Aktualisiert 04.01.2013 15:52

Kein Blondinenwitz!

Diese Barbie sollten Sie nicht unterschätzen

Die Britin Charlotte Poole sammelt nicht nur Schönheits-OPs, sondern auch Uni-Abschlüsse. Finanziert hat sie sich das alles klischeehaft: als Kellnerin bei «Hooters».

von
kmo

Sie ist strohblond, hat Körbchengrösse 75F und ein Gesicht wie Barbie. Für ihr Aussehen hat Charlotte Poole laut der US-amerikanischen «Huffington Post» bereits Tausende Pfund ausgegeben. Doch wer sie jetzt für ein Püppchen hält, liegt völlig falsch. Die junge Britin ist eher eine Fleisch gewordene Elle Woods, die kluge Juristin aus «Natürlich Blond».

Denn Charlotte Pool sieht nicht nur zuckersüss aus, sie hat auch einiges im strohblonden Köpfchen. Bereits zwei Abschlüsse an der Universität von Nottingham nennt sie ihr Eigen – ein Diplom in Rechtswissenschaften und einen Master mit Auszeichnung in Mode-Marketing.

Im Alltag eine Business-Lady

Zurzeit arbeitet Poole als Social-Media-Koordinatorin bei einem Modeunternehmen. Dazu setzt sie auf einen vergleichsweise biederen Auftritt: die Haare zusammengebunden, kaum Make-up und ein klassisches Business-Tenue.

Wenn sie jedoch ausgeht, wird Charlotte Poole zu Charlotte Elizabeth, wie sie ihr Alter Ego nennt. Und wenn sie so als lebende Barbie in Bustier und Ultra-Mini die Clubs unsicher macht, kriegt sie immer wieder abschätzige Bemerkungen à la blondes Dummchen zu hören. «Doch so was bringt mich höchstens zum Lachen», sagt sie, «ich weiss ja, was ich drauf habe.» Mit klugen Sprüchen trumpft sie lieber in ihrem Blog auf. Laut der britischen «Daily Mail» beschreibt sie sich dort als «Feministin, Atheistin und Vegetarierin» und zitiert Charles Darwin oder Leo Tolstoi.

Glamour gegen die Unsicherheit

Poole war fünfzehn, als sie damit begann, ihr Äusseres zu verändern. Sie war unzufrieden mit ihrem Aussehen und holte sich Selbstbewusstsein mit Make-up und sexy Kleidung. «Ich habe keinen Schritt ausser Haus gemacht, ohne mich vorher aufzutakeln», sagt sie.

Das hat sich mittlerweile geändert: «Es gibt Tage, da fühle ich mich am wohlsten in T-Shirt und Jeans.» Das gefällt auch ihrem «Ken» am besten, dem 23-jährigen Samuel Pyle. Seit vier Jahren sind die beiden nun schon ein Paar. «Natürlich gefällt mir, wie sie aussieht», sagt er, «aber wir sind in erster Linie deshalb zusammen, weil wir beste Freunde und intellektuell auf gleicher Höhe sind.»

Doch obwohl ihre Barbie-Auftritte seltener werden, hat sie ihr Schönheitsideal nicht aufgegeben: «Ich möchte noch meine Nase machen lassen, vielleicht die Lippen aufspritzen. Und natürlich Botox, wenn ich ein paar Jahre älter bin.»

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