Aktualisiert 25.03.2018 11:46

Bischofszell TGDiebe nahmen sogar die WC-Spülung mit

In der Nacht auf Freitag haben Unbekannte bei der Käser Camping AG ein neues Wohnmobil ausgeschlachtet. Sogar vor der WC-Spülung machten die Diebe nicht Halt.

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20M
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In der Nacht auf Freitag haben Unbekannte dieses Wohnmobil komplett ausgeschlachtet.

In der Nacht auf Freitag haben Unbekannte dieses Wohnmobil komplett ausgeschlachtet.

Facebook/Cornel Brühwiler
Es gehört der Firma Käser Camping AG in Bischofszell TG.

Es gehört der Firma Käser Camping AG in Bischofszell TG.

Facebook/Cornel Brühwiler
Sogar die Küche wurde geplündert.

Sogar die Küche wurde geplündert.

Facebook/Cornel Brühwiler

«Was sind das für Leute? Wir kommen heute Morgen ins Geschäft und ein Fahrzeug ist komplett zerlegt», schreibt Cornel Brühwiler, Mitarbeiter der Käser Camping AG mit Sitz in Bischofszell TG, am Freitag auf Facebook. Er hofft, dass der Beitrag rege geteilt wird, so dass die Täter geschnappt werden. Besonders ärgerlich: Dieses Wochenende findet bei der Firma eine Frühlingsausstellung statt. Die Fahrzeuge wurden extra alle auf Vordermann gebracht und auf den Ausstellungsplatz gestellt.

Als Geschäftsinhaber Peter Käser am Freitag das ausgeschlachtete Wohnmobil sah, traf ihn fast der Schlag. «Als wir die Türe des Wohnmobils öffneten, sahen wir, dass der Fahrer- und der Beifahrersitz fehlen», so Käser gegenüber FM1Today. Doch damit nicht genug. Auch die hintere Tür nahmen die Diebe mit sowie Fenster, Polster, die Küche, Lichtschalter und Lampen. Das Absurdeste: Sogar die WC-Spülung wurde entwendet.

Anzeige erstattet

Käser informierte sofort die Polizei informiert und erstattete auch Anzeige. Den Schaden kann er noch nicht genau beziffern, schätzt ihn aber auf rund 25'000 Franken. Eigentlich hätte das Fahrzeug bereits in zwei Wochen vermietet werden sollen. Daraus werde leider nichts, denn mit der Reparatur könne er erst beginnen, wenn alle Versicherungsfragen geklärt sind.

Für ihn ist klar: «Das war kein Jugendstreich. Dafür gingen die Einbrecher viel zu systematisch und professionell vor.» Dem stimmt auch die Kantonspolizei Thurgau zu. «Aufgrund der Spurensicherung vermuten wir, dass es sich um eine Täterschaft handelt, die etwas vom Fach versteht. Unsere Ermittlungen stehen jedoch noch ganz am Anfang und gehen in alle Richtungen», wird Sprecher Mario Christen von FM1Today zitiert. An einen ähnlichen Fall kann er sich nicht erinnern. Es handelt sich bisher also wohl um einen Einzelfall.

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