Diese 5 Songs sind mindestens so problematisch wie «Layla»

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Ob von Sido oder UsherDiese 5 Songs haben wie «Layla» eine Sexismusdebatte ausgelöst

Der Ballermann-Hit wird von vielen Hörerinnen und Hörern als sexistisch angesehen – doch dabei handelt es sich um keinen Einzelfall. Auch zahlreiche Radioknaller gehören dazu.

von
Sabeth Vela
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Haben gerade den umstrittensten Song des Jahres herausgebracht: DJ Robin (26) und Schürze mit «Layla». Damit sind die beiden aber längst nicht die Einzigen.

Haben gerade den umstrittensten Song des Jahres herausgebracht: DJ Robin (26) und Schürze mit «Layla». Damit sind die beiden aber längst nicht die Einzigen.

Instagram/djrobin1996
Auch Flo Rida (42) wurde im Jahr 2012 heftig für seinen Hit «Whistle» kritisiert, in dem er einer Frau erklärt, wie man einen richtigen Blowjob gibt.

Auch Flo Rida (42) wurde im Jahr 2012 heftig für seinen Hit «Whistle» kritisiert, in dem er einer Frau erklärt, wie man einen richtigen Blowjob gibt.

Instagram/7official_flo
Ähnlich kritische Texte hatte auch Usher (43). In «If I Want to» sang der 43-Jährige von nicht-einvernehmlichem Sex.

Ähnlich kritische Texte hatte auch Usher (43). In «If I Want to» sang der 43-Jährige von nicht-einvernehmlichem Sex.

Instagram/usher

Darum gehts

  • «Layla» ist der meistumstrittenste Song des Jahres. 

  • Darin besingen DJ Robin (26) und Schürze «Layla» und bezeichnen sie als «schöner, jünger, geiler».

  • Dies führte zu heftiger Kritik und der Ballermann-Hit wird von vielen als sexistisch angesehen.

  • Damit ist er aber längst nicht der Einzige – hier eine Übersicht von fünf Liedern, die mit ihren Texten ähnlich vulgär Frauen besingen.

Der Ballermann-Song «Layla» von DJ Robin (26) und Schürze ist der meistdiskutierte Sommerhit dieses Jahres. Darin wird eine Layla als «Puffmama» besungen, die «schöner, jünger, geiler» sei. Einige Radios liessen den Song aus dem Programm streichen, weil sie den Text zu sexistisch finden. Sexismus in der Musikszene ist aber bis heute keine Seltenheit – hier eine Übersicht von fünf sexistischen Songs, die «Layla» fast schon harmlos aussehen lassen.

«Blurred Lines» – Robin Ticke ft. T.I. und Pharrell Williams

Einer der meistkritisierten Songs, wenn es um Sexismus geht, ist «Blurred Lines» von Robin Ticke und Pharrell Williams. Lyrics wie: «Ich hasse diese Ungewissheit, ich weiss ja, dass du es willst» und «So, wie du mich anpackst, willst du bestimmt schmutzige Sachen machen, du bist ein gutes Mädchen», sorgten schon bei der Veröffentlichung im Jahr 2013 für Entsetzen. Bis heute hat sich daran nichts geändert. So sagt eine Umfrageteilnehmerin gegenüber der deutschen Ausgabe von «Buzzfeed»: «Ich hasse ‹Blurred Lines› so sehr. Dieses ekelhafte Lied handelt von nicht-einvernehmlichem Geschlechtsverkehr und wird immer noch überall gespielt. Das bringt mein Blut zum Kochen.» 

«If I Want to» – Usher

Ähnlich aufwühlend ist auch der Text von Ushers Song «If I Want to». Auch er verherrlicht mit Zeilen wie: «Mir ist es relativ egal, wie lange du schon mit deinem Typen zusammen bist. Es ist nur eine Frage der Zeit, bevor du mein bist» und «Ich will mich klar ausdrücken, damit es keine Missverständnisse gibt: Ich bekomme, was ich will, wann ich es will», nicht-einvernehmlichen Sex. Zudem beleidigt er in dem Lied die Protagonistin als «Schla***», weil sie ihm einen Korb gibt und nicht mit ihm schlafen will.

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«Whistle» – Florida

Er stieg direkt auf Platz 1 ein und hielt sich satte 33 Wochen in der offiziellen Schweizer Hitparade. Der Song «Whistle» von Flo Rida aus dem Jahr 2012. Trotz – oder auch wegen – des Erfolges bekam der Song heftige Kritik ab. Im Song erklärte der 42-Jährige nämlich, wie Frauen Männer richtig oral befriedigen sollen: «So talentiert mit deinen Lippen, als ob du Kerzen ausblasen würdest. Kannst du meine Pfeife blasen, Baby?» Der Song wird auch heutzutage noch auf Twitter diskutiert und Anfang Woche schrieb ein User auf der Plattform: «Je mehr ich darüber nachdenke, umso absurder finde ich es, wie viel der Song ‹Whistle› dazumal im Radio gespielt wurde.» Weiter meint sie: «Wie hat es DAS ins Popradio geschafft?»

«Strip für mich» – Sido ft. Kitty Kat

In seiner Anfangszeit gab es kaum einen Song von Sido, in dem das Wort «Fot*e» nicht fiel. Schon dazumal wurde der Rapper heftig für seine Zeilen kritisiert. Dabei wurden oft Lyrics wie: «Sie hats drauf, die geile Sau. Sie spreizt die Lippen weit und ich guck mitten rein, noch ein Schein und dann tanzt sie Breakdance auf meinem dritten Bein» beklagt. Der Rapper hat aber im Laufe seiner Karriere bewiesen, dass man in der Rap-Szene auch ohne sexistische Ausdrücke Erfolg haben kann, und die Lieder des 41-Jährigen wurden über die Jahre hinweg immer harmloser. Heute ist der Musiker vor allem für Tracks wie «Mit Dir» und «Liebe» bekannt.

«Fame» – Fler

Auch Rapper Fler schaffte Anfang 2000er seinen Durchbruch in Deutschland. Ähnlich wie Sidos Texte waren auch die Lyrics des 40-Jährigen stark umstritten. So sang er etwa im Track «Fame»: «Will keine Frauen, ich will Hoes. Sie müssen blasen wie Pros.» Doch auch Flers Lieder scheinen heute etwas zahmer geworden zu sein. Obwohl der Musiker noch regelmässig Kraftausdrücke benutzt, haben seine sexistischen Bezeichnungen für Frauen stark nachgelassen.

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Hier findest du Hilfe:

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