Angela Merkel und Wladimir Putin - Zwei ziemlich schlechte Freunde
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Angela Merkel und Wladimir PutinZwei ziemlich schlechte Freunde

Sie kennen sich schon über zwanzig Jahre. Vertrauen prägt das Verhältnis zwischen der deutschen Kanzlerin und dem russischen Präsidenten aber auch nach all der Zeit nicht.

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Abschied mit Blumen in weiss und rosa vom «lieben Wladimir», wie die deutsche Kanzlerin den russischen Präsidenten Putin nannte. Er …

Abschied mit Blumen in weiss und rosa vom «lieben Wladimir», wie die deutsche Kanzlerin den russischen Präsidenten Putin nannte. Er …

via REUTERS
… empfing sie im prächtigen Grossen Kremlpalast  – «ob aus Gründen des Schutzes vor der Pandemie oder aus besonderer Wertschätzung», so die «NZZ». 

… empfing sie im prächtigen Grossen Kremlpalast – «ob aus Gründen des Schutzes vor der Pandemie oder aus besonderer Wertschätzung», so die «NZZ».

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Angela Merkel besuchte Moskau wohl zum letzten Mal als Kanzlerin.  Es war ihr 20. Besuch bei Dutzfreund Wladmir Putin. Beiden dürfte das besonders bewusst gewesen sein, …

Angela Merkel besuchte Moskau wohl zum letzten Mal als Kanzlerin. Es war ihr 20. Besuch bei Dutzfreund Wladmir Putin. Beiden dürfte das besonders bewusst gewesen sein, …

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Wenige Staats- und Regierungschefs kennen sich so gut wie die Politik-Veteranen Angela Merkel und Waldimir Putin. Das heisst nicht, dass ihre Beziehung von besonderem Vertrauen geprägt gewesen wäre – wie ihr der Bildstrecke entnehmen könnt.

Jetzt, wo Merkel nach 16 Jahren Amtszeit als Kanzlerin nicht mehr antritt, fällt die Bilanz ihrer politischen Erfolge aus der Zusammenarbeit mit Putin nicht nur positiv aus, zumindest nicht im eigenen Land.

«Keine Antwort auf das geopolitische Machtspiel gefunden»

So sei es «Merkel nicht gelungen, eine westliche Antwort auf das geopolitische Machtspiel und die gezielten Fake-News-Kampagnen Russlands zu entwickeln, die unser Wertesystem nachweislich stark beschädigen», kritisierte etwa der FDP-Aussenexperte Alexander Graf Lambsdorff.

Merkel selbst verwies auf die grossen Differenzen in der langjährigen Beziehung. Sie und Putin hätten «auch glaube ich, ein bisschen etwas bewegen können». Auch nach ihrem Abschiedsbesuch in Moskau letzte Woche bleibe sehr viel zu tun.

Da hat die gebürtige Ostdeutsche recht: Ob die Annexion der Krim, der Giftanschlag auf den Oppositionellen Alexej Nawalny, die Repressionen der Zivilgesellschaft oder die Truppenkonzentration an der Grenze zur Ukraine – die Beziehungen zwischen Europa und Russland sind auch zum Ende ihrer langen Amtszeit zerrüttet geblieben.

(gux)

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