Schöne Bescherung: Diebesbanden auf Weihnachtsmärkten
Aktualisiert

Schöne BescherungDiebesbanden auf Weihnachtsmärkten

Sie schlagen zu, wenn Herz und Tasche weit geöffnet sind: Taschendiebe machen auf den Weihnachtsmärkten fette Beute.

von
Deborah Sutter
Professionelle Taschendiebe nutzen die weihnachtliche Einkaufshektik.

Professionelle Taschendiebe nutzen die weihnachtliche Einkaufshektik.

In Wien eine ganze bulgarische Familie, in Hamburg drei Bulgarinnen und gestern in Basel vier Rumänen: Die Polizei steht derzeit in ganz Europa im Kampf gegen Diebesbanden, die sich die vorweihnachtliche Einkaufshektik zunutze machen. «Die Weihnachtsmärkte bieten mit ihrem unübersichtlichen Gedränge generell eine gute Gelegenheit für Diebe. Zudem haben viele Leute in der Weihnachtszeit Geld für Geschenke in den Portmonnaies und sind mit Einkaufstüten beladen», so die Sprecherin der Kapo Bern, Corinne Müller.

Um den Banden das Handwerk zu legen, sind eigens für den Weihnachtsmarkt im Zürcher Hauptbahnhof zusätzliche Kameras installiert worden, wie Stefan Dübi, Pressesprecher des Christkindlimarkts, erklärt. Auch die Standbetreiber halten die Augen offen: «Vor allem ältere Kunden, die sich ein derartiges Gedränge nicht gewohnt sind, weise ich darauf hin, dass sie ihr Portemonnaie gut verstauen sollten», sagt eine Verkäuferin.

Wie gross das Problem ist, zeigen die Zahlen: «Allein in den letzten Wochen haben wir 15 Taschendiebe festgenommen», so Klaus Mannhart, Sprecher der Kapo Basel. «Das sind keine Gelegenheitsdiebe, sondern Profis. Diese Leute werden in Roma-Camps ausgebildet, wo das Trickdieb-Wissen von Generation zu Generation weitergegeben wird.»

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