Personalknappheit: Die Swiss streicht im Sommer und Herbst weitere 676 Flüge

Aktualisiert

PersonalknappheitDie Swiss streicht im Sommer und Herbst weitere 676 Flüge

Weil es an Personal mangelt, bahnt sich in den Sommerferien an vielen Flughäfen ein Reisechaos an. Jetzt gibt die Swiss bekannt, dass bis im Herbst noch viel mehr Flüge ausfallen werden.

von
Benedikt Hollenstein
Florian Osterwalder
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Zwischen Basel und Frankfurt gibt es im Juli statt 153 Flüge der Lufthansa nur 107 Verbindungen. Auch von Zürich aus heben im Juli zehn Lufthansa-Maschinen weniger in Richtung Frankfurt ab als eigentlich geplant. Die Swiss hat die Flüge nach Frankfurt ganz ausgesetzt, die Verbindungen werden vom Mutterkonzern Lufthansa übernommen.

Zwischen Basel und Frankfurt gibt es im Juli statt 153 Flüge der Lufthansa nur 107 Verbindungen. Auch von Zürich aus heben im Juli zehn Lufthansa-Maschinen weniger in Richtung Frankfurt ab als eigentlich geplant. Die Swiss hat die Flüge nach Frankfurt ganz ausgesetzt, die Verbindungen werden vom Mutterkonzern Lufthansa übernommen.

PantherMedia / roland brack
Auch die Anzahl der Flüge zwischen Zürich und Berlin hat die Lufthansa im Juli um 17 und im August um 18 auf 195 Flüge verringert.

Auch die Anzahl der Flüge zwischen Zürich und Berlin hat die Lufthansa im Juli um 17 und im August um 18 auf 195 Flüge verringert.

IMAGO/Dirk Sattler
Wer nach Köln will, kann im Juli auf nur 47 statt 68 und im August nur auf 40 statt 53 Verbindungen der Lufthansa zählen.

Wer nach Köln will, kann im Juli auf nur 47 statt 68 und im August nur auf 40 statt 53 Verbindungen der Lufthansa zählen.

imago images/Jochen Tack

Darum gehts

  • Diverse grosse Airlines kämpfen derzeit mit akuter Personalknappheit.

  • Mittlerweile hat die Swiss bekanntgegeben, dass bis im Oktober unzählige Flüge ausfallen werden.

  • Auch Easyjet und KLM haben ihr Angebot für diesen Sommer reduziert.

Wer in den Sommerferien ins Ausland verreisen will, muss sich aufs Schlimmste gefasst machen. Weil wegen Corona-Fällen und Entlassungen während der Pandemie nicht genug Personal vorhanden ist, kommt es bereits seit Anfang Juni an verschiedensten Flughäfen in Europa zu stundenlangen Wartezeiten, so etwa am Amsterdamer Flughafen Schiphol. Auch die Swiss hat Anfang Juni bekanntgegeben, rund 100 für den Juli und August geplante Flüge zu streichen, wie die Zeitungen von CH-Media schreiben.

In einer Medienmitteilung gibt die Swiss am Dienstag bekannt, dass bis im Oktober weitere Flüge gestrichen werden. «Die Streichungen im Umfang von rund zwei Prozent des geplanten Flugprogramms erfolgen durch weitere Reduzierungen von Frequenzen, Swiss stellt jedoch weiterhin die Anbindung der Schweiz an Europa und die Welt sicher. Die Flüge zwischen Zürich und Wien werden weiterhin und voraussichtlich bis Ende Winterflugplan 2022/23 von der Swiss Schwestergesellschaft Austrian Airlines durchgeführt. Von den geplanten 31.414 Flügen im Zeitraum August bis Oktober streicht Swiss 676 Flüge.»

CEO der Swiss entschuldigt sich bei Fluggästen

Der CEO der Swiss, Dieter Vranckx, nimmt in der Medienmitteilung der Fluggesellschaft ebenfalls Stellung zu den gestrichenen Flügen: «Das komplexe Aviatiksystem in Europa und weltweit befindet sich aktuell am operativen Anschlag. Angesichts der sich noch weiter verschärfenden Rahmenbedingungen und um unserer Verantwortung gegenüber unseren Fluggästen in vorausschauender Weise gerecht zu werden, werden wir diesen Beitrag zur Entlastung des Gesamtsystems leisten.»

Man bedauere die notwendig gewordenen weiteren Flugplananpassungen und entschuldige sich ausdrücklich bei den betroffenen Fluggästen für die entstandenen Unannehmlichkeiten, so der CEO weiter. 

Bist du auch von den Stornierungen betroffen?

Damit steht die Schweizer Airline nicht alleine da – auch die Billig-Airline Easyjet gab Anfang Juni bekannt, den Betrieb auf Strecken wie Basel-Berlin zu reduzieren. Welche Airlines genau welche Verbindungen gestrichen oder reduziert haben, erfährst du in der Bildgalerie.

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