Ancillo Canepa, Jimmy Berisha und Liga verurteilen Fan-Gewalt
Aktualisiert

Chaoten droht saftige Strafe«Diese Herren sind sich nicht bewusst, dass sie Menschenleben riskieren»

Nach Abpfiff des Zürcher Derbys kam es zum Eklat. FCZ-Anhänger warfen Pyros in GC-Kurve, die Hoppers-Fans warfen die Pyrotechnik zurück. FCZ-Boss Canepa, GC-Geschäftsführer Berisha und die Liga kritisieren nun die Fan-Gewalt.

von
Florian Gnägi
Nils Hänggi

Hier sind die Ausschreitungen nach dem Derby im Video zu sehen.

News-Scout

Darum gehts

  • Am Samstag kam es beim Zürcher Derby zu wüsten Ausschreitungen.

  • Nun meldet sich der FCZ zu Wort.

  • FCZ-Präsident Canepa verurteilt die Vorfälle aufs Schärfste.

  • Auch GC-Geschäftsführer Jimmy Berisha ist erzürnt.

Das Zürcher Derby bot am Samstag einiges an Spektakel (3:3). Neben toller Fussball-Kunst beider Mannschaften, kam es nach dem Schlusspfiff zu unschönen Szenen. Eine Gruppe aus rund 75 FCZ-Fans lief auf den GC-Sektor zu und feuerte Pyros und Feuerwerkskörper in die GC-Kurve. Die GC-Fans reagierten und warfen die Pyros zurück auf die Laufbahn des Zürcher Letzigrund. Die herbeigeeilten Sicherheitskräfte konnten eine Eskalation verhindern.

Am Sonntagmittag äussert sich der Zürcher Stadtclub in einer Medienmitteilung zu den Vorfällen. «Der FC Zürich verurteilt jegliche Form von Gewalt aufs Schärfste. Der Stadtclub unterstützt die Polizei, um die Fehlbaren zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen», so das Statement des Clubs. Und der FCZ-Boss Ancillo Canepa meint: «Es ist enttäuschend, dass ein faires und spannendes Derby so enden musste. Diese sogenannten Fans schaden sich, der Kurve und dem FC Zürich.»

Die Grasshopper melden sich am Sonntagnachmittag zu Wort – mit eindeutigen Worten. Gegenüber blue sagt GC-Geschäftsführer Jimmy Berisha: «Es waren erschreckende Bilder. Bei mir lösten sie extrem grosses Unverständnis aus. Diese Herren sind sich nicht bewusst, dass sie Menschenleben riskieren. Da waren Kinder. Es ist gestört.» Und: «Wir hatten heute noch Gespräche mit den Sicherheitsverantwortlichen und sind den Fall am aufarbeiten. So etwas schadet dem ganzen Fussball.»

Chaoten droht eine saftige Strafe

Die Swiss Football League (SFL) ist ebenso nicht glücklich über den Fan-Eklat nach dem Derby. So verurteilt auch die Liga die Ausschreitungen aufs Schärfste. Wie die SFL mitteilt, werde sie ein Verfahren eröffnen. Den Chaoten droht eine lange und saftige Strafe! «Die Liga erwartet, dass die Täter identifiziert und für lange Zeit von Fussballspielen ausgeschlossen werden», so die SFL. Weiter bedauert sie, dass «ein grossartiges Fussballspiel vom rücksichtslosen und verwerflichen Verhalten weniger Personen, die damit unter dem Deckmantel einer sogenannten Fanbewegung dem gesamten Schweizer Fussball schaden, überschattet wird.»

Die Zürcher Stadtpolizei schreibt derweil in einem Communiqué, dass es zu Auseinandersetzungen zwischen gegnerischen Fans kam. Zwei Fussballfans seien vorübergehend in Gewahrsam genommen worden. Verletzte Personen habe es keine gegeben. «Dank hoher Polizeipräsenz konnte ein Aufeinandertreffen der Gruppierungen jedes Mal unterbunden werden», so die Stadtpolizei.

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