Berlin: Diebe beklauen Innenminister
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BerlinDiebe beklauen Innenminister

Nach dem Diebstahl diverser Wasserhähne im Gebäude des Bundesnachrichtendienstes haben Unbekannte nun auch im Innenministerium einiges mitgehen lassen.

von
cmr
Völlig unbeobachtet haben Diebe den Neubau des Bundesinnenministeriums betreten und Teile der Sanitäranlagen entwendet.

Völlig unbeobachtet haben Diebe den Neubau des Bundesinnenministeriums betreten und Teile der Sanitäranlagen entwendet.

Wer im neu errichteten Bundesinnenministerium in Alt-Moabit Ende April auf Toilette gehen wollte, hatte ein Problem: Wie die Berliner Zeitung schreibt, ist es Unbekannten gelungen, im großen Stil Klositze zu stehlen. Auch an anderen Einrichtungsgegenständen inklusive Computern zeigten die Diebe offenbar Interesse.

Bei der Polizei gingen bereits mehr als 30 Strafanzeigen ein. Den Diebstahl wollte sie Medienangaben zufolge jedoch noch nicht bestätigen. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft. Und nicht nur in diesem Fall. Auch in der Zentrale des Bundesnachrichtendienstes wurden Ende März etliche Wasserhähne entwendet. Die Folge: Ein immenser Wasserschaden in 38 Büros, weil niemand den Diebstahl rechtzeitig bemerkt hatte und die Leitungen routinemäßig gespült worden waren.

Den Schaden macht der Steuerzahler wieder gut

Wie hoch der Schaden in Thomas de Maizières (CDU) Dienstsitz ausfällt, darüber schweigt man sich derzeit noch aus. Sicher ist, die Armaturen – allesamt Eigentum des Bundes und damit aus Steuergeldern finanziert – sind von solider Bauart und auf Jahre hin für den Gebrauch ausgelegt. Zumindest im Regelfall. Inzwischen sind alle Sanitäranlagen und Armaturen wieder vollständig.

Hinweise auf die Verursacher gebe es nicht, so der Sprecher des Ministeriums der Zeitung. Zuständig für die Bewachung der Baustelle war laut Ministerium die Bundespolizei. Wann und wie Unberechtigte die Baustelle betreten und offenbar unbemerkt mit dem Diebesgut verschwinden konnten, dazu gab es von Seite der Behörden bislang jedoch keine Angabe.

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