Metaverse – Diese Handschuhe sollen die virtuelle Welt greifbar machen
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Haptische TechnologieDiese Handschuhe sollen die virtuelle Welt greifbar machen

Raue Oberflächen und weiche Stoffe kann man in einer virtuellen Umgebung heutzutage nicht unterscheiden. Meta will dies in Zukunft aber möglich machen.

von
Dominique Zeier

Mit solchen Handschuhen sollen wir in Zukunft virtuelle Gegenstände fühlen können.

Meta

Darum gehts

  • Meta will uns mit Metaverse eine virtuelle Welt eröffnen.

  • Um diese richtig erfahren zu können, reicht aber eine einfache VR-Brille nicht.

  • Denn diese lässt die Nutzerin oder den Nutzer die Umgebung nicht erfühlen.

  • Dies will Meta in Zukunft mithilfe von haptischen Handschuhen möglich machen.

Die Vorstellung, dass wir uns in einen virtuellen Raum begeben können, in welchem wir arbeiten, Freunde treffen und neue Erfahrungen sammeln, ist faszinierend. Genau daran arbeitet das Unternehmen Meta, vormals bekannt als Facebook. Es will ein sogenanntes Metaverse aufbauen, das all diese Eigenschaften aufweisen soll. Doch bis es so weit ist, müssen noch einige Hürden genommen werden. Zwar sind Virtual-Reality-Technologien mittlerweile so weit fortgeschritten, dass man sich visuell in einer virtuellen Welt verlieren kann, diese Welt tatsächlich zu erfahren und greifbar zu machen, ist allerdings schwierig.

Denn so scharf die Umwelt mit einer VR-Brille auch erscheint, so kann dies doch nicht von der Tatsache ablenken, dass man einen virtuellen Ball in der Hand nicht spürt, die Tasten einer virtuellen Tastatur nicht unter dem leichten Druck der Finger nachgeben oder man die Struktur eines virtuellen Baumstamms nicht an den Fingerspitzen fühlen kann. Das will Meta ändern.

Haptische Handschuhe

Wie das Unternehmen angekündigt hat, arbeitet es bereits seit einigen Jahren an einer neuen Technologie, die es erlauben soll, die virtuelle Welt tatsächlich greifbar zu machen. Möglich werden soll dies mithilfe von haptischen Handschuhen, die das Gefühl der Struktur und des Widerstands eines Gegenstands so genau wie möglich nachahmen sollen.

Meta

«Stell dir vor, du arbeitest mit einem ultra-realistischen 3-D-Avatar eines Freundes gemeinsam an einem virtuellen Puzzle. Wenn du das Puzzlestück vom Tisch vor dir aufnimmst, fühlst du, wie deine Finger automatisch gestoppt werden, wenn sie das Puzzlestück erreichen und du kannst auch fühlen, wie es in deiner Hand liegt, wenn du es aufhebst. Du fühlst die Schärfe der Kartonkanten und die glatte Oberfläche in deinen Fingern», beschreibt Meta die Erfahrung.

«Möglichkeiten sind immens»

Bisher ist diese haptische Technologie noch nicht sonderlich weit fortgeschritten. Bereits bestehende Handschuhe sind klobig, unpraktisch und ungenau. Meta will, dass solche Gadgets in Zukunft schicker und leichter werden. Bis dahin sei es aber noch ein weiter Weg, so Research Director Sean Keller. «Wir kreieren wirklich alles in dieser Disziplin von Grund auf neu. Wir müssen lernen, wie Menschen Gefühle und Berührungen interpretieren und Bewegungen ausführen.»

Um ein lebensechtes Gefühl in den Händen zu vermitteln, muss ein Handschuh mit Hunderten von kleinen Gliedern ausgestattet werden, die mit winzigen Motoren angetrieben werden. Doch wie das Team um Keller herausgefunden hat, würde eine solche Vielzahl an Motoren zu viel Hitze abgeben, um auf der Haut getragen werden zu können. Daher widmet sich das Team nun weichen Robotern und Microflüssigkeiten, sowie pneumatischen Sensoren. Dies sieht so aus:

«Die Möglichkeiten, die diese Forschung eröffnet, sind immens», sagt Research Hardware Engineering Director Tristan Trutna. «Wir sind zwar auf haptische Handschuhe fokussiert, aber diese Technologie wird in Zukunft zu radikalen Fortschritten in anderen Bereichen wie der Medizin, der Biochemie und Wearables führen.»

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