Diese Visualisierung zeigt, wie die Plastikhäuser einst aussehen könnten.
Othalo
08.11.2020 10:00

Diese Häuser sind aus Plastik

Ein norwegisches Start-up baut in Zusammenarbeit mit der UN Häuser, die aus recyceltem Plastik bestehen.

von
Meret Steiger
8.11.2020

Das norwegische Start-Up Othalo hat kostengünstige und stabile Häuser entworfen, die komplett aus recyceltem Plastik bestehen. Die ersten Plastikgebäude sollen in Afrika gebaut werden.

Architekt Julian de Smedt ist für das Design der Plastikhäuser verantwortlich.

Architekt Julian de Smedt ist für das Design der Plastikhäuser verantwortlich.

JDS Architects / Othalo

Designt wurden die Häuser von Architekt Julian de Smedt in Zusammenarbeit mit UN-Habitat(Programm der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen), das sich für nachhaltige und sichere Wohngebiete einsetzt.

Acht Tonnen Plastik pro Haus

Für jedes Haus, das Othalo bauen möchte, braucht es rund acht Millionen Plastik. Das ist aber kein Problem: Fast überall auf der Welt gibt es genug Plastikabfall, um daraus ein Othalo-Haus zu bauen. So soll das Haus nicht nur für weniger Plastikabfall sorgen, sondern auch eine Lösung für Gegenden sein, in denen klassische Baumaterialien knapp und teuer sind.

Miteinander verbundene, zweistöckige Wohnblöcke …

Miteinander verbundene, zweistöckige Wohnblöcke …

JDS Architects / Othalo
… mit gedeckten Balkonen und Terrassen. So sollen die Plastikhäuser von Othalo aussehen.

… mit gedeckten Balkonen und Terrassen. So sollen die Plastikhäuser von Othalo aussehen.

JDS Architects / Othalo
Othalo ist ein norwegisches Start-Up, das in Zusammenarbeit mit UN-Habitat nachhaltige Häuser designt.

Othalo ist ein norwegisches Start-Up, das in Zusammenarbeit mit UN-Habitat nachhaltige Häuser designt.

JDS Architects / Othalo

Die derzeitige Visualisierung zeigt zweistöckige, blockartige Gebäude mit gedeckten Terrassen und Balkonen. Architekt de Smedt hat sich beim Design an Gebäuden in besonders schnell wachsenden Städten, wie beispielsweise Nairobi, orientiert. «Ich habe geschaut, wie in Afrika Innen- und Aussenräume verbunden werden und wie man Ventilation und Schatten schaffen kann.» sagt de Smedt.

Eine Milliarde Häuser möglich

Aktuell ist das Projekt noch in der Planungsphase, die ersten Plastikhäuser sollen 2022 in Afrika gebaut werden. Othalo schätzt, dass es weltweit genug Plastikabfall gibt, um eine Milliarde Häuser mit ihrer Methode zu bauen. Neben Wohnhäusern plant Othalo auch Lagerräume, Notunterkünfte, Schulen und Spitäler aus Plastikabfall.

Was hältst du von den Plastikhäusern von Othalo? Erzähl es uns in de Kommentaren!

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4 Kommentare
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Nick

09.11.2020, 09:27

Ein Haus aus Altplatik wünsche ich meinem schlimmsten Feind nicht.

süli

09.11.2020, 05:48

wieso steht hier nichts über die recherchen des architekten, die sicherlich gemacht wurden bevor die UNO für so ein projekt gewonnen werden konnte? ich nehme an, die haben sich gedanken darüber gemacht, was mit den kleinsten partikeln und den freigesetzten dämpfen passiert in der afrikanischen hitze? bitte mehr details und follow up bei solchen echten und wertvollen news. grundsätzlich finde ich die idee toll, dass mit diesem projekt gleich probleme gelöst werden. den plastikmüll zu verwerten statt zu verbrennen klingt wirklich gut. aber noch besser wäre es, wenn die produktion von plastik endlich gedrosselt werden würde... aber hierfür braucht es mut, und einigi gute alternative-lösungen zum plastik!

prof dr althaus

08.11.2020, 10:14

sorry aber die menschheit ist verlohren! stellt euch mal vor was mit diesen plastik am haus passiert... dieser setzt sich nach und nach in der erde rund um die häuser ab! ganz geschweige denn von den plastikdämpfen im und ums haus... gute nacht dann in der heizperiode wenn die plastikdämpfe so richtig hoch kommen!