Gescheiterter Putschversuch: Diese Bilder schockieren die Partner der Türkei

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Gescheiterter PutschversuchDiese Bilder schockieren die Partner der Türkei

Nach dem gescheiterten Putsch greift Präsident Erdogan rigoros durch. Eine Aufnahme sorgt für Entsetzen im Internet.

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woz
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Als ihr Stützpunkt von Bürgern und Polizisten beschossen worden sei, hätten sie um ihr Leben gefürchtet und seien geflohen, gaben die acht geflohenen Türken zu Protokoll: Ein türkischer Offizier (mit verhülltem Gesicht) wird zum Gericht in Alexandroupolis geführt. (21. Juli 2016)

Als ihr Stützpunkt von Bürgern und Polizisten beschossen worden sei, hätten sie um ihr Leben gefürchtet und seien geflohen, gaben die acht geflohenen Türken zu Protokoll: Ein türkischer Offizier (mit verhülltem Gesicht) wird zum Gericht in Alexandroupolis geführt. (21. Juli 2016)

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Asylgesuch an Griechenland: Einer der türkischen Offiziere (M.), der nach dem Putschversuch nach Griechenland flüchtete (27. Juli 2016).

Asylgesuch an Griechenland: Einer der türkischen Offiziere (M.), der nach dem Putschversuch nach Griechenland flüchtete (27. Juli 2016).

Keystone/Yorgos Karahalis
Die Justiz hatte schon kurz nach der Flucht ein erstes Urteil gefällt: Ein Polizist führt einen der geflohenen Soldaten ins Gericht in Alexandroupolis.

Die Justiz hatte schon kurz nach der Flucht ein erstes Urteil gefällt: Ein Polizist führt einen der geflohenen Soldaten ins Gericht in Alexandroupolis.

AFP/Sakis Mitrolidis

Nach der Niederschlagung des Putschversuchs durch regierungstreue Soldaten und Polizisten kündigte Präsident Recep Tayyip Erdogan ein hartes Vorgehen gegen die Putschisten sowie die «Säuberung» der Armee an. Er sprach von einem «Krebsgeschwür» im Staat, das es zu bekämpfen gelte. In diesem Zusammenhang erwog er auch die Wiedereinführung der Todesstrafe.

CNN veröffentlichte ein Bild, das gefangene Soldaten zeigen soll. Wie auf der Aufnahme zu sehen ist, mussten sich die Verhafteten bis auf die Unterwäsche ausziehen und mit gefesselten Armen in einem Pferdestall ausharren.

«Rechnungen begleichen»

Erdogan erwägt auch die Wiedereinführung der Todesstrafe. Dieser Schritt hätte indes Folgen für die Türkei auf internationalem Parkett. Am Montag schloss die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini in Brüssel einen EU-Beitritt der Türkei bei Wiedereinführung der Todesstrafe explizit aus. Auch Deutschland kündigte für den Fall das Aus der EU-Beitrittsgespräche an.

Der türkische Regierungschef Binali Yildirim sagte, man werde zwar «Rechnungen begleichen», sich dabei aber an die Gesetze halten. Zugleich fordert er die Bürger auf, die Armee oder Soldaten nicht anzugreifen.

Die Todesstrafe wurde in der Türkei seit 1984 nicht mehr vollstreckt. Seit 2004 ist sie gesetzlich abgeschafft. Zudem hat sich die Türkei über Zusatzprotokolle zur Europäischen Menschenrechtskonvention verpflichtet, die Todesstrafe nicht mehr anzuwenden. (woz/sda)

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