Kinostarts April 2022 - Diese Doku macht Schluss mit Autismus-Klischees
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Kinostarts April 2022Diese Doku macht Schluss mit Autismus-Klischees

In «The Reason I Jump» werden fünf junge Menschen auf dem Spektrum porträtiert, ein neuer «Fantastic Beasts»-Teil – das gibts diese Woche neu im Kino.

von
Alisa Fäh

Der Trailer zu «The Reason I Jump».

DCM

Darum gehts

  • Hier erfährst du, welche Highlights diese Woche ins Kino kommen.

  • Ein Dokfilm zeigt, wie Menschen auf dem autistischen Spektrum den Alltag erleben.

  • Im dritten «Harry Potter»-Prequel kämpft Dumbledore gegen Grindelwald.

  • Penélope Cruz und Antonio Banderas spielen in einer Filmbiz-Satire.

  • Rafael Palacio Illingworth wollte eigentlich einen Spielfilm drehen, entstanden ist aber ein Dokfilm.

«The Reason I Jump»

«Könnt ihr euch vorstellen, zu leben, ohne eure Wünsche ausdrücken zu können?», fragt Naoki Higashida in seinem Buch «Reasons Why the Autistic Myself Jumps».

Der heute 29-jährige Autor hat mit 13 aufgeschrieben, wie er die Welt erlebt, später wurde das Buch zu einem Bestseller, nun ist ein Dokfilm daraus entstanden.

Lebst du oder lebt jemand, den du kennst, mit Autismus?

Hier findest du Hilfe:

Autismus deutsche Schweiz, Verein für Angehörige, Betroffene und Fachleute

Pro Mente Sana, Tel. 0848 800 858

Keine verbale Kommunikation

Higashida gehört zu den nonverbalen Autistinnen und Autisten und kann seine Bedürfnisse somit nicht mündlich ausdrücken.

In der Doku «The Reason I Jump» tritt er selbst nicht vor die Kamera, seine Gedanken werden aber mit Porträts von fünf jungen Menschen rund um den Globus verwoben: Amrit, Joss, Ben, Emma und Jestina sind ebenfalls auf dem Autismus-Spektrum und kommunizieren nicht auf neurotypische Art.

Facetten von Autismus

Der Kampf um Inklusion vereint die Protagonistinnen und Protagonisten. Klischees werden im Film nicht bedient: «The Reason I Jump» macht deutlich, dass Autismus-Erfahrungen viele Facetten haben können und nicht alle Menschen auf dem Spektrum hochbegabt sind. 

Regisseur Jerry Rothwell will dem Publikum mit der Doku die Lebensrealität von autistischen Menschen näherbringen, wie er in einem Pressestatement erklärt: «Obwohl kein Film menschliche Erfahrung reproduzieren kann, hoffe ich dennoch, dass er das Publikum dazu ermutigen wird, Autismus von innen heraus zu begreifen und zu erkennen, dass es andere Weisen gibt, die Welt wahrzunehmen, sowohl als schön wie auch als verstörend.»

«Fantastic Beasts: The Secrets of Dumbledore»

Wer war Professor Albus Dumbledore, bevor er zum Hogwarts-Schulleiter wurde? Nach Teil eins («Fantastic Beasts and Where to Find Them») und Teil zwei («Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald») ist nun ein neuer Teil der «Harry Potter»-Prequel-Reihe da. 

In «Fantastic Beasts: The Secrets of Dumbledore» spielt Jude Law den jungen Dumbledore, der alles versucht, um zu verhindern, dass Gellert Grindelwald (Mads Mikkelsen) mit seiner dunklen Magie die Macht über die Zauberwelt erhält.

Kampf gegen Grindelwald

Dazu trommelt Dumbledore eine Gruppe aus Zauberern, Hexen und einem Muggel zusammen, die von Newt Scamander (Eddie Redmayne) angeführt wird. 

Jude Law hat es genossen, tiefer in Dumbledores Vergangenheit einzutauchen, wie er bei «Pink Villa» erzählt: «Im letzten Film gab es Andeutungen davon, aber hier können wir seine Beziehung zu Gellert Grindelwald als junger Mann und den Punkt, an dem sie zu zerbrechen begann, näher kennenlernen.»

Der Trailer zu «Fantastic Beasts: The Secrets of Dumbledore».

Warner Bros.

«Official Competition»

Ein Milliardär will ins Filmbiz einsteigen: Für seinen ersten Streifen engagiert er die Star-Regisseurin Lola (Penélope Cruz) und die beiden Schauspieler Félix (Antonio Banderas) und Iván (Oscar Martinez).

Dass die zwei aus verschiedenen Welten kommen – Félix hat in Hollywood Fuss gefasst, Iván gilt hingegen als exzentrischer Bühnenkünstler – führt gemeinsam mit Lolas ungewöhnlichen Schauspielübungen zum Clash.

Der Trailer zu «Official Competition».

Pathé Films

«Vida comienza, vida termina»

Es ist ein intimes Beziehungsporträt zwischen Doku und Fiktion, das der Filmemacher Rafael Palacio Illingworth in «Vida comienza, vida termina» zeichnet. Eigentlich arbeitete er in Argentinien an einem Spielfilm, bis seine Frau an Krebs erkrankte.

In Zürich begann er, jeden Moment mit ihr und den Töchtern festzuhalten. Die Skizzen zum Spielfilm werden mit den Aufnahmen des Familienalltags verflochten.

Zu «Vida comienza, vida termina» gibt es bislang keinen Trailer. 

Hast du oder hat jemand, den du kennst, die Diagnose Krebs erhalten?

Hier findest du Hilfe:

Krebstelefon, Tel. 0800 11 88 11

Cancerline, Chat mit Fachpersonen

Regionale Beratungsstellen der Krebsliga

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