Illegale Party und keine Maske: Diese Corona-Bussen können Polizisten ab heute verteilen
Aktualisiert

Illegale Party und keine MaskeDiese Corona-Bussen können Polizisten ab heute verteilen

Maskenverweigerern im ÖV droht neu eine Busse von 100 Franken. Gleich teuer kommt die Teilnahme an einer illegalen Homeparty.

von
Daniel Waldmeier
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Maskenverweigerern droht nun eine Ordnungsbusse von 100 Franken. 

Maskenverweigerern droht nun eine Ordnungsbusse von 100 Franken.

20min
Bussen gibts aber nicht nur im Bereich des öffentlichen Verkehrs. 

Bussen gibts aber nicht nur im Bereich des öffentlichen Verkehrs.

Sonja Mulitze
Geahndet werden können die Verstösse auch an der Tramhaltestelle.

Geahndet werden können die Verstösse auch an der Tramhaltestelle.

20min/Taddeo Cerletti

Ab Montag können die Polizeikorps Strafzettel verteilen, wenn sie Verstösse gegen die Corona-Regeln feststellen. Das hat der Bundesrat am vergangenen Mittwoch entschieden. Er hat auch die Bussenhöhe in den Verordnungen festgelegt. Hier die Übersicht:

Wunsch des Parlamentes

Ausgenommen von der Maskenpflicht im ÖV oder im öffentlichen Raum sind weiterhin Kinder unter zwölf Jahren (in Schulen können andere Bestimmungen gelten). Ausnahmen sind auch aus medizinischen Gründen möglich, wenn man ein Attest vorweisen kann.

Während etwa die Gewerkschaft des Verkehrspersonals sowie einige Polizeikorps die neuen Ordnungsbussen begrüssten, werden sie in den sozialen Netzwerken kontrovers diskutiert. Einige vermuten, dass in erster Linie die Staatskasse gefüllt werden soll.

Auf die Frage, ob die Bussen nötig seien, da die Disziplin in der Bevölkerung nachlasse, antwortete Gesundheitsminister Alain Berset, man reagiere auf einen Wunsch der Kantone und des Parlamentes. Dieses hatte im Dezember die Rechtsgrundlage für die Corona-Bussen geschaffen. Bis anhin mussten Polizisten Verstösse verzeigen, was ein aufwändiges Verfahren nach sich zog.

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