Glattzentrum Wallisellen: Diebe stehlen Schmuck im «Ocean's Eleven»-Stil

Aktualisiert

Glattzentrum WallisellenDiebe stehlen Schmuck im «Ocean's Eleven»-Stil

Unbekannte stiegen am frühen Montagmorgen ins Walliseller Glattzentrum ein und klauten Schmuck im Wert von mehreren 100'000 Franken. Ihre Tat war genau geplant.

von
ced
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Zerbrochene Scheiben zeugen vom Einbruch.

Zerbrochene Scheiben zeugen vom Einbruch.

Leser-Reporter
Das Schmuckgeschäft bleibt bis auf weiteres geschlossen.

Das Schmuckgeschäft bleibt bis auf weiteres geschlossen.

Leser-Reporter

Die Diebe hätten sich über ein Dachfenster Zugang zum Glattzentrum verschafft, sagt ein Insider zu 20 Minuten. Mit einer Strickleiter seien sie zu den Verkaufsetagen gelangt. Ihr Ziel: Das Schmuckgeschäft Kurz. Laut dem Leser machten sie dort fette Beute – um über eine Million Franken sollen sie den Juwelier erleichtert haben.

Um die Polizei an einer Verfolgungsjagd zu hindern, sollen sie auf ihrer Flucht Hindernisse auf die Strasse geworfen haben – «ich stelle mir das vor wie bei Ocean's Eleven», so der Leser weiter.

Mehrere 100'000 Franken

Die Kantonspolizei Zürich bestätigt: Die unbekannten Täter gelangten durch ein Dachfenster in das Einkaufszentrum – wie sie das bewerkstelligten, kann aus ermittlungstechnischen Gründen nicht gesagt werden. Am Ziel angelangt, schlugen sie das Schaufenster des Geschäfts ein und behändigten aus aufgebrochenen Vitrinen Uhren sowie Schmuck. «Wir rechnen mit einem Wert von mehreren 100'000 Franken», sagt Kapo-Sprecher Marc Besson.

Anschliessend verliessen die Diebe das Gebäude mit der Beute und flüchten in unbekannte Richtung. Ob sie die Polizei gezielt mit Hindernissen an einer Verfolgung hindern wollten, bleibt offen. Besson: «Tatsächlich haben wir auf einer Seitenstrasse Gegenstände gefunden.» Ob diese mit dem Einbruch zusammenhängen, sei jedoch unklar.

«Filmreifer» Diebstahl

Für das Glattzentrum ist es der erste Vorfall in dieser Art. «Der Diebstahl war filmreif, die Täter gingen höchst effizient vor», sagt Centerleiter Rageth Clavadetscher. Deshalb könne auch nicht von einer Sicherheitslücke gesprochen werden: Sowohl für den Zugang zum Dach als auch für das Öffnen der Fenster benötige man professionelle Hilfsmittel.

Die Bucherer-Gruppe, zu der auch der Juwelier Kurz gehört, möchte wegen den laufenden Ermittlungen keine Stellung nehmen. Die betroffene Filiale ist bereits wieder geöffnet.

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