Jetzt wird spekuliert: Diese Gegner drohen der Schweizer Nati
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Jetzt wird spekuliertDiese Gegner drohen der Schweizer Nati

Am 6. Dezember werden die WM-Gruppengegner der Schweizer Nati ausgelost. Noch sind die vier Lostöpfe nicht definitiv eingeteilt - trotzdem drohen grosse Gegner.

von
Alexandra Stäuble und Adrian Hunziker

Als letztes Team hat sich in der Nacht auf Donnerstag Uruguay für die Fussball-WM in Brasilien qualifiziert. Doch erst am 3. Dezember, also drei Tage vor der Gruppenausloung in der brasilianischen Küstenstadt Costa do Sauípe, stehen die vier Lostöpfe mit den 32 WM-Teilnehmern definitiv fest.

Die 32 Teams werden acht Vorrundengruppen aus je vier Teams zugelost. Seit dem Albanien-Spiel und der damit verbundenen WM-Qualifikation steht für die Schweiz fest, dass sie als einer der acht Gruppenköpfe gesetzt sein wird. Die anderen sieben Teams sind Gastgeber Brasilien, Spanien, Deutschland, Argentinien, Kolumbien, Belgien und Uruguay.

Während Topf eins von der Fifa mittels der Weltrangliste festgelegt wurde, wird über die Töpfe zwei, drei und vier erst am 3. Dezember entschieden. Dennoch kann plusminus gesagt werden, wen die Fifa welchem Topf zuteilen dürfte. Der Weltverband will dies anhand von regionalen und sportlichen Kriterien machen.

Was passiert mit den nicht gesetzten Europäern?

Wie gesagt: Mit Spanien, Deutschland, Belgien und der Schweiz gehören vier der 13 europäischen Teams Topf 1 an. Will heissen: Mit Holland, Italien, England, Portugal, Griechenland, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Russland und Frankreich bleiben neun Teams übrig. In den für europäische Teams gedachten Lostopf 4 passen aber nur acht Teams.

Frankreich, der aktuell schwächste aller WM-Fahrer aus Europa (21.), wird aus diesem Grund einem anderen Topf zugeteilt. So soll die Equipe Tricolore aus mathematischen Gründen Topf drei mit den verbleibenden zwei Teams aus Südamerika (Chile, Ecuador) und den fünf Afrikanern (Algerien, Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun und Nigeria) angehören. Der zweite Topf würde aus je vier Teams aus Asien (Japan, Südkorea, Iran, Australien) und Nord- und Mittelamerika (Costa Rica, Honduras, Mexiko, USA) gebildet werden.

So dürften die Töpfe in etwa aussehen:

Topf 1: Brasilien, Spanien, Deutschland, Argentinien, Kolumbien, Belgien, Schweiz, Uruguay

Topf 2: Australien, Iran, Japan, Südkorea, Costa Rica, Honduras, Mexiko, USA

Topf 3: Frankreich, Chile, Ecuador, Algerien, Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun, Nigeria

Topf 4: Niederlande, Italien, England, Portugal, Griechenland, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Russland

Die Horror- und die Wunschgruppe

Obwohl die Schweiz in Topf 1 gesetzt ist, könnten grössere Brocken auf die Nati zukommen. 20 Minuten präsentiert Ihnen zwei Szenarien: die Horror- und die Wunschgruppe.

Aus Topf 4 könnte ein starker Gegner wie beispielsweise Holland zugelost werden. Die «Elftal» hat auch in dieser Qualifikation überzeugt. Bei zehn Quali-Spielen resultierten neun Siege und ein Unentschieden. Dabei liessen die «Oranje» weder den Rumänen, den Ungarn noch den Türken einen Hauch einer Chance auf den Gruppensieg.

Den Franzosen ausgewichen

Da in einer WM-Gruppe maximal zwei Teams aus Europa mittun dürfen, würde die Nati somit den Franzosen aus dem Weg gehen. Doch wenn dafür die Elfenbeinküste aus Topf 3 dazukäme, würde die Aufgabe nur ganz wenig einfacher. Auf Superstar Didier Drogba müssten die Nati-Innenverteidiger Steve von Bergen und Fabian Schär gehörig aufpassen.

Um die Horrorgruppe abzurunden, mischen wir noch die Mexikaner bei. Die Mittelamerikaner haben sich erst in der Barrage gegen Neuseeland für die WM qualifiziert. Und obwohl Mexiko eine spielstarke Truppe hat, sieht die Bilanz gegen die Mexikaner an einer WM für die Schweiz rosig aus: Den einzigen Vergleich bei der WM 1950 - ebenfalls in Brasilien! - gewann die Nati 2:1. Wenn das kein gutes Omen ist.

Und wieder die Griechen

In der Wunschgruppe befinden sich Gegner, die der Schweiz liegen und die als schlagbar gelten. Da wären aus Topf 4 die Griechen. In der Quali für die WM 2010 schlugen die Eidgenossen Griechenland zweimal und sicherten sich mit dem Gruppensieg das Ticket nach Südafrika. Griechenland war als Gruppenkopf in die Quali gestartet.

Zwei weitere einfachere Gegner, die die Gruppe komplettieren könnten, wären Algerien und der Iran. Beides sind Teams, die ab und zu an einer WM teilnahmen, aber bisher wie die Schweizer Nati keine Stricke zerreissen konnten. Doch den Schweizern wäre bei dieser Konstellation der Gruppeneinteilung einiges zuzutrauen.

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