Späte Reue: Diebesgut taucht 15 Jahre später wieder auf
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Späte ReueDiebesgut taucht 15 Jahre später wieder auf

Ein Unbekannter klaute vor 15 Jahren in einem Zürcher Geschäft einen Bass. Nun hat das Instrument zurück zu seinem ursprünglichen Besitzer gefunden.

von
tam
Dieser Bass wurde vor 15 Jahren gestohlen und vor wenigen Tagen per Post an den rechtmässigen Besitzer geschickt.

Dieser Bass wurde vor 15 Jahren gestohlen und vor wenigen Tagen per Post an den rechtmässigen Besitzer geschickt.

Vor 15 Jahren war das Geschäft Basscenter von Gabriel Pellizzola noch in Zürich-Altstetten. Damals stahl ein Unbekannter den teuersten Bass, den Pellizzola im Laden hatte. «Ladendiebstähle kommen immer wieder vor. Dieser tat aber besonders weh», sagt Pellizzola.

Wer das Instrument der renommierten amerikanischen Marke Fodera mitlaufen liess, fand der heute 70-jährige Geschäftsinhaber nie heraus. Er schrieb den Wert von ungefähr 8000 Franken ab. Später zügelte er sein Geschäft nach Schlieren. Er glaubte nicht daran, dass er den Bass jemals wieder in den Händen halten würde.

Dieb bleibt unbekannt

Doch so sollte es kommen. Vor einigen Tagen hat der Pöstler ein Paket bei Pellizzola abgeliefert. «Es sah aus wie eine Lieferung aus China mit viel Styropor und viel Klebeband», sagt er. Als er das Paket öffnete, sah er den vor 15 Jahren gestohlenen Bass mit einem Begleitbrief.

Im Schreiben stand: «Nach langem Umweg findet der Bass nun endlich zu Ihnen zurück.» Unterzeichnet hat die Zeilen ein gewisser «D. Kläui». Wer sich dieses Pseudonym gegeben hat, weiss Pellizzola nicht. Die als Absender angegebene Adresse sei nicht korrekt.

«Ich hoffe, dass der Dieb sein Gewissen beruhigen konnte»

«Es ist mir ein Rätsel, warum der Dieb seine Tat nach so vielen Jahren bedauert», sagt der Italiener. Er hoffe, dass dieser sein schlechtes Gewissen beruhigen konnte. «Eine Entschuldigung würde ich sofort annehmen.»

Wie es aussieht, wurde das Instrument gebraucht. Einige Einstellhebel sind abgebrochen und auf der Rückseite hat es einige Dellen. Einen Käufer für den revidierten Bass hat Pellizzola bereits: «Weil der Preis in der Zwischenzeit gestiegen ist, kann ich das Instrument sogar teurer verkaufen.»

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