Die CL lockt: Diese Hürden müssen die Schweizer nehmen
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Die CL locktDiese Hürden müssen die Schweizer nehmen

Heute könnte sich entscheiden, welche zwei Teams die Schweiz in der nächsten Saison ins Rennen um die Champions League schickt. Klar ist nur eines: Der Weg wird in drei von vier Fällen extrem steinig.

von
fox

Heute Abend könnte in der Super League die Entscheidung in der Meisterschaft fallen. Gleichzeitig könnte die Entscheidung um die Verteilung der Schweizer Teilnehmer in der Champions-League-Qualfikation fallen. Der Schweizer Meister wird dabei über den Meisterweg versuchen, an die Honigtöpfe der Königsklasse zu kommen, der Vize-Meister erhält die Chance über den deutlich schwierigeren Platzierungsweg. In beiden Varianten müssen die Schweizer Vertreter zwei Runden überstehen.

Holt Basel den Titel, ist der Meisterweg zumindest auf dem Papier auf jeden Fall machbar. Die Basler wären dank dem hervorragenden Uefa-Koeffizienten von 59,785 in beiden Runden das bestklassierte Team und somit gesetzt. Die möglichen Gegner in der dritten Runde wären gemäss Koeffizient Mannschaften im Bereich von Sheriff Tiraspol, Molde FK (gegen beide siegte Basel zuletzt) oder NK Maribor.

In den Playoffs wären die Gegner dann etwas stärker. Im Normalfall wartet dann ein Team aus dem Quintett Viktoria Pilsen, Dinamo Zagreb, Partizan Belgrad, Legia Warschau oder Austria Wien. Scheitern allerdings die Favoriten schon in der 2. Runde, wäre ein möglicher Weg Basels in die Champions League auch beispielsweise über The New Saints (Wales) und Zeljeznicar Sarajevo möglich.

Der Platzierungsweg wird für Basel, GC oder St. Gallen brutal hart

Schwieriger wird der Weg natürlich, falls Basel den Titel noch verspielt. Gesetzt wäre der FCB dann im Normalfall nur noch bei der ersten von zwei Qualifikationshürden. Die Gegner wären dann: Fenerbahce Istanbul, Red Bull Salzburg (Bild), Nordsjaelland (Dä), Zulte Waregem (Bel) oder der Sieger der CL-Playoffs in Griechenland (2 Runden vor Schluss führt PAOK Saloniki da mit drei Punkten Vorsprung). In der zweiten Runde wäre Basel aller Voraussicht nach nicht gesetzt und dürfte auf einen Brocken aus dem Quintett Arsenal, Milan, Schalke, Valencia und Lyon treffen.

Für GC wird der Weg in die Champions League derweil als Meister oder Vize-Meister deutlich steiniger. Über den Platzierungsweg würde den Zürchern in der ersten Runde Lyon, Zenit St. Petersburg, PSV Eindhoven, Metalist Charkow (Ukr) oder Fenerbahçe Istanbul zugelost, in den Playoffs hiesse die Hürde dann Arsenal, Milan, Schalke, Valencia, Lyon oder Zenit St. Petersburg. St. Gallen, das theoretisch ebenfalls noch Chancen auf den Vize-Meistertitel hat, würde aufgrund des ähnlich schwachen Uefa-Koeffizienten vor den gleichen Hürden stehen.

GC auch mit schwierigem Meisterweg

Fängt GC in den letzten Runden tatsächlich Basel noch als Meister ab, wäre der Weg ans grosse Geld für die Hoppers deutlich einfacher. Aufgrund des schwachen Uefa-Koeffizienten von 7,285 bliebe dieser allerdings immer noch schwierig, denn GC wäre weder in der 3. Qualifikationsrunde noch in den Playoffs gesetzt. Die wahrscheinlichen Gegner in der 3. Runde wären Teams der Grössenordnung von Celtic Glasgow, BATE Borissow, Steaua Bukarest, Dinamo Zagreb, Partizan Belgrad, Legia Warschau, APOEL Nikosia, Austria Wien oder dem Meister Tschechiens (Pilsen oder Sparta Prag). Auch in den Playoffs müssten die Grasshoppers ein weiteres Team aus dieser Gruppe besiegen.

Die Chance, dass der Meisterweg für GC einfacher wird, ist verschwindend klein. Damit die Zürcher nämlich zu den gesetzten Teams gehören, müssten in der zweiten Runde fünf Equipen wie Sligo Rovers (Irl), Cliftonville (Nirl) oder Nomme Kalju (Est) die Favoriten Celtic Glasgow, Dinamo Zagreb oder Steaua Bukarest eliminieren. GC wird eher Champions-League-Sieger, als dass dies eintrifft.

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