Kampf gegen Food Waste in Kirchberg BE - Diese 6 Tonnen Kartoffeln sollen nicht zu Tierfutter werden
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Kampf gegen FoodwasteDiese 6 Tonnen Kartoffeln sollen nicht zu Tierfutter werden

Letztes Jahr wurde Familie Aeberhardt regelrecht überrannt. Auch in diesem Jahr hofft sie nun, tonnenweise Kartoffeln an Foodsaver verkaufen zu können.

von
Lucas Orellano
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Rund sechs Tonnen Kartoffeln suchen Abnehmer.

Rund sechs Tonnen Kartoffeln suchen Abnehmer.

Privat
Verkaufen tut sie die Familie Aeberhardt in Kirchberg BE.

Verkaufen tut sie die Familie Aeberhardt in Kirchberg BE.

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Sie will damit gegen Foodwaste kämpfen.

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Darum gehts

  • Sind Saatgut-Kartoffeln zu gross, können sie nicht mehr verwendet werden.

  • Sie sind aber sehr gut essbar. Deshalb führt die Familie erneut Verkaufstage durch.

  • «Wir haben Hoffnung, dass es auch dieses Jahr wieder gut laufen wird», sagt Vanessa Aeberhardt-Capelli.

Für die Familie Aeberhardt ist der Kampf gegen Foodwaste wichtig. «Auch dieses Jahr haben wir wieder tonnenweise übergrosse Kartoffeln zurücknehmen müssen», schreibt Vanessa Aeberhardt-Capelli darum in einem Beitrag auf Facebook. «Es würde uns extrem freuen, wenn unsere super leckeren ‹Härdöpfu› wieder zahlreiche Foodsaver erreichen können.»

Rund sechs Tonnen Kartoffeln lagern auf dem Hof der Familie in Kirchberg, wie Aeberhardt-Capelli zu 20 Minuten sagt. Eigentlich werden sie als Saatgut verkauft, können aber aufgrund der Grösse nicht mehr verwendet werden. Doch essbar sind sie ohne Probleme. «Sie schmecken sehr gut», sagt Vanessa Aeberhardt-Capelli zu 20 Minuten. «Und man kann sie für alle Zubereitungsarten verwenden.»

«Wurden regelrecht überrannt»

«Bisher haben wir die zu grossen Kartoffeln jeweils als Futter für unsere Kühe verwendet», so Aeberhardt-Capelli weiter. «Aber wir fanden das schade. Darum haben wir schon letztes Jahr Verkaufstage durchgeführt und wurden regelrecht überrannt.»

«Die Leute hatten grosse Freude, wir hatten letztes Jahr Menschen aus Luzern, Basel und aus dem Wallis, die bei ihren Freunden und bekannten Sammelbestellungen aufgenommen hatten. Auch einige Gastrobetriebe haben bei uns eingekauft. Die grösste Lieferung, die abgeholt wurde, waren 300 kg Kartoffeln aufs Mal.»

«Wir haben Hoffnung, dass es auch dieses Jahr wieder gut laufen wird.» Die beiden Verkaufstage finden am Freitag und Samstag (19. und 20. November) statt. Dieses Jahr sei es umso wichtiger, weil die Kartoffelernte witterungsbedingt sehr schlecht ausgefallen sei. «Da wäre es gleich doppelt schade, wenn wir Schweizer Kartoffeln wegwerfen», sagt Aeberhardt-Capelli.

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