175 Einbrüche: Einbruch-Bande stahl in grossem Stil Kupfer

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175 EinbrücheDiebesbande stahl im grossen Stil Kupfer – 1,2 Millionen Schaden

Eine fünfköpfige Gruppe von Dieben ist grenzübergreifend in Firmen in der Schweiz und in Österreich eingebrochen und klaute Metalle im Wert von über 800’000 Franken. Zudem entstand Schaden von 400’000 Franken. Bis auf eine flüchtige Person konnten alle festgenommen werden.

von
Shannon Zangger
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Die Kantonspolizei St. Gallen stellt regelmässig Metall-Einbruchdiebstähle bei Firmen fest. Hier ein Blick in einen Transporter voller Diebesgut. 

Die Kantonspolizei St. Gallen stellt regelmässig Metall-Einbruchdiebstähle bei Firmen fest. Hier ein Blick in einen Transporter voller Diebesgut. 

Kantonspolizei St. Gallen
Die Kantonspolizei St. Gallen bestätigt, dass der rumänischen Gruppierung im ganzen Kanton etwas über 50 Einbrüche zur Last gelegt werden.

Die Kantonspolizei St. Gallen bestätigt, dass der rumänischen Gruppierung im ganzen Kanton etwas über 50 Einbrüche zur Last gelegt werden.

Kantonspolizei St. Gallen

Darum gehts

  • Eine Gruppe von fünf Rumänen verübte seit Oktober 2021 insgesamt 175 Einbruchdiebstähle in der Schweiz und in Österreich.

  • Die Diebe brachen hauptsächlich in Firmen ein, mit dem Ziel, Kupfer in grossen Mengen zu stehlen.

  • Bis auf eine flüchtige Person konnten alle Personen festgenommen werden.

  • Ebenso konnte der Abnehmer des Metalls ermittelt und festgenommen werden.

Seit Herbst 2021 wurden in Vorarlberg (A) vermehrt Einbrüche in Betrieben verübt, wobei teilweise grosse Mengen an Kupfer und Altmetall gestohlen wurden. Im Zuge der durchgeführten Ermittlungen ergaben sich der Landespolizeidirektion Vorarlberg konkrete Tatzusammenhänge mit gleichartigen Einbruchsdiebstählen in den Schweizer Kantonen St. Gallen, Thurgau, Aargau, Luzern und Zürich. 

«Durch einen ständigen gegenseitigen Informationsaustausch und Spurenvergleich wurde festgestellt, dass eine vorerst unbekannte Gruppierung offensichtlich grenzüberschreitend aktiv ist», schreibt die Landespolizeidirektion Vorarlberg in einem Communiqué. Mehrere Einbrüche wurden hierzulande in metallverarbeitenden Firmen verübt, wobei auch Kleintransporter zum Transport des Altmetalls gestohlen wurden. Die Fahrzeuge konnten durch die österreichische Polizei gefunden und an ihre rechtmässigen Besitzer zurückgebracht werden.

Wurde bei dir oder an deinem Arbeitsplatz auch schon eingebrochen? 

Diebe konnten bis auf eine Person festgenommen werden

Dank der Zusammenarbeit mit Polizeikorps der Schweiz richtete sich schliesslich ein Verdacht gegen eine rumänische Tätergruppe. «Die Mitglieder dieser Gruppierung im Alter zwischen 30 und 51 Jahren konnten festgenommen und in die Justizanstalt Feldkirch eingeliefert werden, einer der Diebe ist jedoch noch flüchtig», so die Vorarlberger Polizei. Die Diebesbande verübte insgesamt 175 Einbrüche. «Dabei entstand ein Gesamtschaden von über 1,2 Millionen Euro.»

Die Kantonspolizei St. Gallen bestätigt gegenüber 20 Minuten, dass die Ermittlungen aktuell in der Schweiz noch am Laufen sind. «Am Verfahren ist die Kantonspolizei St. Gallen führend beteiligt. Es ist noch nicht abgeschlossen. Der rumänischen Gruppierung werden aber im ganzen Kanton etwas über 50 Tatbestände zur Last gelegt. Die gestohlenen Güter kommen zusammen auf einen Wert von circa 500'000 Franken. Der entstandene Schaden beläuft sich auf knapp 200'000 Franken», sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, gegenüber 20 Minuten.

Zwei Porsche bei Hehler sichergestellt

Ein österreichischer Altmetall-Kleinhändler aus Götzis (A) konnte als Abnehmer ermittelt werden. «Der Mann wird beschuldigt, von den Dieben Kupfer und Altmetall im Wert von circa 220’000 Euro abgekauft zu haben», heisst es im Schreiben der Landespolizeidirektion Vorarlberg weiter. Der Kleinhändler ist geständig, Kupfer und Altmetall erworben und gewinnbringend weiterverkauft zu haben, bestreitet jedoch die grosse Menge.

Bei Hausdurchsuchungen bei den Firmen- und Privatadressen des Mannes konnten ein Porsche Panamera und ein Porsche Carrera 911 sowie 69’000 Euro Bargeld sichergestellt werden. Zudem konnten gefälschte Dokumente und Bankunterlagen sichergestellt werden, welche eine hohe Liquidität des Abnehmers beweisen sollten. Er sitzt wegen Verdachts auf Hehlerei und schweren Betrugs in Haft. 

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