12.08.2020 02:50

Millionäre und ein MilliardärDiese Kandidaten aus der «Höhle der Löwen» wurden richtig reich

Ein Rezept von der Urgrossmutter, Socken für den wohltätigen Zweck und eine vernetzte Türklingel: Mit der Sendung «Die Höhle der Löwen» haben es schon einige Unternehmensgründer zum Millionär geschafft.

von
Fabian Pöschl
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Im Herbst geht die zweite Staffel der «Höhle der Löwen» auf Sendung.

Im Herbst geht die zweite Staffel der «Höhle der Löwen» auf Sendung.

TV24
Den grössten Deal der ersten Staffel sollte Roland Laux mit seiner Firma Mastercoldbrewer kriegen – 750’000 Franken. Der Deal platzte jedoch nach der Aufzeichnung der Sendung.

Den grössten Deal der ersten Staffel sollte Roland Laux mit seiner Firma Mastercoldbrewer kriegen – 750’000 Franken. Der Deal platzte jedoch nach der Aufzeichnung der Sendung.

Re-Coffee
Erfolg in der  US-Version der Sendung («Shark Tank»): Die Gründer der Sockenfirma Bombas spenden mit jedem verkauften Paar Socken ein weiteres an Obdachlose und setzen mehr als 100 Millionen Dollar pro Jahr um.

Erfolg in der US-Version der Sendung («Shark Tank»): Die Gründer der Sockenfirma Bombas spenden mit jedem verkauften Paar Socken ein weiteres an Obdachlose und setzen mehr als 100 Millionen Dollar pro Jahr um.

Darum gehts

  • Im Herbst startet die zweite Staffel der Schweizer Version der Start-up-TV-Show «Die Höhle der Löwen».
  • Die weltweit erfolgreiche Sendung machte schon viele Unternehmensgründer zu Millionären.
  • Einer, der die Investoren in der Sendung nicht überzeugen konnte, schaffte es gar zum Milliardär.

Die Schweizer Version der Start-up-TV-Show «Die Höhle der Löwen» geht im Oktober auf TV24 in die zweite Staffel. Wer in der Sendung die Investoren von seiner Geschäftsidee überzeugt, hat die Chance, das benötigte Investment zu sichern.

Den grössten Zuschlag der ersten Staffel sollte Roland Laux mit seiner Firma Mastercoldbrewer bekommen. Mit einem neuen Herstellverfahren, das die Produktion von Cold-Brew-Kaffee innerhalb von Minuten erlaubt, sicherte er sich 750’000 Franken von den Investoren.

Zwar platzte der Deal nach der Aufzeichnung der Sendung, doch das St. Galler Start-up wächst trotzdem weiter. Sein Cold-Brew-Kaffee landete unter der Marke Re-Coffee auch schon in den Regalen der Migros. Beispiele von erfolgreichen Unternehmern der 2001 in Japan gestarteten und mittlerweile in mehreren Dutzend Ländern ausgestrahlten Sendung gibt es einige. Manch einer der Unternehmensgründer schaffte es zum Millionär.

  • Die erfolgreichste Firma mit Herz

In der US-Version der Sendung («Shark Tank») stellten David Heath und Randy Goldberg 2014 ihre Sockenfirma Bombas vor. Sie wollten die bequemste Socke kreieren und für jedes verkaufte Paar ein weiteres spenden. Damit erwärmten sie das Herz von Investoren und Konsumenten. Mittlerweile erzielt Bombas einen Jahresumsatz von über 100 Millionen Dollar und spendete rund 35 Millionen Sockenpaare an Obdachlose.

  • Der grösste Deal

Der grösste Deal der Show wurde ebenfalls in den USA im Jahr 2015 besiegelt, ging dann aber in die Brüche. Investor Robert Herjavec beteiligte sich für fünf Millionen Dollar an der Firma Zero Pollution Motors, das ein mit Druckluft angetriebenes Auto konzipierte. Der Deal wurde nach der Sendung zwar nicht abgeschlossen, der Auftritt war laut dem CEO des Unternehmens aber dennoch eine gute PR.

  • Die grössten Deals im deutschsprachigen Raum

Auch in der deutschen Fassung der «Höhle der Löwen» auf dem Sender Vox kam es bereits zu Deals in Millionenhöhe. Für eine Beteiligung an der Firma Waterdrop, die Brausetabletten auf Basis von echten Früchten entwickelt, erhielten die Gründer eine Million Euro. Ebenfalls eine Million ging an die Gründer der Finanz-App Finanzguru. Der Schlafwissenschaftler Dr. Markus Dworak sammelte für ein Nahrungsergänzungsmittel namens Smartsleep, das die Schlafqualität verbessern soll, gar 1,5 Millionen ein.

  • Die wohl süsseste Gründerin

Einen der süssesten Auftritte legte die damals zehnjährige Mikaila Ulmer 2015 hin. Sie überzeugte die Investoren der US-Sendung mit ihrer Limo-Geschäftsidee für eine 60’000-Dollar-Beteiligung. Das Rezept für das Süssgetränk mit Minze, Leinsamen und Honig fand sie von ihrer Urgrossmutter. Es folgte ein Deal mit der Biosupermarktkette Whole Foods, der ihr 11 Millionen Dollar eingebracht hat.

  • Der Krösus

Auch wenn die Investoren in der Sendung eine Idee nicht gut finden, kann sie sich doch lohnen. Das beste Beispiel dafür ist Jamie Siminoff, der 2013 die Investoren nicht für seine WiFi-gesteuerte Video-Türklingel begeistern konnte. Danach holte er aber Millionendeals bei anderen Investoren und verkaufte sein Business schliesslich für eine Milliarde Dollar an Google. In der letzten Staffel der Show trat Siminoff dann als Gast-Investor auf.

Weltweiter Erfolg

Start-up-Hilfe mit Know-how

«Die Höhle der Löwen» auf TV24 ist der Schweizer Ableger der international erfolgreichen TV-Sendung, an der Sony Pictures Television die Rechte hält. Ableger der Sendung gibt es mittlerweile mehrere Dutzend, darunter etwa in den USA, Grossbritannien, Deutschland und der Schweiz, aber auch in Afghanistan, Saudiarabien und einigen afrikanischen Ländern. Das Grundkonzept stammt aus Japan, die internationalen Varianten richten sich im Detail aber am britischen Konzept aus. Dabei treten Unternehmensgründer mit ihren Geschäftskonzepten vor Investoren an und bieten ihnen Anteile am Unternehmen an. Die potentiellen Kapitalgeber sollen nicht nur mit ihrem eigenen Geld ins Unternehmen investieren, sondern auch mit Know-how unterstützen.

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34 Kommentare
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Küsä

12.08.2020, 13:14

Mir verleidet schon der Vorspann mit diesen selbstverliebten "Löwen".....

Jeannine

12.08.2020, 13:04

tolles Märchen, weiter so.

Hansli

12.08.2020, 12:56

Kredite kann man auch bei einer Bank aufnehmen.