Fahrer-Wechsel: Diese Formel-1-Stars könnten ihren Platz für die neue Saison verlieren

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Fahrer-WechselDiese Formel-1-Stars könnten ihren Platz für die neue Saison verlieren

Von wegen langweilige Sommerpause in der Formel 1. Mit dem Fahrerwechsel bei Alpine gehen die Fahrer-Spekulationen für 2023 so richtig los.

von
Lucas Werder
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Daniel Ricciardo und Mick Schumacher müssen um ihre Plätze in der Formel 1 zittern.

Daniel Ricciardo und Mick Schumacher müssen um ihre Plätze in der Formel 1 zittern.

IMAGO/HochZwei
Altmeister Fernando Alonso fährt 2023 für Aston Martin.

Altmeister Fernando Alonso fährt 2023 für Aston Martin.

AFP
Seinen Platz bei Alpine könnte Ersatzfahrer Oscar Piastri (rechts) erben.

Seinen Platz bei Alpine könnte Ersatzfahrer Oscar Piastri (rechts) erben.

IMAGO/Beautiful Sports

Darum gehts

  • Mit dem überraschenden Wechsel von Fernando Alonso zu Aston Martin ist der Transfermarkt in der Formel 1 lanciert.

  • Bereits einen Tag später präsentierte Alpine mit Oscar Piastri (21) einen Nachfolger – der weigert sich aber.

  • Gleich drei aktuelle Fahrer könnten ihr Cockpit für 2023 verlieren.

  • Bei Ferrari, Red Bull und Mercedes wird es dagegen keine Wechsel geben.

Gerade rechtzeitig zur Sommerpause nimmt das Fahrerkarussell in der Formel 1 so richtig Fahrt auf. Am vergangenen Donnerstag verkündete der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel (35) seinen Rücktritt per Ende Saison. Am Montag folgte der nächste Kracher: Fernando Alonso (41) tritt die Nachfolge des Deutschen bei Aston Martin an und verlässt den französischen Rennstall Alpine (ehemals Renault).

Am Dienstag folgt bereits die offizielle Meldung, wer Alonso bei Alpine beerben wird: Oscar Piastri (21). Der Australier schnappte sich sowohl in der Formel 3 (2020) als auch in der Formel 2 (2021) jeweils in seinem ersten Jahr gleich den WM-Titel. In dieser Saison steht er als Ersatzfahrer bei Alpine im Einsatz. Er soll 2023 als zweiter Fahrer neben Esteban Ocon an den Start gehen. Piastri selber stellt kurz darauf aber klar, dass er keinen Vertrag mit Alpine unterzeichnet habe.

Unklare Zukunft von Ricciardo

Denn auch bei McLaren soll Oscar Piastri ein heisser Kandidat sein. Denn während Lando Norris (22) bei McLaren fest im Sattel sitzt, gilt Daniel Ricciardo (33) nach einer bislang enttäuschenden Saison als Wackelkandidat – trotz laufendem Vertrag bis 2023. Der spanische IndyCar-Pilot Alex Palou (25) soll eine Option sein. Die Gerüchte über einen möglichen Wechsel von Pierre Gasly (26) zu McLaren haben sich dagegen zerschlagen. Der Franzose hat seinen Vertrag bei Alpha Tauri um ein weiteres Jahr verlängert.

Dort dürfte in der neuen Saison im zweiten Auto wohl erneut Yuki Tsunoda (22) Platz nehmen. Zwar besitzt der Japaner noch keinen neuen Vertrag, von den Red-Bull-Nachwuchsfahrern konnte sich in der laufenden Formel-2-Saison aber keiner so richtig aufdrängen. Im Gegenteil: Mit Jüri Vips (22) feuerte der Rennstall Ende Juni ein vielversprechendes Talent, nachdem der Este auf dem Streaming-Portal Twitch für einen Rassismus-Skandal gesorgt hatte.

Schumacher muss zittern

Alles klar scheint dagegen bei Aston Martin. Nach der Verpflichtung von Alonso steht das Fahrer-Duo für die kommende Saison. Auch wenn Lance Stroll noch keinen Vertrag für 2022 besitzt, dürfte der Kanadier mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit auch im neuen Jahr für den britischen Rennstall an den Start gehen – auch dank Vater Lawrence Stroll, dem 16,7 Prozent des Automobilherstellers gehören.

Nachdem sich Alonso den freien Platz bei Aston Martin gesichert hat, könnte es immer enger für Mick Schumacher (23) werden. Im Gegensatz zu Teamkollege Kevin Magnussen (29) läuft seine Anstellung bei Haas nur noch bis Ende Jahr. Ein Wechsel zu einem anderen Team scheint damit wohl vom Tisch, der Deutsche wird sich mit einer starken zweiten Saisonhälfte für einen neuen Haas-Vertrag empfehlen müssen.

Mega-Talent als Zhou-Nachfolger?

Eine turbulente Debüt-Saison erlebt Guanyu Zhou (23) im Alfa-Sauber. Neben seinem Horror-Crash in Silverstone sorgte der Chinese auch mit teilweise sehr überzeugenden Leistungen für Aufsehen. Trotzdem hat er sein Cockpit im Gegensatz zu Valtteri Bottas (32) in der kommenden Saison wohl noch nicht sicher. Der erst 18-jährige Theo Pourchaire, der bei Sauber unter Vertrag steht, gilt als Mega-Talent. Ob Rennstall-Chef Frédéric Vasseur den Franzosen aber bereits jetzt in die Formel 1 schicken will, steht auf einem anderen Blatt.

Bei Williams laufen Ende Saison gleich die Verträge beider Fahrer aus. Während Alex Albon (26) dank starken Leistungen gute Karten auf einen Platz 2023 hat, steht hinter Nicholas Latifi (27) ein dickes Fragezeichen. Der ehemalige Formel-E–Weltmeister Nyck de Vries gilt als heisser Kandidat. Im Mai absolvierte der Niederländer beim GP von Spanien bereits ein Freies Training im Williams.

Keine Wechsel bei den Spitzenteams

Bei den Top-Teams wird es im Hinblick auf die nächste Saison keine Änderungen geben. Red Bull wird nach den Vertragsverlängerungen von Max Verstappen (2028) und Sergio Pérez (bis 2024)  mit dem gleichen Fahrer-Duo an den Start gehen. Das gilt auch für Mercedes mit Lewis Hamilton und George Russell. Bei der zuletzt hart kritisierten Scuderia Ferrari hatte Carlos Sainz im April ebenfalls ein neues Arbeitspapier unterschrieben und wird bis mindestens 2024 an der Seite von Charles Leclerc bleiben. 

Hier fliegt Alfa-Sauber-Pilot Zhou in Silverstone beinahe in die Zuschauer.

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