NHL-Playoff ist schuld - Diese acht Nati-Stars werden an der Eishockey-WM in Lettland fehlen
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NHL-Playoff ist schuldDiese acht Nati-Stars werden an der Eishockey-WM in Lettland fehlen

Am 22. Mai beginnt für die Nati die WM in Riga. Noch ist nicht ganz klar, welche Spieler aus Übersee das Team von Trainer Patrick Fischer unterstützen werden.

von
Adrian Hunziker
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Nashvilles Captain Roman Josi wäre auch in der Nati gerne gesehen. Die Predators haben aber seit Samstag einen Playoff-Platz auf sicher. 

Nashvilles Captain Roman Josi wäre auch in der Nati gerne gesehen. Die Predators haben aber seit Samstag einen Playoff-Platz auf sicher.

AFP
Der Churer Nino Niederreiter (21) wird die WM mit der Nati definitiv verpassen. 

Der Churer Nino Niederreiter (21) wird die WM mit der Nati definitiv verpassen.

USA TODAY Sports
Nico Hischier ist in Riga mit am Start.

Nico Hischier ist in Riga mit am Start.

AFP

Darum gehts

  • Am 22. Mai bestreitet die Nati gegen Tschechien ihr erstes WM-Spiel.

  • Noch ist nicht klar, welche NHL-Söldner das Team verstärken.

  • Einige haben schon zugesagt, bei anderen ist die Teilnahme unsicher.

Kommt er oder kommt er nicht? Jedes Jahr stellt sich diese Frage vor der Eishockey-WM. Denn beinahe gleichzeitig beginnt in der NHL auch das Playoff – wann dieses heuer genau startet, steht aktuell noch nicht fest. Diejenigen Schweizer, die die K.O.-Runde verpassen, folgen meist dem Ruf des Nati-Trainers Patrick Fischer. Sofern es der Club oder die Vertragssituation zulässt.

Was dieses Jahr erschwerend hinzukommt, ist die Corona-Pandemie. Wegen der Quarantäne-Regeln mache eine Nachnomination in diesem Jahr kaum Sinn, sagte Nationalmannschaftsdirektor Lars Weibel gegenüber Keystone-SDA. So müssen die NHL-Teams der Schweizer das Playoff also verpassen, damit die Spieler an die WM fahren können. Die Nati beginnt das WM-Abenteuer mit ihrem Startspiel gegen Tschechien am 22. Mai. Die NHL-Stars reisen direkt von den USA nach Lettland, machen in der Schweiz also keinen Zwischenstopp – sie kommen in Riga am 15. Mai an. Die Nati fliegt am 13. Mai nach Lettland.

Wir haben eine Übersicht zusammengestellt, welche Nati-Stars an der WM dabei sind oder eben nicht.

WM-Teilnahme definitiv

Timo Meier: Ja, der Appenzeller wird die Nati in Riga verstärken, das bestätigte der 24-Jährige nach der 2:5-Pleite seiner San Jose Sharks gegen die Arizona Coyotes. Die Sharks werden das NHL-Playoff definitiv verpassen. Am Sonntag folgte die Bestätigung der Nati: Meier kommt!

Nico Hischier: Auch der Walliser wird mit den New Jersey Devils die K.O.-Phase in der NHL verpassen. Der 22-jährige Devils-Captain hat signalisiert, dass er mit an die WM möchte. Hischier hat noch Energie, er hat wegen Verletzungen in dieser Saison gerade mal 20 NHL-Partien bestritten. Wie Meier darf der Devils-Captain auch nach Riga fahren. New Jersey hat dem jungen Schweizer die Erlaubnis erteilt. 

Philipp Kurashev: 15 Skorerpunkte (acht Tore und sieben Assists, Stand 9. Mai) in seiner Rookie-Saison sind nicht schlecht. Er ist eine Option für Trainer Patrick Fischer, zumal sein Vertrag bei den Chicago Blackhawks noch weiterläuft. Nicht verwunderlich also die Meldung vom Sonntag, dass auch er definitiv zur Nati stösst.

