Neues Hobby finden: Bei diesen Freizeitbeschäftigungen können wir den Alltag vergessen
Gloria aus dem Lifestyle-Team hinter den Decks: Erst im Lockdown hat sie sich das Auflegen beigebracht.

Gloria aus dem Lifestyle-Team hinter den Decks: Erst im Lockdown hat sie sich das Auflegen beigebracht.

Gloria Karthan
Publiziert

Mehr als ein HobbyDiese Beschäftigungen lassen uns den Alltag vergessen

Bei welchem Zeitvertreib kommt die Redaktion so richtig in den Flow? Das Lifestyle-Team erzählt von seinen liebsten Freizeitbeschäftigungen und wie man als Newbie den Einstieg findet.

von
Geraldine Bidermann

Arbeiten ist nicht das ganze Leben. Sechs Mitglieder unserer Redaktion verraten, welche Leidenschaften sie privat verfolgen, wie sie auf diese Liebe gekommen sind und Tipps für den Einstieg.

Malin Mueller (Redaktorin Beauty)

«Eines nass-kalten Winters vor etwa fünf Jahren stöberte ich auf Pinterest und stolperte über ein Bullet Journal. Das ist im Prinzip eine Agenda, die man Monat für Monat und Woche für Woche selbst zeichnet. Das klingt ziemlich aufwendig und ja, das ist es auch. Aber ich war sofort angetan: Das Journal bringt mich dazu, mir alle paar Tage, meist am Sonntagabend, eine Stunde Zeit zu nehmen und einfach drauf los zu malen. Ohne Handy, ohne TV im Hintergrund und ohne 384 Gedanken im Kopf. Kommt doch mal einer hoch, schreibe ich ihn einfach auf. Den Stift habe ich ja schon in der Hand.

Bullet Journaling ist im Prinzip wie Meditation. Mit dem netten Nebeneffekt, dass ich währenddessen kreativ sein kann und meine Wochen durchplane. Mittlerweile habe ich mein fünftes Notizbuch in Benutzung (Jahr für Jahr gibt es ein Neues) und blättere gerne durch die alten Versionen. Einige Designs nutze ich immer wieder; weil sie besonders einfach sind oder besonders hübsch. Und ich schaue immer noch gern bei Pinterest nach Inspiration. Hier gibt es auch jede Menge Anleitungen für alle, die anfangen wollen.»

Barbara Boqaj (Social Media Manager)

«Ich habe mit elf angefangen, Fussball zu spielen. Ich wollte viel früher anfangen, meine Eltern hatten sich aber etwas dagegen gesträubt, wurden dann aber meine grössten Fans. Wir sind eine Fussballfamilie: Meine Eltern spielten früher mit uns auf dem Sportplatz oder in der Badi, mein Bruder hat jahrelang gespielt und mit meiner älteren Schwester war ich lange im gleichen Team. Und jetzt spielt auch meine 11-jährige Schwester Fussball.

Teamsport stärkt den Zusammenhalt und das gegenseitige Vertrauen. Da ich im Sport sehr ehrgeizig bin, liebe ich es, ein definiertes Ziel zu erreichen – sei es die persönliche Entwicklung oder den Match zu gewinnen. Durch meine Leidenschaft bin ich vielen tollen Menschen begegnet, etwa meiner besten Freundin. Der Sport hat sicherlich dazu beigetragen, dass meine Schwester und ich ein so tolles Verhältnis haben. Mein Rat an alle, die mit dem Gedanken spielen eine neue Sportart auszuprobieren? Es ist nie zu spät!».

Social Media Manager Barbara Boqaj stand schon als Mädchen am liebsten auf dem Fussballplatz.

Social Media Manager Barbara Boqaj stand schon als Mädchen am liebsten auf dem Fussballplatz.

Olaf Brachem

Gloria Karthan (Co-Redaktionsleiterin)

«Erster Lockdown 2020: Ich treffe praktisch niemanden, Bars und Clubs sind zu und alles scheint unglaublich langweilig und eintönig. Spontan kaufe ich mir auf Ricardo gebrauchtes DJ-Equipment und bringe mir mithilfe von Youtube-Tutorials (und einiger Tipps meines BFF, der selbst DJ ist) das Auflegen bei. Jede freie Minute verbringe ich mit dem Suchen neuer Tracks und überlege, wie ich sie am besten miteinander kombiniere. Meine Challenge, damit ich dranbleibe: Einmal im Monat ein neues DJ-Set aufnehmen und auf Soundcloud laden.

