Parkplatz-Missbrauch in Basel: Diese Falschparkierer müssen keine Angst vor der Polizei haben

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Parkplatz-Missbrauch in BaselDiese Falschparkierer müssen keine Angst vor der Polizei haben

Im Basler Erlenmattquartier haben es Velofahrer schwer, einen Parkplatz zu finden, weil Autos die Veloabstellflächen versperren. Die Parksünder brauchen die Polizei jedoch kaum zu fürchten.

von
Elodie Kolb
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«Im Erlenmattquartier in Basel werden Veloparkings als Parkplätze missbraucht», sagt ein 20-Minuten-Leser.

«Im Erlenmattquartier in Basel werden Veloparkings als Parkplätze missbraucht», sagt ein 20-Minuten-Leser.

Leser-Reporter
«Wenn selbst ein XL-Parkplatz nicht reicht …», schreibt ein Leser-Reporter. Das Beweisfoto zeigt, wie die zwei vom SUV belegten Parkfelder erst noch übergrosse Hello-Family-Parkplätze sind.

«Wenn selbst ein XL-Parkplatz nicht reicht …», schreibt ein Leser-Reporter. Das Beweisfoto zeigt, wie die zwei vom SUV belegten Parkfelder erst noch übergrosse Hello-Family-Parkplätze sind.

Leser-Reporter
Die Hello-Family-Parkplätze sind massiv breiter, zum Teil anderthalb mal so gross wie die benachbarten herkömmlichen Stellplätze. Hier ein Exemplar aus der Ostschweiz.

Die Hello-Family-Parkplätze sind massiv breiter, zum Teil anderthalb mal so gross wie die benachbarten herkömmlichen Stellplätze. Hier ein Exemplar aus der Ostschweiz.

Leser-Reporter

Darum gehts

  • Ein Leser-Reporter nervt sich über Autos, die in Basel auf einem Veloabstellplatz parkiert wurden.

  • Im Erlenmattquartier, wo die Parksünder fotografiert wurden, ist das keine Ausnahme.

  • Mit Bussen müssen die fehlbaren Autolenker jedoch kaum rechnen.

«Hier werden Veloparkings als Autoparkplätze missbraucht», nervt sich ein Leser-Reporter. Im Basler Erlenmattquartier haben mehrere Autolenker einen Veloparkplatz zum Abstellen ihrer Autos missbraucht. Auf dem Beweisbild des Leser-Reporters ist zu sehen, dass das Parkfeld gut sichtbar als Veloparkplatz angeschrieben ist.

Dabei handelt es sich nicht um einen Ausnahmefall, wie eine Anwohnerin gegenüber 20 Minuten sagt. «Das ist eigentlich immer so.» Sie sieht das Problem auch in der Planung, denn direkt neben den als Veloparkplatz markierten Feldern stehen fest montierte Veloständer. Wieso diese ausserhalb des Feldes sind, könne sie sich nicht erklären.

Grundstücksgrenze schützt vor dem Gesetz

Wie Polizeisprecher Toprak Yerguz auf Anfrage schreibt, können die Falschparkierer jedoch nicht zur Rechenschaft gezogen werden, da das Veloparkfeld auf einem Privatareal liegt. Die auf dem Bild sichtbare Regenrinne stelle die Grenze des Grundstücks dar. Allerdings kann sich laut Yerguz der Eigentümer des Grundstücks mit einer Anzeige an die Polizei wenden.

Wäre der zweckentfremdete Veloparkplatz auf Allmend, würde eine Busse nach Artikel 254 der eidgenössischen Ordnungsbussenverordnung wegen «Parkieren eines Fahrzeugs auf einem Parkfeld oder einem deutlich gekennzeichneten Belag, wenn diese Parkierungsfläche aufgrund der Signalisation nicht für diese Fahrzeugart bestimmt ist», fällig. Dabei kann die Busse je nach Dauer der Übertretung zwischen 40 und 100 Franken betragen.

Wie Yerguz mitteilt, führt die Kantonspolizei regelmässig Kontrollen auf der Erlenmatt durch aufgrund von Meldungen aus der Bevölkerung sowie eigenen Feststellungen, und sie stelle bei Übertretungen Ordnungsbussen aus. Ein Vergleich mit früheren Jahren sei nicht möglich, da die entsprechende Überbauung erst im vergangenen Jahr fertiggestellt worden sei.

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