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Spenden für AustralienDiese Coiffeuse verzichtet einen Monat auf Trinkgeld

Dana Wyss (35) ist in Australien aufgewachsen, die Buschbrände beschäftigen sie. Nun hat die Coiffeuse aus Grindelwald BE eine kleine Spendenaktion für ihre Heimat gestartet.

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sul
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Dana Wyss (35), schweizerisch-australische Doppelbürgerin, sammelt Geld für Hilfsorganisationen in Australien.

Dana Wyss (35), schweizerisch-australische Doppelbürgerin, sammelt Geld für Hilfsorganisationen in Australien.

zVg
Dort wüten seit Monaten die heftigsten Buschbrände seit Jahren.

Dort wüten seit Monaten die heftigsten Buschbrände seit Jahren.

dan Himbrechts
Die Bevölkerung von Mallacoota wird vom Militär über die Evakuierung informiert. 2.Januar 2020. Mallacoota, Victoria, Australien.

Die Bevölkerung von Mallacoota wird vom Militär über die Evakuierung informiert. 2.Januar 2020. Mallacoota, Victoria, Australien.

Helen Frank Handout

In Australien wüten derzeit die heftigsten Buschfeuer seit Jahren. Mindestens 26 Menschen und mehr als eine Milliarde Tiere sind bereits ums Leben gekommen. Eine Wetterbesserung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Durch eine erneute Hitzewelle und starken Wind droht eine weitere Ausweitung der Brände.

Trotz rund 15'000 Kilometer Entfernung geht Dana Wyss (35) die Naturkatastrophe in Down Under sehr nahe. Die Coiffeuse aus Grindelwald BE ist in Sidney geboren und lebte 28 Jahre dort, ehe sie wegen ihres Mannes in die Schweiz zog. «Mein Herz bricht Tag für Tag mit der Nachricht von Australiens Buschfeuern», schreibt die schweizerisch-australische Doppelbürgerin auf Facebook. Die Bilder des Infernos in den Nachrichten hätten ein Gefühl der Hilflosigkeit in ihr ausgelöst, sagt Wyss.

Kleiner Beitrag zur Verbesserung

Diesem Gefühl wirkt die Grindelwaldnerin nun zumindest ein bisschen entgegen: Bis zum 26. Januar spenden Wyss und ihre Arbeitskollegin alle ihre Trinkgelder an verschiedene australische Hilfsorganisationen, die sich um die Opfer der Brände kümmern, Tiere retten oder die Feuerwehr unterstützen.

Die Spendenaktion läuft seit Mittwoch. «Bisher sind ungefähr 200 Franken zusammengekommen», sagt Wyss. Das habe sie in dieser kurzen Zeit nicht erwartet. Einige Leute hätten sogar etwas gespendet, ohne sich die Haare schneiden zu lassen. Wyss: «Ich glaube, die Menschen sind froh, dass sie auf diese Weise einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Lage leisten können.»

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