Corona-Risikoländer: Diese 15 Länder gehören eigentlich auch auf die Quarantäne-Liste
Aktualisiert

Corona-RisikoländerDiese 15 Länder gehören eigentlich auch auf die Quarantäne-Liste

Der Bund hat vor zwei Wochen eine Liste mit 29 Corona-Risikoländern veröffentlicht. Weil sich aber die Situation in einigen Staaten inzwischen verschlimmert hat, sollte die Liste nun angepasst werden.

von
Karin Leuthold
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Wer diesen Sommer verreisen will, muss sich also genau überlegen, wohin es gehen soll.

Wer diesen Sommer verreisen will, muss sich also genau überlegen, wohin es gehen soll.

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Ab 6. Juli müssen sich Reisende aus Risikoländern 10 Tage in Quarantäne begeben.

Ab 6. Juli müssen sich Reisende aus Risikoländern 10 Tage in Quarantäne begeben.

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Zudem können für Mitarbeiter, die in ein Risikoland reisen und in Quarantäne müssen, keine Taggelder beantragt werden. Das könnte Mitarbeiter teuer zu stehen kommen.

Zudem können für Mitarbeiter, die in ein Risikoland reisen und in Quarantäne müssen, keine Taggelder beantragt werden. Das könnte Mitarbeiter teuer zu stehen kommen.

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Darum gehts

  • Die Liste der Risikoländer des BAG enthält 29 Länder.
  • Sie wurde Anfang Juli erstellt.
  • Inzwischen gibt es aber weitere 15 Länder, in denen es mehr als 60 Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner gibt.

29 Länder listet der Bund als problematisch auf. Das heisst: Wenn eine Person aus einem dieser Länder in die Schweiz zurückkehrt, muss sie sich in den nächsten 48 Stunden bei den Behörden ihres Kantons melden. Den Reisenden droht eine zehntägige Quarantäne.

Doch die Liste des Bundesamt für Gesundheit sollte um einiges länger sein, schreibt das «SRF». Denn sie wurde Anfang Juli erstellt, doch die epidemiologische Situation in einzelnen Staaten ändere sich konstant.

So müssten aktuell weitere Länder auf die Quarantäne-Liste kommen, in denen der vom Bund vorgegebene Grenzwert von 60 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner in den letzten 14 Tagen überschritten wurde. Zu diesen 15 Ländern gehören:

  • Äquatorialguinea
  • Bosnien und Herzegowina
  • Costa Rica
  • Ecuador
  • Guatemala
  • Jungferninseln (USA)
  • Kasachstan
  • Kirgistan
  • Luxemburg
  • Puerto Rico
  • Malediven
  • Mexiko
  • Montenegro
  • Seychellen
  • Vereinigte Arabische Emirate

Die komplette Liste mit den veränderten Grenzwerten gegenüber vergangener Woche veröffentlichte das SRF auf seiner Website.

Montenegro ist ab sofort neu auf der Quarantäne-Liste der Deutschen

Dass regelmässige Anpassungen der Quarantäne-Liste möglich – und nötig sind – zeigt unser Nachbar: Das deutsche Innenministerium gab am Donnerstag bekannt, dass es Montenegro wieder von der Liste der sicheren Corona-Drittstaaten gestrichen habe.

Ab Mitternacht gestattet Deutschland damit die unbeschränkte Einreise aus Drittstaaten ausserhalb der EU nur noch für sieben Staaten: Australien, Georgien, Kanada, Neuseeland, Thailand, Tunesien und Uruguay. Begründet wird die Rücknahme von Montenegro mit dem erhöhten Infektionsgeschehen in dem Westbalkan-Land.

Schweiz lockert Beschränkungen

Die Schweiz lockert die Einreisebestimmungen für 21 Staaten. Aus diesen Ländern ist die Einreise ab Montag unter den Voraussetzungen erlaubt, wie sie vor der Corona-Pandemie gegolten haben. Laut dem Staatssekretariat für Migration (SEM) werden die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen für Algerien, Australien, Kanada, Georgien, Japan, Marokko, Neuseeland, Ruanda, Südkorea, Thailand, Tunesien und Uruguay aufgehoben. Gleiches gilt für fünf EU-Länder ausserhalb des Schengen-Raums, nämlich Kroatien, Bulgarien, Irland, Rumänien und Zypern sowie für Andorra, Monaco, San Marino und Vatikan.

Für alle anderen Staaten, darunter beispielsweise die USA, gelten weiterhin Einreisebeschränkungen. Montenegro bleibt ebenfalls auf der Risikoliste.

Unabhängig von den Einreisebeschränkungen hat die Schweiz Quarantänebestimmungen erlassen. Sie gelten für Menschen, die aus Gebieten oder Ländern mit hohem Infektionsrisiko in die Schweiz einreisen. Auf dieser vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) geführten Liste stehen unter anderem Schweden und Serbien.

Deine Meinung

221 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

_RF

17.07.2020, 22:22

Wieso wird immer nur von den Fallzahlen (Infektionen) berichtet? Wäre es nicht aufschlussreicher, wenn die Anzahl hospitalisierte Fälle kommuniziert würde?

Zaungast

17.07.2020, 21:47

Wenn die Regierungen schnallen das mehr Tests auch mehr "neue Fälle" gibt und sie dann auf schwarze Listen kommen wird der Unsinn mit den neuen Fällen zählen von selber aufhören.

Freiheit

17.07.2020, 15:39

Fantastisch: Schweden hatte swischen Juli 1-14, 66 Fallen. Aber die letzte 14 tagen (zwischen Juli 3-16) 59 Fallen. Und es fällt jeden Tag, obwohl sie mehr testen.