Die besten Autoklimaanlagen

Wie auch die Autoleistungen selbst unterscheiden sich auch die Leistungen der Klimaanlagen.

Wie auch die Autoleistungen selbst unterscheiden sich auch die Leistungen der Klimaanlagen.

Tesla
Publiziert

HitzeDiese 10 Autos überzeugen mit ihren Klimaanlagen

Die Sommerhitze sorgt für rote Köpfe – auch im Auto. Abhilfe schafft die Klimaanlage. Deren Leistungen unterscheiden sich jedoch wie jene der Fahrzeuge selbst. Die folgenden zehn Modelle – okay, neun – punkten dabei besonders.

von
Fabio Simeon / A&W Verlag

10 – Bugatti Chiron

Bugatti

Wer auf der Rennstrecke mit bis zu 400 km/h unterwegs ist, muss die Aggregatstemperatur im Griff haben und zeitgleich selbst einen kühlen Kopf bewahren. Damit dies gelingt, haben Bugattis Ingenieure für den Chiron ein neues Kühlsystem entwickelt. Dieses soll den Kundenwünschen nachkommen und die gewünschte Cockpittemperatur möglichst schnell erreichen, ohne dabei die Motorengeräuschkulisse zu stören. Möglich macht dies ein extra dafür entwickeltes Kühlsystem, welches mit seiner Leistung in der Lage wäre, eine 80-Quadratmeter-Wohnung zu temperieren.

09 – Volvo XC 90 Recharge

Volvo

Auf der Rennstrecke dürfte der Volvo XC 90 Recharge wohl gegen einen Chiron das Nachsehen haben. In puncto «schnell kühlen» ist der hochbeinige Schwede aber ein ernst zu nehmender Gegner. Kaum ein Fahrzeug kühlt oder wärmt die Luft schneller als das Plug-in-Hybrid-SUV. Speziell: Die eingestellte Temperatur im Fahrzeuginnenraum entspricht der körperlich wahrgenommenen Temperatur. So erfasst ein Sensor, auf welcher Fahrzeugseite die Sonneneinstrahlung stärker wirkt und gleicht diese durch eine kühlere Luftzufuhr aus. Zudem verfügt der grösste Volvo über eine Vier-Zonen-Klimatisierung. Sie erlaubt das separate Bestimmen der Temperaturen für den linken und rechten sowie den vorderen und hinteren Fahrzeugbereich. Übrigens: Bei Bedarf kann die Klimaanlage zur Kühlung des Mediasystems im Center Display verwendet werden. In einem solchen Fall wird im Fahrerdisplay die Benachrichtigung «Klimasystem Kühlung des Infotainmentsystems» angezeigt.

08 – Hyundai Tucson

Hyundai

Mit dem neuen Hyundai Tucson rollen gleich drei neue Technologien für eine bessere Luftqualität vom Band. Die offensichtlichste trägt den Namen «Multi-Air-Modus». Sie ist eine Kombination aus im Armaturenbrett verbauten direkten und indirekten Luftdüsen. Die Anordnung garantiert bei gleichbleibendem Gesamtvolumen der bewegten Luft eine signifikante Reduktion der Luftströmung und ein spürbar angenehmeres Raumklima. Gleichzeitig visualisiert ein Feinstaub-Indikator die Qualität der Raumluft und gibt Auskunft darüber, wie stark der Innenraum mit den Feinstaubpartikeln der Grössenordnung PM 2,5 belastet ist. Ab 36 Mikrogramm pro Kubikmeter startet der Tucson automatisch eine Luftreinigung. Zu guter Letzt beugt die Funktion «After Blow» der Ansiedlung von Bakterien und Pilzen in der Klimaanlage vor, indem sie das nicht auf natürliche Weise abgeflossene Kondenswasser zehn Minuten lang trocken bläst.

07 – Genesis GV80

Genesis

Eine asiatische Luxusmarke in Europa zu integrieren, schien bis zum Genesis-Auftritt ein schier unmögliches Vorhaben. Wir haben den GV80, das Flaggschiff der Hyundai-Tochter, während einer Woche getestet. Geblieben sind uns vor allem seine noblen Gegebenheiten zu den fast unschlagbaren Preisen sowie die Klimasteuerung. Klingt ulkig, ist aber so. Denn: Während Knöpfe und Drehregler der Bedieneinheiten aus ästhetischen Gründen immer öfter Touchflächen oder Ähnlichem weichen müssen, setzt die junge Marke auf Altbewährtes. So lassen sich die zahlreichen Klimafunktionen über direkt wirkende Tasten und gut greifbare Drehregler bedienen. Dazu kommt ein kleines Display für den Überblick. Unser Testfahrzeug fuhr mit dem «Luxus»-Paket vor. Dieses beinhaltet temperier-technisch belüftete und heizbare Ledersitze, eine separate Klimaautomatik für den Fond – inklusive Sitzheizung – und ein beheizbares Lenkrad.

06 – BMW M440i xDrive

BMW

Wie der Volvo XC 90 Recharge verfügt auch der BMW M440i xDrive über elektrische Schützenhilfe. Zwar ist diese weniger stark, trotzdem ermöglicht es die zusätzliche E-Power, bereits kurz nach dem Start kühle Luft durch den Innenraum des sportlichen Coupés strömen zu lassen. Dabei sind die mittleren Belüftungsdüsen unterhalb des Touch-Displays überraschend tief positioniert, was eine anfänglich gewöhnungsbedürftige Temperierung des Bauch- und Schossbereichs mit sich zieht. Spätestens im Hochsommer und vor allem in dunklen Hosen wird die ungewohnte Platzierung aber zum Genuss. Damit das Oberstübchen nicht überhitzt, sind die äusseren Belüftungsdüsen etwas höher montiert.

