Neue Preise: Diese Änderungen betreffen 2015 Ihr Portemonnaie
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Neue PreiseDiese Änderungen betreffen 2015 Ihr Portemonnaie

Das neue Jahr bringt keinen Geldsegen. Strom, Brot und Kaffee werden um einiges teurer. Das sind die wichtigsten Neuerungen und Aufschläge.

von
C. Landolt

Strompreise:

Weil am 1. Januar 2015 der Netzzuschlag für erneuerbaren Strom von 0,6 auf 1,1 Rappen pro Kilowattstunde erhöht wird, werden auch die Stromkosten steigen. Ein Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 4'500 kWh pro Jahr bezahlt im nächsten Jahr durchschnittlich 20,7 Rp./kWh. Das sind rund 5 Prozent mehr als 2014.

Lebensmittel:

Der Schweizerische ­Bäcker-Confiseurmeister-Verband (SBC) erwartet für 2015 einen Preisaufschlag von fünf Prozent über das gesamte Brotsortiment. Wegen Ernteausfällen drohen auch Honig, Nüsse und Olivenöl teurer zu werden. Der Kakaopreis erhöht sich und sogar die Olma-Bratwurst wird um 50 Rappen teurer und kostet neu 7,50 Franken.

Kaffee:

Schweizerinnen und Schweizer trinken durchschnittlich 1082 Tassen Kaffee pro Person und pro Jahr. Schon 2014 wurde der Preis für einen Café crème angehoben, für 2015 rechnet Cafetier Suisse erneut mit einer Preissteigerung.

Krankenkassenprämien:

Laut dem Branchenverband Santésuisse werden die Krankenkassenprämien 2015 im Durchschnitt um happige 4,5 Prozent aufschlagen.

Brief- und Paketkostenaufschläge:

Ab nächstem Jahr wird für die Geschäftskunden der Versand von Standardbriefen mit dem aufgedruckten Frankierstempel PP teurer. Der Aufschlag beträgt 67 Prozent. Um 3,3 bis 24 Prozent teurer wird auch die Streuung von unadressierten Werbebriefen.

Kreditkarten:

Die Wettbewerbskommission Weko hat eine Senkung der Verrechnungsgebühren für Kreditkarten erwirkt. Ab August 2015 sollen die Gebühren für Karten von MasterCard und Visa schrittweise von 0,95 Prozent auf 0,44 Prozent für den Handel sinken. Die Anpassung gilt nur für Transaktionen in der Schweiz. 60 Millionen Franken sollen so eingespart werden. Die Detailhändler versprechen, die Senkungen an die Kunden weiterzugeben.

Mieten:

Der mietrechtliche Referenzzinssatz bleibt erwartungsgemäss unverändert bei 2%. Der HEV Schweiz sowie die ZKB hält ein weiteres Absinken 2015 auf 1,75% möglich. Für Mieter bedeutete das zumindest theoretisch, dass die Wohnungen günstiger werden – um 3 Prozent.

Energie-Etikette:

Was bei vielen elektronischen Geräten bereits Standard ist, wird nun auch für Staubsauger eingeführt. Die Energieetikette gibt darüber Auskunft, wie laut ein Staubsauger ist, wie gut er reinigt und wie viel Staub beim Saugen hinten zum Gerät rausgeblasen wird. Auch Dunstabzugshauben und Backöfen müssen im Rahmen des EU-Energiesparziels mit einem Energy Label versehen werden.

Abend-GA:

Erstmals gibt es 2015 in einem Pilotversuch ein Abend-GA zu kaufen. Für 490 Franken (2. Klasse) kann man damit für ein halbes Jahr jeweils ab 19 Uhr bis Betriebsschluss auf dem gesamten Streckennetz fahren. Verkauft wird das Abend-GA von Anfang Februar bis Ende April.

Alkohol-Wegfahrsperre:

Der 3. Teil der Via Sicura tritt in Kraft. Wer einen Unfall verursacht, weil er betrunken war oder massiv zu schnell gefahren ist, muss für den Schaden aufkommen. Dasselbe gilt bei Drogen- oder Medikamentenmissbrauch am Steuer. Die Höhe des Betrages, den ein Unfallverursacher bezahlen muss, richtet sich nach dem Verschulden und nach seiner wirtschaftlichen Situation. Weitere Änderungen: Der Einsatz von Datenaufzeichnungsgeräten bei Rasern, denen der Führerausweis für mindestens zwölf Monate oder auf unbestimmte Zeit entzogen wurde. Und eine Alkohol-Wegfahrsperre für Personen, denen der Führerausweis auf unbestimmte Zeit wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand entzogen wurde.

- Produktsicherheit:

Die Hersteller und die Importeure müssen neu gewährleisten, dass ihre Produkte eine Angabe des Ursprungslandes tragen. Neben einer Typen-, Chargen- oder Seriennummer müssen auf den Produkten auch der Name, der eingetragene Handelsname oder die eingetragene Handelsmarke sowie die Adresse des Herstellers und Importeurs angebracht sein. Sämtliche Informationen müssen in einer Sprache angemerkt sein, die von den Konsumenten leicht verstanden werden kann.

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