Für fünf Schweizer Städte: Diese App warnt dich vor überfüllten Zügen
Aktualisiert

Für fünf Schweizer StädteDiese App warnt dich vor überfüllten Zügen

Ohne Gedränge von A nach B kommen. Das ist der Wunsch vieler Pendler. Ist man zeitlich flexibel, hilft dabei neu eine App, die viele schon installiert haben.

von
tob
1 / 11
Du hast in der Schweiz schon Platzangst in öffentlichen Verkehrsmitteln? Dann solltest du besser nicht mit folgenden Linien fahren. Das ist laut Google die Top Ten der ÖV-Verbindungen, bei denen mit Gedränge gerechnet werden muss.

Du hast in der Schweiz schon Platzangst in öffentlichen Verkehrsmitteln? Dann solltest du besser nicht mit folgenden Linien fahren. Das ist laut Google die Top Ten der ÖV-Verbindungen, bei denen mit Gedränge gerechnet werden muss.

Keystone
Platz 10: L-Train in New York.

Platz 10: L-Train in New York.

AP/Mary Altaffer
Platz 9: Nippori-Toneri-Liner in Tokio.

Platz 9: Nippori-Toneri-Liner in Tokio.

the Asahi Shimbun

«Wie in einer Sardinenbüchse: Es gibt nichts Unangenehmeres, als in einem heissen, überfüllten Zug zu reisen», schreibt Google in seinem neusten Blog-Eintrag. Der IT-Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, dies zu ändern, und lanciert gleich zwei neue Funktionen innerhalb des Kartendienstes Google Maps. Die eine zeigt Nutzern künftig an, wie voll der Zug, das Tram oder der Bus ungefähr sein wird. Dies helfe bei der Entscheidung, ob man in den vollen Bus einsteige oder ein paar Minuten warten wolle, um im nächsten sitzen zu können, heisst es im Blog.

Doch wie genau soll das gehen? Gemäss Google basiert die Prognose auf Daten, die von Nutzern auf entsprechenden Strecken zwischen Oktober 2018 und Juni 2019 während der Hauptverkehrszeiten erhoben wurden. Die Nutzer waren während der Fahrt aufgefordert worden, zu sagen, wie voll – oder leer – das Verkehrsmittel gerade ist. Aus den Daten aus aller Welt hat Google die am stärksten ausgelastetsten ÖV-Linien der Welt generiert (siehe Bildstrecke).

Prognose für Waggon

Die Prognosen zur ÖV-Auslastung auf Google Maps werden in den kommenden Tagen für 200 Städte weltweit aufgeschaltet. Bei uns wird die Funktion laut Google für Bern, Basel, Zürich, Genf und Lausanne verfügbar sein. Wie hilfreich die neue Funktion wirklich ist, wird sich zeigen. Dass öffentliche Verkehrsmittel während Hauptverkehrszeiten stärker ausgelastet sind, dürfte aber die wenigstens überraschen.

Es gibt zudem eine Alternative. Wer wissen will, wo es im Zug noch einen Sitzplatz hat, kann auch die SBB-App nutzen. Diese zeigt seit kurzem anhand sogenannter «wagenscharfer Belegungsprognosen» an, in welchem Waggon es voraussichtlich Platz hat. «Die Daten basieren auf Erhebungen von Fahrgastzahlen. Es fliessen auch der Wochentag und Reservationen in die Berechnung ein», erklärte Christian Ginsig, Mediensprecher der SBB.

Für Pendler gibt es in den kommenden Tagen noch eine weitere neue Funktion in Google Maps. Die Nutzer können neu sehen, ob ein Bus Verspätung hat. Wie wahrscheinlich es ist, dass sich ein Bus verspätet, wird mithilfe der Verkehrslage in Echtzeit und vorhandener Daten über Busrouten und Haltestellen berechnet.

Deine Meinung