06.02.2019 04:46

St. Gallen

Diese Figur wurde mit Fahndung betraut

Die Figur Kapoli entstammt der Feder von Polizeisprecher Gian Andrea Rezzoli. Anfänglich für den polizeiinternen Gebrauch bestimmt, tritt er nun an die Öffentlichkeit.

von
taw
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Das sind Kapoli und Hund Knurbel. Derzeit suchen sie den Besitzer dieses Rings.

Das sind Kapoli und Hund Knurbel. Derzeit suchen sie den Besitzer dieses Rings.

Kapo SG
Die Figur wurde von Polizeisprecher Gian Andrea Rezzoli erfunden. In dieser Form ist Kapoli eigentlich ein USB-Stick.

Die Figur wurde von Polizeisprecher Gian Andrea Rezzoli erfunden. In dieser Form ist Kapoli eigentlich ein USB-Stick.

Kapo SG
Es gibt sie bereits seit 2014.

Es gibt sie bereits seit 2014.

Kapo SG

Auf der Facebook-Seite der Kantonspolizei St. Gallen meldet sich am Montag Kapoli zum Dienst. Er ist angestellt bei der Kantonspolizei St. Gallen für ganz spezielle Aufgaben, gibt er an. Derzeit habe er gerade eine Fahndung zu verantworten. Gesucht wird die Besitzerin eines Ringes. Dieser ist aus Rotgold mit einem Brillanten und schwarzem Karboneinsatz. Abgegeben wurde er laut Polizei am 21. Januar 2019 bei der Polizeistation Mels. Gefunden wurde das Schmuckstück von einem Passanten an der Grofenbrüelstrasse in Wangs.

Der Besitzer könne sich bei der Polizeistation Mels unter der Telefonnummer 058 229 78 00 melden. «Natürlich brauche ich einen Nachweis. Zum Beispiel, welches Datum im Ring eingraviert ist. Oder eine Heiratsurkunde, ihr wisst schon…», lässt Kapoli verlauten.

Ursprünglich nur polizeiintern gebraucht

Auf Facebook kommt der neue Mitarbeiter der Polizei sehr gut an. Der Beitrag wurde bereits über 240 Mal geteilt und auch die Kommentare sind positiv. So heisst es etwa: «Coole Idee» oder «So originell».

Erfinder der Figur ist Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen. «Wir haben eine Mitarbeiterzeitschrift, die vier Mal pro Jahr erscheint. Um diese etwas aufzulockern, kam mir die Idee mit Kapoli», so Rezzoli. Das war 2014. Seither erscheine die Figur dort regelmässig in Zeichnungen. «Kapoli ist ein Tausendsassa und kann quasi alles. Mal ist er Hundeführer, mal Taucher, mal für die Kriminalpolizei unterwegs.» Rezzoli erhalte jeweils ein Thema aus dem Polizeialltag und zeichne dann zu Hause ein Bild von Kapoli in dieser Situation. Teilweise mit dabei sei auch Kapolis Hund Knurbel.

Zukunft ungewiss

Bisher ist das Gespann in der Öffentlichkeit noch kaum bekannt. Das könnte sich aber bald ändern. Nebst den Zeichnungen wurde Kapoli auch als Puppe produziert. Diese käme bei Kindern zum Einsatz. Zudem gebe es ihn als USB-Stick, der jedoch bisher nur im internen Shop der Kantonspolizei erhältlich ist. Dort finde er laut Rezzoli reissenden Absatz und werde auch gerne verschenkt.

Möglich sei auch, dass Kapoli nun auf Facebook vermehrt auftritt. Ein klares Konzept gebe es aber noch nicht.

Talent in die Wiege gelegt

Zu seinem künstlerischen Talent sagt Rezzoli, er habe es von seinem Vater in die Wiege gelegt bekommen. Aber wie für seinen Vater sei es auch für ihn immer ein Hobby geblieben, zum Beruf habe er seine künstlerische Begabung nicht machen wollen. «Egal ob Bleistiftzeichnung oder in Farbe, ob Gebäude, Menschen oder Abstraktes. Ich probiere gerne immer wieder Neues aus und habe mich nicht auf einen Stil festgelegt», so Rezzoli.

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