Aktualisiert 01.04.2020 09:52

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«Diese Grosszügigkeit ist genial»

In Meggen LU kauft ein Vermieter für seine vier Mietparteien ein – und stellt ihnen kostenlos einen Notvorrat zur Verfügung. Die Mieter sind begeistert.

von
mhu
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In Meggen LU hat ein Vermieter in einer seiner Liegenschaften einen Notvorrat eingerichtet.

In Meggen LU hat ein Vermieter in einer seiner Liegenschaften einen Notvorrat eingerichtet.

Leser-Reporter/Monica Fischer
Die vier Mietparteien können sich dort kostenlos und bedürfnisorientiert bedienen.

Die vier Mietparteien können sich dort kostenlos und bedürfnisorientiert bedienen.

Leser-Reporter/Monica Fischer
Leserin Monica Fischer ist begeistert von der Aktion und sagt: «Er hat das Herz am richtigen Fleck.»

Leserin Monica Fischer ist begeistert von der Aktion und sagt: «Er hat das Herz am richtigen Fleck.»

Leser-Reporter/Monica Fischer

Leserin Monica Fischer aus Meggen LU ist gerührt über die Geste ihres Vermieters. In seinem Sitzungszimmer im Gebäude habe der Mann den vier Mietparteien einen Notvorrat eingerichtet, bei dem sie sich kostenlos und bedürfnisorientiert bedienen können und das kostenlos. «Diese Grosszügigkeit ist genial. Solch ein Zeichen an Wertschätzung und Wohltätigkeit ist nicht zu überbieten», so die 61-Jährige. Die Aktion zeige die Loyalität des Vermieters und dass es ihm nicht nur ums Geld gehen würde.

Doch wenn es schon in Läden zu Hamstereinkäufen kommt, wie ist es dann, wenn etwas gratis angeboten wird? «Bei uns ist Hamstern kein Thema. Wenn man schon so ein Angebot erhält, dann nutzt man das nicht aus», so Fischer überzeugt.

Liste mit Wünschen

Bei keinem der drei anderen Parteien bestehe das Problem, dass sie das Angebot ausnützen würden. Im Gegenteil: «Eine junge Frau hat dem Vermieter sogar angeboten, ihm beim Einkaufen zu helfen. Sie führen eine Excel-Liste und wenn man ein Produkt braucht, dann kann man es dort eintragen», erzählt Fischer. Der Mieter und die Frau würden dann jeweils am Donnerstag und am Freitag einkaufen gehen.

Zudem werde auf der Liste ständig aktualisiert, was sich gerade im Notvorrat befinde. Dies sei beispielsweise Pasta, Erbsen und Rüebli, Konserven, Mayonnaise, verschiedene Saucen, Olivenöl, Rahm, bemalte Ostereier oder WC-Rollen. «Letztens hat er sogar geschrieben, dass sich im Gefrierfach Rindsentrecôte, Filet im Teig oder Zöpfli fürs Zmorge befinden würden. Das ist unglaublich, er hat uns den Lebensmittelladen nach Hause gebracht.»

Wenn sie ihren Bekannten davon erzähle, dann sagen sie erstaunt, das gebe es niemals – ausser er sei Multimillionär. «Das ist er aber nicht. Er hat einfach das Herz am richtigen Fleck», erzählt Fischer.

Der Vermieter selbst sagt auf Anfrage: «Ich bin Vermieter mehrerer Liegenschaften. Das Angebot des Notvorrates stelle ich vor allem Mietern, die bereits älter sind oder eventuell auch einer Risikogruppe angehören, gerne zur Verfügung. Ich versuche damit ein wenig zu helfen und zu unterstützen.» Er möchte anonym bleiben, da er dieses Angebot nicht in allen Liegenschaften machen könne, da es schlichtweg den Rahmen sprengen würde.

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