Tipps: Diese 6 Punkte sind beim Arbeitsvertrag wichtig
Aktualisiert

TippsDiese 6 Punkte sind beim Arbeitsvertrag wichtig

71 Prozent der Schweizer Firmen möchten derzeit neue Mitarbeiter einstellen. Vor der Unterschrift sollten Bewerber den Arbeitsvertrag aber genau durchlesen.

von
kwo
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Bevor man den Arbeitsvertrag unterschreibt, sollte man ihn gut durchlesen.

Bevor man den Arbeitsvertrag unterschreibt, sollte man ihn gut durchlesen.

Ansonsten kann es nach dem Stellenantritt zu bösen Überraschungen kommen.

Ansonsten kann es nach dem Stellenantritt zu bösen Überraschungen kommen.

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Ist im Vertrag alles ganz genau festgehalten, so steht dem erfolgreichen Start in den neuen Job nichts mehr im Weg.

Ist im Vertrag alles ganz genau festgehalten, so steht dem erfolgreichen Start in den neuen Job nichts mehr im Weg.

Die Freude über die Zusage nach einem Job-Interview ist meist gross. Doch bevor man die Unterschrift unter den neuen Arbeitsvertrag setzt, sollte man diesen gut lesen. Ziel des Schriftstücks sollte sein, die gegenseitigen Anforderungen und Wünsche vor Jobantritt zu klären. Die Personaldienstleister von Robert Half erklären, welche Punkte man beim Arbeitsvertrag beachten sollte.

1. Form des Vertrags

Wie ein Arbeitsvertrag genau aussehen muss, ist nicht vorgeschrieben. Mit Ausnahme von Lehrverträgen kann er auch mündlich vereinbart werden. Für Arbeitnehmer ist es aber besser, einen schriftlichen Vertrag abzuschliessen. Auch mündliche Zusatzabmachungen sind keine gute Idee. Diese sollten schriftlich in den Vertrag aufgenommen werden.

2. Jobtitel und Verantwortungen

Im Vertrag sollte der Jobtitel genannt und der Aufgabenbereich des Arbeitnehmers klar definiert sein. Je grösser dieser Bereich ist, desto höher ist die Flexibilität, die der Vorgesetzte im Zweifelsfall einfordern kann. Arbeitnehmer sollten daher prüfen, dass der Arbeitgeber ihnen laut Vertrag keine Aufgaben übertragen darf, die sie nicht ausführen wollen.

3. Arbeitsort

Im Arbeitsvertrag muss der Arbeitsort festgelegt werden. Erlaubt ist auch die Angabe mehrerer Orte oder eines Gebiets. Bei einer Firma mit mehreren Standorten sollte möglichst ein Ort festgelegt werden. Wird das vergessen, kann der Arbeitgeber den Wechsel zwischen den verschiedenen Standorten verlangen. Wer im Job viel reisen muss, sollte eine Breitschaft dazu schriftlich festhalten. Selbiges gilt auch fürs Home-Office.

4. Lohn und Entschädigung

Der Arbeitsvertrag sollte den Lohn und alle Zusatzleistungen beinhalten. Neben dem Gehalt sind also Zulagen wie Überstunden, 13. Monatslohn, Beiträge zur Pensionskasse oder ein Dienstwagen damit gemeint. Wenn Lohnerhöhungen vereinbart wurden, etwa nach der Probezeit, sollte dies auch aufgeschrieben werden.

5. Arbeitszeit und Ferien

Die Wochenarbeitszeit in der Industrie, für Büropersonal, technische Angestellte und Verkaufspersonal bei grossen Detailhändlern darf 45 Stunden nicht überschreiten. Ansonsten gilt eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von 50 Stunden. Mögliche Abweichungen wie die verpflichtende Übernahme von Überstunden sollten festgehalten werden. Das gilt zum Beispiel auch für die Festlegung fixer Präsenzzeiten. Wenn der jährliche Ferienanspruch nicht im Vertrag steht, stehen dem Arbeitnehmer nur die gesetzlich vorgeschriebenen vier Wochen zu bzw. bis zum vollendeten 20. Altersjahr fünf Wochen. Gesamtarbeitsverträge gewähren Personen ab 50 häufig einen höheren Ferienanspruch.

6. Konkurrenzverbot

Vorsicht vor Konkurrenzverboten! Vor dem Antritt sind sie schnell unterschrieben, können die weitere Karriere aber entscheidend beeinflussen. Das Konkurrenzverbot verbietet dem Arbeitnehmer nämlich nach Aufgabe des Jobs, für einen Dritten oder als Selbständiger in Konkurrenz zum ehemaligen Arbeitgeber zu treten.

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