Heldin auf vier Pfoten: Diese Hündin riskierte an 9/11 ihr Leben
Aktualisiert

Heldin auf vier PfotenDiese Hündin riskierte an 9/11 ihr Leben

Die Hündin Bretagne suchte nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 Verschüttete. Nun kehrte sie als alte Dame nach New York zurück - für einen ganz besonderen Anlass.

von
bat

Die Golden-Retriever-Hündin Bretagne (ausgesprochen: Brittäni) war gerade mal zwei Jahre alt, als in New York am 11. September 2001 Terroristen zwei Passagierflugzeuge in die Türme des World Trade Centers steuerten. Trotzdem war sie zusammen mit anderen Suchhunden während zwei Wochen im Einsatz, um in den Trümmern nach Verschütteten zu suchen.

Bretagne war dabei zwölf Stunden pro Tag mit ihrer Besitzerin Denise Corliss unterwegs und gönnte sich jeweils nur kurz gleich vor Ort ein Nickerchen zwischen den anstrengenden Einsätzen. «Nach den Anschlägen waren alle bestürzt. Wir wollten einfach helfen», sagte Corliss in der US-Morgenshow des Senders NBC.

Nun kehrte Bretagne zum ersten Mal seit 2001 nach New York zurück. Die 15-jährige Hündin wurde als einer von acht Vierbeinern für den Hero Dog Award nominiert. Mit diesem Award sollen Ende September Hunde ausgezeichnet werden, die Aussergewöhnliches geleistet haben. Neben Bretagne sind auch Militär-, Polizei- und andere Rettungshunde nominiert.

Corliss musste mit den Tränen kämpfen

In New York besuchte Corliss mit ihrer Hündin auch das 9/11-Memorial-Center. Als die Hundebesitzerin, die in Texas lebt, die Tafeln mit den rund 3000 bei den Terroranschlägen umgekommenen Menschen sah, musste sie mit den Tränen kämpfen. «Das alles zu sehen, hat mir den Atem geraubt», sagte die 49-Jährige gegenüber Today.com. «Im Gegensatz zu den Tagen nach den Anschlägen ist nun alles ruhig und friedlich», so Corliss weiter.

Corliss bekam Bretagne im Jahr 1999 im Alter von acht Wochen. 20 bis 30 Stunden pro Woche habe sie mit der Hündin trainiert, um sie als Suchhund auszubilden. Im Jahr 2000 wurde sie mit Bretagne offiziell in die Texas Task Force 1 aufgenommen, was bedeutete, dass sie fortan bei Katastrophen nach Verschütteten suchen konnten.

Den Einsatz am 11. September werde Corliss nie vergessen. «Ich hatte wirklich geglaubt, dass wir Überlebende finden können», sagte sie. Doch die Realität sah anders aus: Sie fanden nur Tote. Der Einsatz ging auch an Bretagne nicht spurlos vorüber. Bei einem ihrer ersten Suchaufträge rutschte sie auf einem Metallteil aus und verletzte sich leicht. Sie war aber zum Glück schnell wieder einsatzbereit.

Laut Cindy Otto, einer Veterinärin, die die Rettungshunde auf Ground Zero am 11. September 2001 betreute, waren insgesamt 300 Rettungshunde im Einsatz. «Sie waren viel mehr als nur gute Spürnasen», sagte Otto gegenüber Today.com. Sie hätten den erschöpften Feuerwehrleuten immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert.

Denise Corliss und Bretagne in der «Today»-Show:

(Quelle: YouTube/TheFoundryBlog)

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