Brustkrebs-Prävention: Artits malt Bilder mit Brüsten
So sehen zwei der Kunstwerke von Artits aus.

So sehen zwei der Kunstwerke von Artits aus.

Instagram/artits_against_breastcancer
Publiziert

ArtitsDiese Bilder wurden mit Brüsten gemalt

Um auf das Thema Brustkrebs aufmerksam zu machen und Geld zu sammeln, haben Katrin Espelage und Noélie Martin Artits gegründet. Sie stellen nun Bilder aus, die mit Brüsten gemalt wurden.

von
Johanna Senn

Brustkrebs gehört zu einer der häufigsten Krebsarten bei Frauen. Jedes Jahr erkranken in der Schweiz etwa 6200 Frauen daran. Brustkrebs kann alle treffen. Frauen in jedem Alter können von der Krankheit betroffen sein, aber auch Männer können Brustkrebs bekommen.

Um auf das Thema zu sensibilisieren und Geld für einen guten Zweck zu sammeln, haben die Zürcherin Katrin Espelage und die Genferin Noélie Martin etwas Ungewöhnliches auf die Beine gestellt: Sie gründeten Artits. Das Wort setzt sich aus «Art» Englisch für «Kunst» und «Tits», also «Brüste», zusammen. Bei Artits malen Künstlerinnen statt mit dem Pinsel mit ihren Brüsten.

Bilder mit Brüsten für den Kampf gegen Krebs

Ursprünglich entstand die Idee während des Lockdowns. Katrin Espelage und Noélie Martin fanden Spass dabei, ihren Körper – ohne dessen Sexualisierung – als Kunstinstrument einzusetzen. Die beiden Freundinnen entschieden, dieses Projekt mit dem Kampf gegen Brustkrebs zu verbinden. Noélies Mutter ist daran erkrankt, das verbinde sie zusätzlich mit dem Thema.

Alle Frauen können bei Artits mitmachen. Dabei ist es völlig egal, ob sie zwei Brüste, eine, oder aufgrund einer Mastektomie gar keine haben. Welche Technik und welche Materialien die Teilnehmerinnen für ihre Bilder verwenden, bleibt ganz ihnen überlassen.

Einzige Bedingung: Das Bild muss mit den Brüsten gemalt werden. Die daraus entstandenen Kunstwerke werden von den Künstlerinnen an Artits gespendet. Dabei fliessen alle Erlöse an die Organisation Centre Otium, wo Krebspatientinnen und Krebspatienten und deren Angehörige Unterstützung finden.

Ab Donnerstag, dem 21. Oktober, um 19 Uhr können die Bilder im Viadukt Coworking Space im Bogen E in Zürich bewundert und erstanden werden. Die Ausstellung dauert bis am Sonntag, 24. Oktober.

Das hilft bei der Brustkrebs-Früherkennung

Wenn du dir selbst Gedanken machst, wie du Brustkrebs vorbeugen kannst, ist die Früherkennung unerlässlich. Jüngere Frauen sollten sich bei der Frauenärztin oder beim Frauenarzt mindestens einmal im Jahr die Brust untersuchen lassen. Auch zuhause ist es sinnvoll, die Brüste regelmässig selbst abzutasten. So lassen sich am einfachsten Unregelmässigkeiten oder Knötchen in der Brust erkennen.

Bei Frauen ab etwa 50 ist die Mammografie sehr wichtig. Die Mammografie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust. Diese Methode hilft, Brustkrebs zu erkennen, bevor Beschwerden überhaupt auftreten. Viele Frauen fühlen sich nämlich trotz einer vorhandenen Erkrankung gesund.

So tastest du deine Brust richtig ab:

1. Mach den Spiegel-Check: Schau dir deine Brust im Spiegel an und achte auf Veränderungen wie Wölbungen oder Falten. Auch auf die Haut solltest du einen Blick werfen und prüfen, ob die Farbe ungewöhnlich, sie gerötet ist oder ob Schwellungen vorhanden sind.

1. Mach den Spiegel-Check: Schau dir deine Brust im Spiegel an und achte auf Veränderungen wie Wölbungen oder Falten. Auch auf die Haut solltest du einen Blick werfen und prüfen, ob die Farbe ungewöhnlich, sie gerötet ist oder ob Schwellungen vorhanden sind.

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2. Tritt Flüssigkeit aus? Drücke die Brustwarzen leicht mit den Fingern zusammen und achte darauf, ob Flüssigkeit austritt.

2. Tritt Flüssigkeit aus? Drücke die Brustwarzen leicht mit den Fingern zusammen und achte darauf, ob Flüssigkeit austritt.

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3. Kreisförmig Abtasten: Stell dir deine Brust in vier Abschnitten vor: Aussen oben, innen oben, aussen unten und innen unten. Creme dir die Hände ein und taste dich mit drei Fingern in kreisrunden Bewegungen durch diese Bereiche der Brust. Vergiss auch nicht die Brustwarze mit zwei Fingern, leichtem Druck und kreisrunden Bewegungen zu untersuchen.

3. Kreisförmig Abtasten: Stell dir deine Brust in vier Abschnitten vor: Aussen oben, innen oben, aussen unten und innen unten. Creme dir die Hände ein und taste dich mit drei Fingern in kreisrunden Bewegungen durch diese Bereiche der Brust. Vergiss auch nicht die Brustwarze mit zwei Fingern, leichtem Druck und kreisrunden Bewegungen zu untersuchen.

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Mit diesen Beschwerden solltest du zur Ärztin oder zum Arzt

Spürst du eine Veränderung in der Brust, ist das noch kein Grund zur Panik. Dennoch ist es ratsam, bei allfälligen Selbstbefunden einen Check-up durch den Arzt oder die Ärztin zu machen. Wer beim Selbstuntersuchen der Brust Knoten oder Verhärtungen an der Brust oder bei den Achselhöhlen bemerkt oder die Grösse, Form oder Farbe der Brust verändert erscheint, sollte das von einer Ärztin oder einem Arzt überprüfen lassen.

Auch wenn deine Brust verändert scheint, ist das noch kein Grund zur Panik.

Auch wenn deine Brust verändert scheint, ist das noch kein Grund zur Panik.

Pexels/cottonbro

Auch wenn du Hautrötungen, Wölbungen oder eingezogene Brustwarzen erkennst oder Flüssigkeitsabsonderungen aus der Brustwarze – etwa mit Blut gemischt – auftreten, sollte das unbedingt von einer Fachärztin oder einem Facharzt beurteilt werden. Eine plötzliche unerklärliche Gewichtsabnahme oder eine Veränderung in Form, Farbe und Grösse der Brust kann ebenfalls darauf hinweisen, dass etwas nicht stimmt.

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