Jonas Siegenthaler: Siegenthaler hat für kommende Saison hingegen noch keinen neuen Vertrag. Der 23-Jährige wurde erst kürzlich von den Washington Capitals zu den New Jersey Devils getradet, wo er wieder mehr spielte, bis ihn Corona aus dem Verkehr zog. Nun ist er wieder fit und wird die WM bestreiten. Dies bestätigt Swiss Ice Hockey.

WM-Teilnahme fraglich

Luca Sbisa: Der 31-Jährige trat bei den Predators in dieser Saison kaum in Erscheinung, spielte gerade mal eine Partie Ende Januar gegen die Stars. Nun hat Nashville den Sprung ins Playoff geschafft, er könnte als Reserve im Team behalten werden. Ende Saison wird sein Abenteuer NHL aber wohl definitiv zu Ende gehen. Er hatte zuletzt vermehrt Mühe, einen neuen Vertrag bei einem NHL-Club zu ergattern.

Der Spielplan der Nati an der WM

Gruppe A

  • 22. Mai, 19.15: Tschechien – Schweiz

  • 23. Mai, 19.15: Dänemark – Schweiz

  • 25. Mai, 19.15: Schweiz – Schweden

  • 27. Mai, 15.15: Schweiz – Slowakei

  • 29. Mai, 15.15: Schweiz – Russland

  • 30. Mai, 15.15: Weissrussland – Schweiz

  • 01. Juni, 11.15: Schweiz – Grossbritannien

  • ev. 03. Juni, 15.15/19.15: Viertelfinal

  • ev. 05. Juni, 13.15/17.15: Halbfinal

  • ev. 06. Juni, 14.15/19.15: Kleiner Final/Final

WM-Teilnahme unmöglich

Roman Josi: Eine starke WM ohne Captain Josi ist beinahe unvorstellbar. Die Schweizer Fans müssen sich aber damit abfinden, dass der WM-MVP von 2013 heuer fehlt. Denn seine Nashville Predators haben einen Playoff-Platz seit Samstag auf sicher – den letzten in der Central Division.

Nino Niederreiter: Die Carolina Hurricanes sind aktuell das beste Team der ganzen Liga. Niederreiter hat seinen Beitrag dazu geleistet, hat in 55 Spielen 20 Tore und 14 Assists gemacht. Den Hurricanes wird sogar der Stanley-Cup-Sieg zugetraut. Auf WM-Tore des Churers muss die Nati definitiv verzichten.

Kevin Fiala: Ähnlich stark unterwegs ist Fiala mit den Minnesota Wild. Der 24-Jährige hat sogar 40 Skorerpunkte (20 Tore und 20 Assists) in 49 Partien auf seinem Konto. Und auch die Wild stehen definitiv im Playoff.

Gaëtan Haas: Seine Edmonton Oilers absolvieren ebenfalls die K.O.-Phase. Haas kann zwar keine solch hohen Werte präsentieren, absolvierte aber trotzdem 33 Partien für die Oilers.

Pius Suter: 13 Tore und elf Assists in seiner Premieren-Saison für die Chicago Blackhawks in der NHL: starke Werte. Der 24-Jährige wäre eine willkommene Verstärkung für Patrick Fischer gewesen. Zwar verpassen die Blackhawks das Playoff. Weil sein Vertrag aber ausläuft, will Suter sich auf seinen Club fokussieren. Eine Verletzung an der WM wäre wohl zu viel des Risikos.

Yannick Weber: Zwar kommt der 32-jährige Romand bei den Pittsburgh Penguins nur selten zum Einsatz, aber der fünffache NHL-Champion spielt im Playoff und ist möglicherweise auf einen weiteren Verteidiger angewiesen, wenn es zu Verletzungen kommen sollte.

Dean Kukan: Zwar verpassen seine Columbus Blue Jackets das Playoff ganz klar, doch Kukan kann nicht nach Riga reisen. Der 27-jährige Verteidiger muss sich einer Operation unterziehen. Was genau betroffen ist, wurde nicht kommuniziert.

Denis Malgin: Zwar absolvierte der Solothurner in dieser Saison keine Partie für die Toronto Maple Leafs, sondern spielte leihweise in der Schweiz für Lausanne. Doch die Leafs haben den 24-Jährigen im Hinblick auf das Playoff zurückbeordert, er bekam also keine Freigabe für die WM.

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