05 – Mercedes-Benz EQS

Daimler AG

Seit Jahren setzt die S-Klasse neue Massstäbe – auch in puncto Klimatisierung. Daran will das elektrische Pendant «EQS» anknüpfen. Gegen Aufpreis lassen sich in der E-Limo mittels «Thermotronic» für alle vier Passagiere «autarke Klimazonen» einrichten – standesgemäss mit eigenen Steuerungseinheiten und einem Raumduft. Allergiker oder Asthma-Patienten erfreuen sich besonders am Innenraum-Luftfilter. Er reduziert das Einströmen von Pollen, Staub- und Russpartikeln. Falls trotz des Aktivkohlenfilters «erhöhte» Schadstoffwerte auftreten, schaltet das System automatisch auf den Umluftbetrieb. Gleiches geschieht – auch serienmässig – wenn das GPS-System eine Tunneldurchfahrt erkennt. Obschon die Klima-Performance während der Fahrt überzeugt, muss festgehalten werden, dass der EQS idealerweise während des Ladens temperiert wird. So lassen sich über die App oder das Infotainmentsystem detaillierte Klimawünsche speichern, welche sich bis auf die Sitztemperatur bei der geplanten Abfahrtszeit bestimmen lassen und keinerlei Reichweite kosten.

04 – Skoda Octavia

Skoda

Auch der Skoda Octavia lässt Allergiker (und deren Angehörige) aufatmen: Mit dem Air-Care-System verbannt der Kombi bis zu 99 Prozent der Pollen aus dem Fahrzeug. Wenn man bedenkt, dass ein Nieser im Auto bei Tempo 50 rund 30 Meter Blindflug bedeutet, erhöht die Luftaufbereitung vor allem bei Allergikern die Fahrsicherheit deutlich. Wichtig für saubere Luft im Fahrzeuginneren sind auch die Innenraumfilter. Sie erfüllen drei Funktionen gleichzeitig: Sie fangen Partikel auf, wirken antibakteriell und können unangenehme Gerüche absorbieren. Optimal gelingt das aber nur, wenn die Filter regelmässig gewechselt werden.

03 – Range Rover Sport

Range Rover

Der neue Range Rover Sport bringt vieles mit, was Auto-Enthusiasten gefällt. Beim Stichwort «Klima» punktet das SUV durch das eigene Kühlsystem. Dieses erhöht und senkt die Temperatur im Innenraum sowie jene der vier Sitze rekordverdächtig zügig. Dabei geschieht die Gradregelung in Form einer Markentradition: Mit den edel verarbeiten Drehschaltern lassen sich neben der gewünschten Raumtemperatur mittels Drück- und Ziehfunktion auch die Stühle temperieren. Dabei gehen Funktion und Form Hand in Hand, was bei der Klimabedienung heutzutage kaum mehr vorkommt – Platz 3.

02 – Packard Super Eight Touring Sedan

Sergey Kohl - stock.adobe.com

Kurzer Exkurs: Wie so viele Innovationen der Autoindustrie in den 30er-Jahren debütiert auch die erste Klimaanlage für Fahrzeuge in Amerika. Das erste in Serie produzierte Auto mit Kühlsystem kam 1939 mit dem Packard Super Eight Touring Sedan. Der neuartige «Weather Conditioner» war gegen einen Aufpreis von 279 Dollar erhältlich. Allerdings mussten die Käufer für dessen Installation ein zweites Werk aufsuchen. Zudem schränkte die sperrige Anlage das Platzverhältnis im Kofferraum stark ein und kannte keine Stufen. Dementsprechend schleppend verkaufte sich die Erfindung. Trotzdem gilt der bei Staatsoberhäuptern und Gangsterbossen gleichermassen beliebte Achtzylinder-PKW als Klima-Pionier und sicherte sich so Platz 2.

01 – Tesla Model 3

Tesla

Vor rund vier Jahren erreichte Tesla-Chef Elon Musk eine Nachricht per Twitter: «Kannst du bitte einen Hunde-Modus in den Tesla Model 3 integrieren? Dabei sollten Musik und die Klimaanlage laufen und gleichzeitig eine Nachricht für Passanten auf dem grossen Zentralbildschirm erscheinen, welche auf den klimatisierten Innenraum und ein baldiges Rückkehren der Besitzer hinweist.» Nicht ganz 24 Stunden später staunte der Absender der Nachricht nicht schlecht, als ihm Musk ein simples «Ja» zukommen liess. Gesagt, getan: Rund drei Monate später präsentierte der Autobauer aus Kalifornien den neuen Überwachungsmodus «Sentry» – inklusive «Dog Mode». Dieser erfüllt alle vom Twitter-User gewünschten Funktionen. Damit kein Vierbeiner jemals wieder in einem Tesla-Model vor die Hunde geht, wurde das System markentypisch und unkompliziert per Over-the-Air-Update eingeführt und für alle Modelle verfügbar gemacht. So viel «Tierliebe» verdient Platz 1.

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