Fähren, Busse, Flugzeuge - Diese Corona-Regeln gelten ab dem 1. September in Italien
Aktualisiert

Fähren, Busse, FlugzeugeDiese Corona-Regeln gelten ab dem 1. September in Italien

Ab kommendem Mittwoch gelten in Italien neue Corona-Regeln. Der Einsatz des sogenannten «Green Pass» wird ausgeweitet.

von
Florian Osterwalder
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Wer sich eine originale italienische Pizza in Rom gönnen möchte, muss ein Zertifikat vorweisen können. 

Wer sich eine originale italienische Pizza in Rom gönnen möchte, muss ein Zertifikat vorweisen können.

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Denn in Italien gelten ab dem 1. September neue Corona-Regeln.

Denn in Italien gelten ab dem 1. September neue Corona-Regeln.

Cecilia Fabiano/LaPresse via ZUMA Press/dpa
Trotz grossem Widerstand aus der Bevölkerung hält die italienische Regierung an ihren Corona-Massnahmen fest. Ab dem 1. September wird die Green-Pass-Pflicht ausgeweitet. 

Trotz grossem Widerstand aus der Bevölkerung hält die italienische Regierung an ihren Corona-Massnahmen fest. Ab dem 1. September wird die Green-Pass-Pflicht ausgeweitet.

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Darum gehts

  • Italien ändert seine Bestimmungen zur Green-Pass-Pflicht.

  • Der Green Pass ist in Italien 15 Tage nach der zweiten Impfung gültig.

  • Studierende müssen das grüne Zertifikat besitzen, um am Präsenzunterricht teilnehmen zu können.

Nachdem Italien schon am 6. August seine Regeln im Kampf gegen das Coronavirus verschärft hat, wird die Green-Pass-Pflicht noch einmal ausgeweitet. 20 Minuten zeigt, welche Regeln ab nächsten Mittwoch bei unseren südlichen Nachbarn gelten. Für den Pass reicht in Italien bereits eine erste Impfung oder der Genesen-Status. Die Corona-Erkrankung darf dabei aber nicht länger als sechs Monate zurückliegen.

Flugzeuge

Für alle Inlandflüge ist ein grüner Pass obligatorisch. Um nach Italien zu reisen, muss man ab dem 1. September also mindestens eine Impfdosis erhalten haben oder von Covid geheilt sein. Ein negativer Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, gilt auch.

Schiffe und Fähren

Wer von Genua mit der Fähre nach Sardinien möchte, der braucht ebenfalls einen Green Pass. Wenn die Fähre oder das Schiff jedoch zwei Orte in derselben Region verbindet, ist keine grüne Zertifizierung notwendig. Jedoch gibt es eine Ausnahme: Wer per Fähre über die Strasse von Messina von Sizilien nach Kalabrien oder umgekehrt reist, braucht keinen grünen Pass.

Züge

Der Green Pass ist nur in Fernverkehrszügen obligatorisch. Das heisst, dass man das Zertifikat für Intercity, Intercity Night und andere Hochgeschwindigkeitszüge in Italien braucht. Der Regionalverkehr ist vom Green Pass ausgeschlossen.

Busse

Auch hier gilt wieder: Der Green Pass ist obligatorisch, sobald die Busreise zwei Regionen miteinander verbindet. Das heisst, wer zum Beispiel von Mailand (Lombardei) nach La Spezia (Ligurien) reist, der muss das Zertifikat vorweisen können.

U-Bahn und Stadtbusse

Hier ist der Zugang ohne Green Pass möglich. Für den Nahverkehr gilt: U-Bahnen, Stadtbusse und Regionalbusse sind von den neu eingeführten Regeln befreit. Es ist kein Zertifikat nötig.

Einreise für Kinder und Jugendliche

Grundsätzlich gilt in Italien: Zur Einreise in das Land braucht es entweder ein Covid-Zertifikat oder einen negativen Schnell- oder PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist. Beim Covid-Zertifikat muss die zweite Impfung zwingend 14 Tage zurückliegen. Genesene müssen vorweisen, dass der positive Abstrich nicht älter als 6 Monate ist. Kinder unter sechs Jahren sind von den Testanforderungen ausgenommen. Die Covid-Zertifikate müssen in italienischer, englischer, französischer oder spanischer Sprache vorgelegt werden.

Studenten und Studentinnen

Hast du ein Auslandsemester in Italien geplant? Dann sollte dich dieser Punkt speziell interessieren. Um am Präsenzunterricht teilnehmen zu können, braucht man einen Green Pass. Kontrollen zur Überprüfung werden stichprobenartig durchgeführt, wie das Ministerium für Hochschule und Forschung in Italien mitteilt.

Strafen bei Nicht-Einhalten der Regeln

Wer sich irgendwo aufhält, wo ein Green Pass benötigt wird, diesen aber nicht vorweisen kann, muss mit einer Busse rechnen. Diese beläuft sich auf 400 Euro (430 Franken). Wenn man die Busse aber innerhalb von fünf Tagen bezahlt, reduziert sich der Betrag auf 260 Euro (280 Franken).

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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