Im Jahr darauf, als es endlich wieder möglich ist, besuche ich gratis Skillsharing-Workshops von Kollektiven wie Kokon und F96 in Zürich, tausche mich mit anderen Anfängerinnen und erfahrenen weiblichen DJs aus und habe erste Gigs. Meine neue Leidenschaft hat mich in einer schwierigen Zeit abgelenkt und motiviert – und trotz täglichen Übens reden meine Nachbarinnen noch immer mit mir.»

Geraldine Bidermann (Redaktorin Body & Soul)

«Ich bin kein Vereinsmensch, war noch nie in einem Sportclub tätig und auch sonst bin ich bei Hobbys der Typ: vielseitig interessiert, aber nichts kann mich so begeistern, dass ich mich wöchentlich zu einer fixen Zeit damit befasse. Yoga, Surfen, Kochen, Sprachen, Tanzen – alles schön und gut. Nur Malen und Zeichnen sind die einzigen Dinge, die ich liebe, seit ich mich erinnern kann. Es gibt kein Blatt Papier, das verschont bleibt von meinen Kritzeleien und nichts macht mich glücklicher, als eine Papeterie oder ein Malgeschäft zu betreten.

Weisse Leinwände, Acryl, Gouache, Edding: Ich sehe in all diesen Dingen unendlich viele Möglichkeiten und kann Stunden damit verbringen, Geburtstagskarten zu gestalten, Geschenke speziell einzupacken, kleine Illus und Collagen anzufertigen und die Haustiere meiner Freundinnen und Freunde zu zeichnen. Irgendwann will ich ein kleines Atelier haben, in dem ich die Farbtuben liegen lassen kann. Träume darf man haben!».

Kritzeleien …

Kritzeleien …

Geraldine Bidermann
… Collagen …

… Collagen …

Geraldine Bidermann
… Zeichnungen und Bilder malen …

… Zeichnungen und Bilder malen …

Geraldine Bidermann

Philippe Grüebler (Video Producer)

«Schon mein Papi ritt die Wellen dieser Welt – das Wasserratten-Gen wurde mir also praktisch in die Wiege gelegt. Ob Schwimmen oder Wakeboarden: Alles, was mit Wasser zu tun hat, macht mich happy. Was mein Herz besonders berührt und meine Oberschenkelmuskeln an die Grenzen bringt: Das Wakesurfen. Dabei reitest du mit einer Miniversion eines Surfbretts in einer Motorboot-Welle.

Das Gefühl, wenn dir die Sonne ins Gesicht scheint und du durch die Wellen gleitest ist unbeschreiblich schön und boostet deinen Mood genauso wie eine Stunde Yoga. Perfekte Voraussetzung ist neben schönem Wetter ruhiges Wasser. Und da aller Anfang schwer ist, empfehle ich dir einen Anfängerkurs. Zum Beispiel in der Wakeboard Academy in Zürich.»

Ride it, Baby: Philippe liebt das Gefühl, auf einem Brett zu stehen. 

Ride it, Baby: Philippe liebt das Gefühl, auf einem Brett zu stehen.

Philippe Grüebler

Johanna Senn (Redaktorin Fashion)

«Zuhause sein und trotzdem in eine komplett andere Welt abtauchen – darum liebe ich Videospiele. Ich habe das Gamen erst Anfang 20 wieder richtig für mich entdeckt. Als Kind spielte ich viele Jump and Run Abenteuer wie Super Mario auf dem Gameboy Advanced und als Jugendliche dann oft Spiele wie The Sims am PC. Heute entdecke ich am liebsten auf meiner Playstation andere Welten, sammle Dinge und erlebe Abenteuer. Wenn ich mich abreagieren möchte, darf es auch gerne mal ein Shooter sein.

Das ist das Schöne am Gamen: Es gibt für fast jede Laune ein Spiel, das passt. Wer ganz neu in der Welt der Videospiele ist, sollte erst einmal versuchen herauszufinden, woran er oder sie Spass hat: Open World Spiele, in denen man frei die Welt erkunden kann, einen Kriegsgott spielen oder lieber etwas Ruhiges, wo du Rätsel lösen musst? Und: Es ist auch voll okay, wenn du die Schwierigkeitsstufe auf ganz einfach einstellst. Hauptsache, du hast Spass dabei!».

In andere Welten abtauchen: Johanna liebt es, zu gamen und lässt dabei den Alltag hinter sich.

In andere Welten abtauchen: Johanna liebt es, zu gamen und lässt dabei den Alltag hinter sich.

Johanna Senn

Welche Beschäftigung lässt dich in andere Welten abtauchen und die Zeit vergessen? Wir sind schon ganz gespannt!

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