almond auf unbestimmte Zeit leihweise überlassen. Dieser zeigte sich glücklich, dass er bei dem Vorfall auf eisglatter Strasse keine Hand- oder Armverletzung erlitt, die ihm das Musizieren verwehrt hätte. (sda)

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