Aktualisiert

Studentenproteste in Kalifornien«Dies sind Kriminelle, keine Aktivisten»

Auch im US-Bundesstaat Kalifornien wird wegen der Erhöhung der Studiengebühren auf die Strasse gegangen. Bei Protesten ist es an der kalifornischen Elite-Universität Berkeley zu weiteren Ausschreitungen und Verhaftungen gekommen.

Mehrere Dutzend Demonstranten schlugen Fenster am Haus des Universitätsrektors ein und warfen brennende Fackeln hinein. Acht Festgenommenen droht eine Anklage wegen Vandalismus und Bedrohung, berichtete der «San Francisco Chronicle» am Sonntag.

«Dies sind Kriminelle, keine Aktivisten», sagte Rektor Robert Birgeneau über den nach seinen Worten «sehr furchterregenden und gewalttätigen» nächtlichen Angriff. Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger warnte, dass «jegliche Art von Terrorismus» scharf verfolgt werde. Auch einige Studentengruppen verurteilten das gewalttätige Vorgehen der Demonstranten.

Seit Mitte November ist es in Berkeley und an anderen kalifornischen Universitäten zu schweren Protesten gekommen. Tausende demonstrierten gegen massive Gebührenerhöhungen, Entlassungen und ein verringertes Kursangebot.

Nach Kürzung der staatlichen Zuschüsse will die University of California nun die Gebühren für das Grundstudium um rund 30 Prozent anheben. Damit kommen auf die Studenten im Jahr über 10 000 Dollar allein an Studiengebühren zu.

Der Anstieg wurde mit dem Wegfall von über einer Milliarde Dollar an staatlichen Mitteln seit 2008 begründet. An den zehn staatlichen Hochschulen der University of California sind über 200 000 Studenten eingeschrieben.

(sda)

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