Aktualisiert 02.06.2018 08:24

Groteske Darstellungen

Diese Fotos sind für Berufstätige ein Affront

Bei Bildagenturen findet man absurde Symbolfotos zu verschiedensten Berufen. Die Twitter-Gemeinde macht sich einen Spass daraus.

von
dob
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Die Twitter-Gemeinde macht sich über Symbolbilder von Bildagenturen lustig. Denn diese bieten Fotos zu den verschiedensten Berufen an. Die Darstellungen entsprechen aber selten der Realität und sind teils völlig absurd. Twitter-Nutzer kommentieren die Bilder mit viel Ironie.

Die Twitter-Gemeinde macht sich über Symbolbilder von Bildagenturen lustig. Denn diese bieten Fotos zu den verschiedensten Berufen an. Die Darstellungen entsprechen aber selten der Realität und sind teils völlig absurd. Twitter-Nutzer kommentieren die Bilder mit viel Ironie.

AP/Matt Rourke
Auch viele Ungereimtheiten sind auf den Bildern zu finden. Oder was macht eine Bauarbeiterin im Lager für Arbeitskleidung mit einer Schutzbrille auf?

Auch viele Ungereimtheiten sind auf den Bildern zu finden. Oder was macht eine Bauarbeiterin im Lager für Arbeitskleidung mit einer Schutzbrille auf?

pixabay
Zum Vergleich: So sehen echte Bauarbeiter aus.

Zum Vergleich: So sehen echte Bauarbeiter aus.

Keystone/Gaetan Bally

Den meisten Jobs haften Klischees an. So hantieren die Chemiker stets mit bunten Flüssigkeiten, die Lehrer haben immer einen Zeigestab für die Wandtafel zur Hand oder die Journalisten schreiben noch heute auf der guten alten Schreibmaschine. Mit der Realität haben solche Bilder in der Regel nichts zu tun.

Dennoch geistern sie zuhauf in Werbeanzeigen und in Magazinen herum. Grund sind die oft grotesken Symbolfotos im Katalog der grossen Bildagenturen. Gezeigt werden keine realen Szenen aus dem Berufsalltag. Stattdessen posieren Models als Arzt mit weissem Kittel und Stethoskop oder als Architekt mit Papierrolle. Die Bilder können die Nutzer dann für ihre Zwecke downloaden.

Die Berufsdarstellungen auf den Fotos sind oft so haarsträubend, dass sich Twitter-Nutzer darüber lustig machen, wie das Nachrichtenmagazin «Stern» schreibt. Unter dem Hashtag #BadStockPhotosOfMyJob teilen sie die Fotos und kommentieren mit viel Ironie ihre eigenen Berufe.

Mit welchen Vorurteilen und Klischees ist Ihr Job behaftet?

Dabei entlarven sie auch diverse Ungereimtheiten wie etwa bei der Chirurgin mit der Zange aus der Werkstatt. Eine Nutzerin ist erstaunt, mit was für einem Werkzeug sie sich an ein Gehirn heranmacht:

Ein Chemiker kann über dieses Foto nur noch den Kopf schütteln. Ein so sauber aufgeräumtes Labor mit bunten Flüssigkeiten kann sich wohl nur jemand vorstellen, der keine Ahnung von dem Beruf hat:

Apropos Labor: Welche Chemikerin hantiert im richtigen Leben mit gefährlichen Flüssigkeiten und trägt dabei keine Schutzbrille? Passend dazu das Periodensystem im Hintergrund an der Wandtafel. Mehr Klischee geht nicht:

Journalisten haben es stressig. Darum brauchen sie ab und zu ein kurzes Nickerchen – selbstverständlich über der Schreibmaschine. Genau: Auch im digitalen Zeitalter schreiben Journalisten noch immer auf Schreibmaschinen. Ach ja, der obligate Kaffee in der Hand darf auch nicht fehlen.

So entspannend kann der Beruf des Biologen sein: Mit Schutzbrille und zufrieden lächelnd kann man dem Gras beim Wachsen zuschauen:

Als Grafikdesigner dreht sich alles um Farben. So liegen bunte Stifte und Farbtabellen überall herum. Am Computer darf das Farbenspektrum nicht fehlen. Hätten Sie das gewusst?

Achtung Finger: Dass hier kein professioneller Koch am Gemüse rumschnipselt, ist schnell klar. Denn ohne Krallengriff geht in der Restaurant-Küche gar nichts.

Das Model in dieser gestellten Szene hat wohl noch nie einen Lötkolben in der Hand gehalten. Es müsste sonst wissen, dass ein richtiger Elektroingenieur das Werkzeug nicht an der heissen Spitze hält.

Als Frauenarzt gebe er seiner Patientin immer nach der Untersuchung mit der Hand eine Zeichen, dass alles in Ordnung sei, meint dieser Nutzer. «Das ist überhaupt nicht gruselig», kommentiert er ironisch.

Weitere absurde Berufsbilder sehen Sie in der Bildstrecke oben.

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