Gaston: Diese App schickt sich an, die Bestellung in Restaurants zu revolutionieren

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GastonDiese App schickt sich an, die Bestellung in Restaurants zu revolutionieren

Personalmangel, Pandemie, digitaler Wandel – Restaurants und Hotels stehen aktuell unter enormem Druck. App-Entwickler in Sempach wollen nun die Art, wie wir Speis und Trank bestellen, grundlegend verändern: Künftig soll kontaktlos bestellt und bezahlt werden.

von
Sara Andrea Formentin
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Ein Entwicklerteam aus Sempach hat eine App entwickelt, über die man direkt am Tisch bestellen und bezahlen kann. Die Idee: Die Restaurants können jeden Tag neue Menüs und Angebote vorschlagen, und die Kunden können nach der Bestellung direkt am Tisch bezahlen, ohne an der Kasse anstehen zu müssen.

Ein Entwicklerteam aus Sempach hat eine App entwickelt, über die man direkt am Tisch bestellen und bezahlen kann. Die Idee: Die Restaurants können jeden Tag neue Menüs und Angebote vorschlagen, und die Kunden können nach der Bestellung direkt am Tisch bezahlen, ohne an der Kasse anstehen zu müssen.

Apptiva AG
Das Apptiva-Team, die Entwickler der App «Gaston».

Das Apptiva-Team, die Entwickler der App «Gaston».

Apptiva AG
Und so funktioniert’s: Man muss den QR-Code am Tisch der teilnehmenden Restaurants einfach scannen und man wird zu «Gaston» weitergeleitet. Philip Schönholzer, Entwickler der App, ist überzeugt, dass ein grosser Teil der Restaurants in den nächsten drei Jahren eine Bestell- und Bezahl-App einsetzen werde. 

Und so funktioniert’s: Man muss den QR-Code am Tisch der teilnehmenden Restaurants einfach scannen und man wird zu «Gaston» weitergeleitet. Philip Schönholzer, Entwickler der App, ist überzeugt, dass ein grosser Teil der Restaurants in den nächsten drei Jahren eine Bestell- und Bezahl-App einsetzen werde. 

Apptiva AG

Darum gehts 

Die relativ neue Gewohnheit, Getränke und Speisen am Tisch über eine App zu bestellen, ist nicht nur eine Folge der Corona-Pandemie. Die Digitalisierung zieht sich durch nahezu alle Bereiche unseres Lebens. Die Entwicklungsfirma «Apptiva» will nun mit einer neuen App durchstarten, mit der unkompliziert und schnell in Restaurants und Hotels bestellt werden kann – kontaktlos und digital natürlich. 

Der Name der App ist Gaston. Dadurch lassen sich Wartezeiten bei der Bestellung verkürzen, Personalmangel beheben, und auch die persönliche Hygiene profitiert. Denn über Menükarten aus Papier können sehr leicht Bakterien übertragen werden.

«Viele Restaurants sind sich des Potenzials einer Bestell- und Bezahl-App noch nicht bewusst.»

Dank Gaston können Restaurants ihre Speisekarten täglich aktualisieren, sodass die Gäste sie einsehen und dann bestellen können. Und es ist auch möglich, direkt am Tisch über die App zu bezahlen, damit danach kein Anstehen an der Kasse nötig ist.

Philip Schönholzer, der Entwickler von Gaston, sagt gegenüber 20 Minuten, dass viele Restaurants sich des Potenzials einer Bestell und Bezahl-App noch nicht bewusst seien. Er ist dennoch überzeugt davon, dass «ein grosser Teil der Restaurants in den nächsten drei Jahren eine Bestell- und Bezahl-App einsetzen wird». Laut Mariana Barbosa, Mitglied des Entwicklerbüros, leide tatsächlich die Gastronomie immer noch unter den Auswirkungen der Pandemie. Es mangelt zum Beispiel an Arbeitskräften. Eine Bestell- und Bezahl-App könnte deshalb auch eine Lösung für dieses Problem sein.

Die Reaktion auf das neue Angebot sei grösstenteils positiv. Vor allem in Spitzenzeiten stehen dem Gast so zusätzliche Möglichkeiten zur Verfügung, schneller an sein gewünschtes Essen oder Getränkt zu kommen. In allen Betrieben mit Bestellapps würde den Gästen zudem auch eine Alternative zur Online-Bestellung angeboten.

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Die Entstehung der App und die Kritik

Bei einem ersten Test in der Redaktion hat der Bestellvorgang bereits sehr gut funktioniert. Man kennt die Funktionen und Abläufe bereits aus Apps für Lieferdienste. Allerdings: Wenn die Bestellung einmal erteilt ist, kann es umständlich sein, sie wieder zu ändern, da nicht eine Person die Bestellung entgegennimmt, sondern ein Code. Aber laut Schönholzer würden weniger falsche Bestellungen vorkommen als bei der traditionellen Bestellmethode. Und er fügte hinzu, dass «man jederzeit spontan bestellen kann, ohne zu Beginn alles auf einmal zu ordern». 

Die Idee für die Entwicklung der App kam ihm bereits 2016. Schönholzer sass an einem Tisch und wollte seinen Kaffee bezahlen. Als er nach zwanzig Minuten noch nicht bedient wurde, fing er an nachzudenken. Mit der Hilfe von Patrik Stutz, Roman Schaller und David Decker entstand bald der erste Prototyp der App. Nun ist Gaston marktreif und soll in möglichst vielen Restaurants eingesetzt werden. Im Kanton Luzern kommt sie bereits in vier Restaurants und Hotels zum Einsatz. In der Stadt Luzern zum Beispiel im Restaurant Seehaus und im Restaurant Franz.

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